Tanzpapst Elmayer findet Eröffnung

Wiener Opernball

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Tanzpapst Elmayer findet Eröffnung "furchtbar"

Heute Abend steigt in der Wiener Staatsoper der Ball der Bälle. 5.500 Gäste werden erwartet, Hunderte Arbeiter sorgen derzeit für den letzten Feinschliff.

Einziger Wermutstropfen: Die Meteorologen erwarten eine bitterkalte Nacht, „dazu gibt es Wind mit bis zu 30 km/h“, sagt Christian Csekits von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Minusgrade und Wind zu Opernball-Beginn sorgen für eine gefühlte Temperatur um minus zehn Grad, um drei Uhr in der Früh um minus 14 Grad.

Die Organisatoren lassen sich dadurch aber nicht schrecken. Und sie haben seit gestern Abend auch kaum mehr Grund dazu. Denn: Das Herzstück des Balles - die Eröffnungs-Polonaise - könnte ein Glanzstück werden. ÖSTERREICH war Augenzeuge der Generalprobe. Zu sehen waren keine offensichtlichen Fehler, gute Stimmung, eine neue Inszenierung (die Figur aus den 160 Debütanten öffnet sich wie eine Blume) der Grazer Tanzschule Kummer.

Fionas Augenstern
Das lag auch an dem großen, jungen Mann in der ersten Reihe: Arturo Pacifico-Griffini, 18, der den Ball an der Seite seiner Cousine Alexandra eröffnen wird. Der Sohn von Fiona Swarowski, 44 (und Stiefsohn von Karl-Heinz Grasser, 40), macht auf dem Parkett eine glänzende Figur und ist heute sicher sicher einer der Stars des Opernballes – auch angesichts vieler fehlender Promis.

Ebenfalls in der 1. Reihe: Andreas Hampel, Sohn von Bank Austria General Erich Hampel (sah sich die Probe vom ersten Rang aus an).

Elmayer tobt
Kritik an der Eröffnung kam von Thomas Schäfer-Elmayer, der dieses Jahr nicht zum Zug kam. "Sogar die Tanzlehrer sind furchtbar unrythmisch“, erklärte der Experte ÖSTERREICH. Und: "Mir tun die engagierten Paare leid. Das Niveau ist niedrig, wie bei uns bei einer ersten Probe.“

"Untolerabel"
Reporter von www.oe24.at spielten ihm ein 10-Minuten-Video der Eröffnung vor. Elmayer kritisierte für uns die Eröffnung. "Der erste, der allererste Eindruck war, dass bei der Polonaise die Paare großteils nicht im Takt waren. Auch der Herr Tanzlehrer selber war nicht im Takt vorne. Das darf natürlich überhaut nicht passieren", lautet das Urteil des Opernball-Profis. "Einige Ausrutscher kann es geben, aber dass so viele Paare mit dem falschen Fuß gehen und überhaupt nicht im Takt gehen. Das ist absolut untolerabel."

Elmayer merkt an, dass die Paare sehr unsicher wirken. Seiner Ansicht nach fehlen noch viele Proben. "Das kommt wahrscheinlich auch daher, dass die Choreografie so spät fertig geworden ist", so die Vermutung. Gerüchten zufolge sei die Choreografie erst am Sonntag fertig geworden.

Tipps
Thomas Schäfer-Elmayer macht sich Sorgen, dass die Probleme bis zur Eröffnung nicht gelöst werden können: "Man könnte tausend Sachen sagen, die ich jetzt da in diesem kurzen Spiel da gesehen habe, die Ihnen aber niemand sagt. Und deshalb fürchte ich, dass es morgen nicht sehr viel besser ausschauen wird, weil sie halt das einfach gar nicht gesagt bekommen."

Auch ein Geheimnis kann nun gelüftet werden. Nach Thomas Schäfer-Elmayer sagen nun die Debütanten (auf Fingerzeig) „Alles Walzer“.

Angeblich eine Initiative von Staatsopern-Direktor Ioan Holender, der sich bei der Generalprobe gestenreich einbrachte. Holenders Tochter Alina tritt heute mit dem Kinderballett der Oper auf.

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