Krassnitzer:

Interview

Krassnitzer: "Lange nicht Tatort-müde"

Es funkt gewaltig zwischen Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer). In ihrem 15. Fall kommen sich die Wiener Tatort-Ermittler ziemlich nahe. Schließlich landen sie sogar beim Sexualtherapeuten. Auch der Mordfall bietet Spannung: Ein erfolgreicher Musikproduzent und Castingjuror ist tot, vermeintlich ums Leben gekommen bei einem pikanten Sex-Unfall.

Neue Fälle
Mit Sternschnuppe feiert Harald Krassnitzer heute Kommissariats-Jubiläum: Es ist sein 40. Tatort-Fall. Amtsmüde ist er aber noch lange nicht, wie er im ÖSTERREICH am SONNTAG-Interview betont: „So lange wir in dieser Konstellation arbeiten ist diese Arbeit ein großes Vergnügen.“

Auf Beständigkeit setzt der Publikumsliebling nicht nur im Job, sondern auch privat. Seit 16 Jahren ist er mit Kollegin Ann-Kathrin Kramer liiert: „Ihre Liebe gibt mir eine Sicherheit, die ich nicht mehr missen möchte.“

Harald Krassnitzer im Interview

ÖSTERREICH: Herr Krassnitzer, Sternschnuppe ist bereits Ihr vierzigster Tatort-Fall. Ermitteln Sie weiter oder sind Sie schon Tatort-müde?
Harald Krassnitzer:
Nein, bin ich nicht. Solange wir in dieser Konstel­lation arbeiten und mit solch tollen Ensembles Geschichten erzählen, ist diese Arbeit ein großes Vergnügen.

ÖSTERREICH: Im Mittelpunkt von Sternschnuppe stehen eine Castingshow und der Umgang mit jungen Talenten. Schauen Sie persönlich auch gelegentlich Castingshows?
Krassnitzer:
Ja, schaue ich. Regelmäßig wäre übertrieben, aber bei The Voice of Germany (Anmerkung: Talentshow bei Pro 7 und Sat.1) schaue ich immer wieder gerne zu, weil mich erstens das Prinzip fasziniert, sich nur auf die Stimme zu konzentrieren. Zweitens werden dort nie Menschen vorgeführt. Und es gefällt mir, dass sich die Coaches, wenn sie sich denn umdrehen, dann um diesen Kandidaten matchen.

ÖSTERREICH: Til Schweigers „Kino-Tatort“ ist gerade ­angelaufen: Tschiller: Off Duty. Gibt es ähnliche Pläne für Eisner und Fellner?
Krassnitzer:
Nein, die gibt es nicht. Til fährt insgesamt eine ganz andere Linie. Natürlich kann man über seine Tatorte streiten. Ob das gut ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Til ist ein Mensch, der leidenschaftlich für das Kino arbeitet und insofern liegt es nahe, die Figur Tschiller auch auf die Leinwand zu bringen.

ÖSTERREICH: Glauben Sie, dass dieses Hin und Her zwischen Fernsehen und Kino funktionieren wird?
Krassnitzer:
Ich würde es ihm wünschen, weil er sehr hart daran arbeitet. Aber wenn man das mit einem österreichischen Unterton sagt, dann weiß man auch, dass man nicht so recht dran glaubt. Das Konzept überzeugt mich nicht wirklich. Ich weiß nicht genau, worin da der Reiz liegt.

Albert Sachs

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