GZSZ: Darum wird sie hier brutal geschlagen

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GZSZ: Darum wird sie hier brutal geschlagen

Ob Inzest, Bulimie oder Freitod - regelmäßig setzt sich „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit Tabu-Themen auseinander. Jetzt greift die Vorabend-Serie von RTL erneut ein gesellschaftlich relevantes Thema auf, das in Deutschland immer mehr für Gesprächsstoff sorgt: Häusliche Gewalt! Familie Ahrens ist erst kürzlich nach Berlin gezogen, sie wirken wie eine normale Familie. Doch nach und nach erfahren die Zuschauer, was sich hinter der Fassade abspielt und was der eigentliche Grund des Umzugs nach Berlin war: Häusliche Gewalt. Der gut situierte Anwalt Martin Ahrens (Oliver Franck) schlug seine Frau Nina (Maria Wedig)  in Frankfurt! Alles sollte nach dem Neuanfang in der Hauptstadt besser werden. Doch demnächst der schwere Rückfall: Die Gewalt ist plötzlich auch in der neuen Umgebung wieder da! 

Gute Zeiten schlechte Zeiten © RTL

Familie Ahrens

Thema enttabuisieren

Trotz des ernsten Themas ist Schauspieler Franck froh, dass GZSZ das Thema häusliche Gewalt aufgreift. "Dieses Tabuthema zu entstauben und einer großen Zahl von Zuschauern vor Augen zu führen, ist gut und richtig. Auch die Probleme, die für die Familie dabei entstehen, sind wichtig zu zeigen und gehören dazu. Denn nur von außen zu verteufeln ist einfach, aber mitzuerleben, wie die häusliche Gewalt eine Familie zerfrisst, während sich alle hilflos bemühen, den Weg zur Harmonie zu finden, gibt dem Problem etwas Menschliches."

Scham nehmen

Franck betont: "Und das ist wichtig, um den Betroffenen die Scham zu nehmen: Die Peinlichkeit, vor anderen darüber zu sprechen und die wertenden Fragen über sich ergehen lassen zu müssen. Vielleicht hilft es einigen Betroffenen, den Mut zu finden und Hilfe zu suchen." Der Schauspieler befürchtet: "Es wird leider genug Fälle geben, in denen Opfer oder Täter sich vor dem Fernseher wieder erkennen und sich in Martin und Ninas Situation gespiegelt finden."

Nicht mehr hilflos

Das verbindet er mit einer Hoffnung: "Wer weiß, vielleicht hilft es ja sogar dem einen oder anderen dabei, sich die Probleme überhaupt einzugestehen. Vielleicht hilft es ja, zu sehen, dass es hinter geschlossenen Türen jedem passieren könnte. Vielleicht fühlen sich einige Opfer dann nicht mehr nur allein und hilflos, sondern unternehmen Schritte, um ihre Situation zu ändern. Das wäre wünschenswert."

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