23. Mai 2012 19:51
Song Contest
Trackshittaz: Skandal um Hitler-Vergleich
Manuel verletzte sich bei Show - Das Song - Contest-Aus für Österreich.
Trackshittaz: Skandal um Hitler-Vergleich
© oe24

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Nicht nur beim Song Contest, auch bei den Kritikern fielen Trackshittaz durch. Die Stimmen:

  •  „Sydsvenskan“, Schweden: Selbst der Maler aus Braunau hatte einen besseren Geschmack.
  •  „Der Spiegel“: In ihrem tiefgründigen Selbsterfahrungslied Woki mit deim Popo verarbeiten sie in oberösterreichischem Dialekt offenbar den Besuch in einer Table-Dance-Bar.
  •  „Blick“, Schweiz: Es ist wie bei Wetten, dass ..?: Für die österreichischen Kandidaten schämt man sich immer noch ein bisschen mehr als für die Schweizer. Trackshittaz party-rappen Woki mit deim Popo. Inhalt? „Der Popo ist ein Teil von dir.“ Der Beitrag ist für den Arsch.
  •  „Süddeutsche“: Niemand wollte Woki … als positive Abstimmaufforderung begreifen.
  •  „TAZ“, Deutschland: Ausgeschieden sind die Anal-Erotiker von Track­shittaz. Ihr Titel Woki mit deim Popo erschloss sich nicht außerhalb ihrer Horizonte.
     

 

Lukas mit verheulten Augen, Manuel im Rollstuhl – Österreich bot nach der Song-Contest-Blamage in Baku ein Bild des Elends. Dienstagnacht platzte vor 793.000 ORF-Sehern der große Grand-Prix-Traum der Trackshittaz. Woki mit deim Popo reichte nicht für Europa, und selbst der Vollkörper-Einsatz an der Striptease-Stange war zu wenig. Auch weil sich Manuel Hoffelner (20) dabei das Kreuzband riss! Sein persönliches Song-Contest-Drama …

„Ich habe gleich gespürt, dass etwas passiert ist“
„Es ist passiert, als wir uns auf der Stange gedreht haben. Da hat es mir das Knie eingedrückt, und ich habe nicht mehr mittanzen können“, schildert Hoffelner im Ö3-Interview unter Schmerzen das GrandPrix-Aua. Ein verschleppter Kreuzbandriss im linken Knie war just während der wilden TV-Show plötzlich akut geworden. Die letzten 10 Sekunden humpelte Manuel unter Schmerzen über die Bühne, musste sogar einen Refrain auslassen.

Kollege Lukas war irritiert. „Ich habe gleich gespürt, dass etwas passiert ist!“

Zur Tristesse-Pressekonferenz musste Manuel dann schon im Rollstuhl geschoben werden. Das verletzte Knie mit Eis gekühlt: „Was einen nicht umbringt, macht ­einen härter.“

Abgebrüht. Während Europa über Österreich lächelt (siehe rechts), versucht Lukas die Blamage sportlich zu nehmen – mit einem Champions-League-Vergleich. „Da haben Größen wie Schweinsteiger und Robben verschossen, die sind noch viel schlimmer dran als wir. Doch auch die werden zurückkommen – und noch viel abgebrühter sein.“

„Es schmerzt mehr, als man sich das vorstellen kann“
Heute um 19.10 Uhr landen die Trackshittaz in Wien. Ob sie Interviews geben werden, ist ungewiss – gestern haben sie sich noch verweigert. „Es schmerzt viel mehr, als man sich das vorstellen kann.“

So läuft das große Finale

  • Heute 21 Uhr. 2. Semifinale. 10 von 18 Ländern kommen weiter, ORF 1 überträgt live.
  • Samstag, 21 Uhr. Vor 120 Mio. TV-Zusehern startet der Song Contest mit Engelbert (Foto) und Co. Das Ergebnis steht knapp nach Mitternacht fest. Im Siegerland steigt am 18. Mai 2013 der nächste Grand Prix.