Katia Wagner sperrt zu – und will in den Knast gehen.

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Riesen-Debatte im Netz

Waxing-Lady spaltet das Land

Monatelang lag Katia Wagner mit dem Arbeitsin­spektorat und SP-Sozialminister Alois Stöger öffentlich im Clinch, Stichwort Intimwaxing in der Auslage. Am Dienstag platzte der Unternehmerin der Kragen. Sie will ihre Beauty Bar in der Wiener Innenstadt schließen. Und lieber in den Knast gehen, anstatt Bußgeld zu zahlen.

+++ Zum Nachlesen: Die skurrilsten Behörden-Schikanen +++

Hitzige Debatte im Netz: von Applaus bis Häme

Im Netz sorgten die Ankündigungen für hitzige Debatten. Der Fall Katia Wagner spaltet das Land. „Lass dich nicht unterkriegen“ und „gehen Sie doch bitte in die Politik und mischen Sie die Jungs da auf!!! Es ist Zeit für CHANGE in Österreich!!“, meinten die einen auf ihrer Facebook-Seite.

Andere sind inzwischen genervt vom skurrilen Streit um die Beauty Bar. „Sollte Fr. Wagner nicht in der Lage sein, ihren Betrieb gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zu führen, ist eine Schließung sicher die beste Lösung“, heißt es da. Oder, hämischer: „Der PR-Plan dieser Frau ist ja nur noch Jammern auf höchstem Niveau“ (s. Kasten rechts).

ÖVP-Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner wiederum, seit Längerem Unterstützer Wagners, nützt den Anlassfall, um zu einem Reformgespräch über den Arbeiterschutz aufzurufen.

Spätestens Ende April ist die Beauty Bar Geschichte

Wagner will an ihrer Entscheidung festhalten. „Ich werde die Beauty Bar zumachen. Spätestens Ende April.“ Für 70 Mitarbeiter bedeutet das das vorläufige Job-Aus. Großteils sollen sie aber in einem neuen Projekt von Wagner unterkommen, angepeilter Startschuss: im Mai.

Mit ihrem Anwalt prüft sie alle rechtlichen Möglichkeiten: „Ich gehe lieber ins Gefängnis als einen Cent an die Behörde zu bezahlen, dafür, dass sie mir meinen Laden zumachen.“ (hoa baa)

Vizekanzler lädt jetzt zu 
Gipfel gegen Bürokratie

Vizekanzler Reinhold Mitter­lehner nimmt den Fall Waxing-Lady jetzt zum Anlass, den gesamten Arbeitnehmerschutz auf den Prüfstand zu stellen. Der VP-Chef lädt deshalb jetzt zu einem „Reformgipfel – an dem übrigens neben Experten und Praktikern auch SPÖ-Sozialminister Alois Stöger teilnehmen soll. Mitterlehner: „Überbordende Vorschriften, Kontrollen und Strafen dürfen nicht zur Existenzgefährdung von Betrieben und zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.“

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