Drama um Hindenburg als TV-Epos

Historien-Spektakel

© ORF/RTL/Erik Lee Steingroever

Drama um Hindenburg als TV-Epos

Am 6. Mai 1937 ging im amerikanischen Lakehurst das Luftschiff LZ 129 in Flammen auf, 36 der 97 Passagiere fanden den Tod. Bis heute ist nicht geklärt, warum der Zeppelin Hindenburg, das zivile Prestige-Objekt des Dritten Reichs, bei seinem Jungfernflug explodierte. Verschwörungstheorien und Mythen ranken sich um die "Titanic der Lüfte", das mit 245 Meter Länge größte Luftschiff der Welt.

Teures High-Tech

Auch der RTL-Zweiteiler Hindenburg, der am Sonntag und Montag zeitgleich in ORF 2 (20.15 Uhr) statt Tatort und Millionenshow läuft, bricht alle Rekorde. 10 Millionen Euro Budget machen ihn zum teuersten RTL-Film aller Zeiten. Stars wie Hannes Jaenicke, Heiner Lauterbach, Stacy Keach oder Greta Scacchi sowie modernste Special Effects garantieren Top-Quoten.

RTL hat auf Hollywood-Niveau produziert: So wurden Teile des Zeppelins originalgetreu nachgebaut. Durch ein Hydraulik-System konnte der Absturz durch Kippung bis zu 45 Grad in einem Studio authentisch inszeniert werden.

Viel Emotion
Im Mittelpunkt steht neben einer Verschwörung zur Zerstörung der Hindenburg die Liebes-Geschichte zwischen der reichen Amerikanerin Jennifer van Zandt (Lauren Lee Smith) und dem einfachen Konstrukteur Merten Kröger – gespielt von Peter Simonischeks Sohn Maximilian. Der Spross aus Simonischeks erster Ehe dürfte damit seinen Durchbruch zum Star schaffen.

Shootingstar
Der 28-jährige Schauspieler zeigt im TV-Blockbuster vollen Körpereinsatz. Prügel-Szenen und Stunts absolvierte er selbst – auch die Liebesszene mit Co-Star Lauren Lee Smith. "Ich habe da auch meine Hemmschwellen. Aber man ist unten rum abgeklebt", verrät Simonischek, der in Salzburg Schauspiel studierte. Ab Mai gastiert er am Burgtheater. Doch seine Heimat bleibt Berlin. "Hier ist es egal, wer meine Eltern sind."
 

"Hollywood würde mich reizen"

ÖSTERREICH: 'Hindenburg' ist die teuerste RTL-Produktion aller Zeiten. Sie spielen die Hauptrolle. Ruft schon Hollywood?
Maximilian Simonischek: Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es reizt mich nicht. Aber ich warte nicht darauf. Selbst ein Angebot aus Hollywood würde ich vom Stoff, Inhalt und den Kollegen abhängig machen. Meine Basis ist das Theater, alles andere ist Bonus.

ÖSTERREICH: Stimmt es, dass Sie alle Stunts im Film selber gemacht haben?
Simonischek: Bei einer Szene mit freiem Fall aus acht Metern musste ich passen. Sonst habe ich alles selber gemacht. Die Rolle ist sehr physisch und es macht mir großen Spaß, meinen Körper neben der Stimme als Ausdrucksmittel zu benutzen.

ÖSTERREICH:
Apropos. In der Liebesszene mit Filmpartnerin Lauren Lee Smith zeigen Sie viel Haut. War das für Sie eine Überwindung?
Simonischek: Ich habe da auch meine Hemmschwellen, aber das gehört zum Beruf. Außerdem ist man unten rum abgeklebt.

ÖSTERREICH: Ihr Vater ist Peter Simonischek. Wie ist Ihr Kontakt zueinander?
Simonischek: Wir sitzen nicht regelmäßig zusammen und reden über unseren Beruf, wie man sich das wohl vorstellt. Mein Vater versucht zu meinen Vorstellungen zu kommen, und wir quatschen nachher bei einem Bier.

ÖSTERREICH: Sie leben in Berlin und sagen, es ist besser für Sie als Wien. Wieso?
Simonischek: Ich vermeide jene Orte, wo mein Name oder meine Eltern eine Rolle spielen, so gut es geht. Berlin ist mir deshalb lieber als Wien, weil es dort vollkommen egal ist, wer ich bin. Es ist mein Zuhause.

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