Tatort: Das Dorf mit Ulrich Tukur

TV-KRITIK

Tatort: Das Dorf mit Ulrich Tukur

Das Dorf - Das ist eine Reise in den Kopf des Ermittlers Felix Murot. In diesem Kopf nistet ein Tumor. Ulrich Tukur, der den Murot spielt, meinte in einem Interview zu diesem, seinem zweiten Fall: „Das ist ein wagemutiger Tatort, der für Verstörung sorgen und typischen Fans der Serie nicht gefallen wird.“ Statt „wagemutig“ würde ich eher sagen: absurd. Denn die Mischung aus realer Krimi-Handlung und surrealen Bildern, aus Fantasien eines kranken Kopfes und angedeutetem Organhandel mag cineastischen Ansprüchen entsprechen, ist aber im Drehbuch nicht plausibel aufbereitet. Die optischen Zitate von Hitchcock bis David Lynch signalisieren zwar, dass hier ein TV-Oldtimer modernisiert werden sollte, doch das gelang in jüngster Zeit mit aktueller Thematik weitaus besser.

Tatort mit Kessler-Zwillingen
Ulrich Tukur, neu im LKA Wiesbaden, macht das geplagte Gesicht eines überforderten Mannes, was hier rollengerecht, aber nicht abendfüllend ist. Thomas Thiemes Korpulenz und Claudia Michelsens Sex-Appeal sorgen nachdrücklich für das böse Element in der verworrenen Story. Die Kessler-Zwillinge legen mit „Sag mir quando, sag mir wann“ eine flotte Nummer hin. Da bat ich die Frau an meiner Seite, mir zu bestätigen, dass ich nicht ebenfalls fantasiere, sondern wirklich Tatort schaue. (Karl Löbl)

Kino Bewertung Sterne © TZ ÖSTERREICH

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