Schiebung beim 
Song Contest?

Voting

Schiebung beim 
Song Contest?

Chili-Kandidatin Missy May liegt im Voting nur auf Platz 24. Dominic Heinzl glaubt an Manipulation. Er unterstellt Katrin Lampe Hilfe von Callcentern.

Vorwürfe
„Also in Sachen ‚Missy May zum Song Contest‘ wurde ich ja ganz schön im Stich gelassen! (...) Vermutlich hat man keine Chance gegen Kandidaten, die ein Callcenter engagiert haben ...“ Via Facebook ortet Chili-Starmoderator Dominic Heinzl er(n)ste Manipulationsvorwürfe in Sachen Song Contest. Damit wettert ein ORF-Mitarbeiter öffentlich gegen den ORF! Im ÖSTERREICH-Interview geht er sogar noch weiter: „Katrin Lampes Manager erzählt überall herum, wie weit er dank eines Callcenters gekommen ist!“

Absurd
Günter Unger, der für Lampes Musikkarriere als Katie Lunette die Fäden zieht, weist Heinzls Vorwürfe als „absurd“ zurück: „Wir haben uns schon vorab nach allen Voting-Manipulations-Möglichkeiten erkundigt. Ein Callcenter ist bei einer Mehrwert-Nummer gar nicht möglich. Wir haben unsere Stimmen ehrlich und mit viel Klinken-Putzen erarbeitet.“ Erst gestern hat Lampe bei 200 T-Mobile-Mitarbeitern persönlich Voting-Stimmen lukriert.

Chancenlos
Heinzls Aufregung ist zwar brutal, aber verständlich: Während vermeintliche Scherzkandidaten wie Alkbottle, Richard Klein und eben Katrin Lampe im Publikums-Voting die Spitze behaupten, ist Heinzls Wunsch-Kandidatin Missy May nur 24. Damit wird sie am 25. 2. wohl nicht in der ORF-Entscheidungs-Show auftreten, denn das Voting läuft nur mehr zwei Tage. Auch Supertalent Sahin-Scholl und Alf Poier (2003 immerhin 6. und bester Österreicher der Neuzeit) sind bereits chancenlos.

Blamieren
Für diese ORF-Quali zählen 50 Prozent der Publikums-Stimmen. Den noch geheimen Rest bestimmte eine Fach-Jury aus 15 ORF- und Ö3-Mitarbeitern schon Anfang Jänner. Heinzl, der seit mehr als 20 Jahren den Song Contest redaktionell betreut, war da nicht dabei: „Ich finde das Voting absurd, denn da geht es nicht um den besten Song, sondern um die aktivste Community. Und mit einigen dieser Spaßnummern werden wir uns in Düsseldorf ordentlich blamieren!“

 

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Starmoderator Dominic Heinzl im Interview

Über Schiebung und Angst vor Blamage:

ÖSTERREICH: Auf Facebook erheben Sie den Vorwurf von Callcentern beim Voting ...
Heinzl: Ich habe nur auf Gerüchte reagiert. Angeblich erzählt der Manager von Katrin Lampe überall herum wie weit er dank eines Callcenters gekommen ist. Das ist zwar nicht verboten, aber, wenn es so ist, auch nicht wirklich fair. Auch uns wurden solche Dienste angeboten, aber wir haben abgelehnt.

ÖSTERREICH: Was wundert Sie am Voting, dass Sie gleich von Schiebung sprechen?
Heinzl: Kein Mensch redet von Schiebung. Aber es ist doch ein bisschen eigenartig, dass Songs weit vorne im Ranking sind, die einfach schlecht gesungen sind. Ich wusste z.B. nicht, dass Katie Lunette so viele Fans hat. Und wenn eine Kandidatin über Nacht 10 Plätze gut macht, machen sich manche so ihre Gedanken. Erst unlängst wurde sie bei der Mister Austria Wahl in Linz fast von der Bühne gebuht. So kann es einem gehen, wenn man auf echtes Publikum trifft! (lacht)

ÖSTERREICH: Durch solche Facebook Aktionen wirken Sie wie ein schlechter Verlierer ...
Heinzl: Warum? Ich will nur einen guten Gewinner und habe als Reporter dort viele Österreicher scheitern sehen. Ich finde einfach, dass der beste Song, der auch Siegeschancen haben wird, fahren sollte. Das ist doch der Sinn der Ö3-Aktion. Wir wollen gewinnen! Mit Alkbottle oder Katie Lunette gewinnt man nichts. Mit dem Song von Missy May schon. Und das sage ich, obwohl ich weder deren Manager bin, noch deren Bruder, noch mit ihr verheiratet.

ÖSTERREICH: Warum kommt Missy May dann im Voting über Platz 24 nicht hinaus?
Heinzl: Weil Missy einfach noch keine Community hat! Missy ist eine Künstlerin die vor allem live überzeugt. Der Song Contest ist ein visueller Wettbewerb, da geht es um die Performance. Wenn die Österreicher das anders sehen und meinen Alkbottle gewinnen das, na dann viel Glück.

ÖSTERREICH: Was haben Sie gegen Alkbottle?
Heinzl: Wollen wir lustig sein, oder wollen wir gewinnen? Ich glaube, dass die Zeit der Songcontest-Narren vorbei ist. Ich mag die, aber ich will nicht, dass sie Österreich in Europa vertreten ...

ÖSTERREICH: Ist für Sie nun der Song Contest vorbei?
Heinzl: Nein! Ich werde sicher aus Düsseldorf berichten. Vielleicht sogar in einer Spezial-Sendung. Nur würde ich dort gerne als Österreicher hinter einem Song stehen, der vorne mitmischen kann.

Das aktuelle Ö3-Song-Contest-Voting:

  1. Richard Klein
  2. Alkbottle
  3. Julian Heidrich
  4. Katie Lunette
  5. Leo Aberer & Patricia Kaiser
  6. Klimmstein feat. Joe Sumner
  7. Band WG
  8. Mary Broadcast Band
  9. Luttenberger-Klug
  10. Nadine Beiler
  11. Trackshittaz/Lukas Plöchl
  12. Eva K. Anderson
  13. Charlee
  14. Oliver Wimmer
  15. Jean Nolan
  16. CAMA
  17. Excuse Me Moses
  18. Robi Faustmann
  19. Matara
  20. Petra Frey
  21. CoryBanTic/Chris Schaller
  22. Alf Poier
  23. Freddy Sahin-Scholl
  24. Missy May
  25. Any Major Dude
  26. Louie Austen
  27. Sellyy
  28. Lana Gordon
  29. Axel Wolph
  30. Heinz aus Wien
Autor: Thomas Zeidler
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