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Zelten extrem

Zelten extrem

Im Wald zelten, nachts nur das Rauschen der Blätter hören oder das entfernte Zirpen von Nachtinsekten. Wer zeltet, schätzt vor allem das Gefühl, unmittelbar in der Natur zu sein, auch wenn wildes Campen in den meisten Ländern verboten ist. Viele verzichten in der Zeit gern auf den üblichen Komfort und legen viele Kilometer zurück, um am nächsten Morgen am Fuße eines Berges aufwachen zu können. Einigen jedoch reicht es nicht, ein paar beschauliche Nächte auf einem Campingplatz oder im Wald zu verbringen. Sie suchen die Extreme an der Felswand, in der Wüste oder im Eis und gehen dabei an die eigenen Grenzen und die der Ausrüstung.

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©pixabay.com (CC0 1.0)|Huskyherz

1. Grundsätzliche Ausrüstung

Wer sich extremen Witterungsbedingungen aussetzen will, braucht spezialisierte Ausrüstung, die ihnen zuverlässig trotzen kann.

a. Zelt

Während für die meisten Reisen ein durchschnittliches Iglu-Zelt völlig ausreichend ist, sind in großer Kälte und großer Hitze besondere Zelteigenschaften gefragt. Soll die Tour ausschließlich zu Fuß stattfinden, darf das Zelt beim Tragen nicht zu schwer werden und muss für den Transport möglichst kompakt zusammenfaltbar sein. Zudem muss es aus einem reißfesten Material bestehen, das stärkerem Wind standhalten kann und auch einen rauen Untergrund gut übersteht.

b. Schlafsack

Mumienschlafsäcke sind die Klassiker der Übernachtungsmöglichkeiten im Zelt. Je nach Untergrund und Witterung ist ein anderer Schlafsack notwendig. Hier spielt insbesondere die Temperatur eine Rolle, der der Schlafsack standhalten kann. Schwanken die Temperaturen vom Abend zum Morgen hin stark, muss er eine entsprechende Bandbreite abdecken. Für Übernachtungen in Schnee und Eis sollte der Schlafsack auch zweistellige Minusgrade souverän abhalten können, da sonst nicht nur der Schlaf gestört wird, sondern es unter Umständen auch zu schmerzhaften Erfrierungen kommen kann. Unter sportscheck.at findet sich eine Übersicht über die jeweiligen Schlafsacktypen je nach Temperaturbereich, persönlicher Vorliebe und Körpergröße. Aufgrund der Eigenschaften der jeweiligen Person, die in dem Schlafsack übernachten soll, und dem Einsatz, dem der Schlafsack standhalten muss, werden Empfehlungen gegeben. Sollen mit Zelt und Gepäck weitere Strecken zu Fuß zurückgelegt werden, sollten Camper zudem das Gewicht des Schlafsacks im Auge behalten.

c. Kleidung

Die Kleidung ist ebenfalls sehr von den Witterungsbedingungen abhängig, in denen gezeltet werden soll.

Wer durch tiefen Schnee muss, braucht besondere Schneeschuhe und darüber hinaus natürlich mehrere Lagen dicker Kleidung, die zum einen warm und trocken halten kann, zum anderen aber Feuchtigkeit nach außen lässt und schnell trocknet. Schal, Handschuhe und eine dicke Mütze sind notwendig, aber auch eine Sonnenbrille, denn das Licht reflektiert auf dem weißen Schnee sehr gut und blendet stark.

In der Wüste sollte die Kleidung lang sein; bei kurzen Hosen und T-Shirt ist die Gefahr eines Sonnenbrandes sehr hoch und der Körper verliert über die ungeschützten Hautpartien eine große Menge Wasser. Helle Kleidungsstücke reflektieren zudem das Sonnenlicht und sorgen für eine bessere Temperaturregulation als dunkle. Baumwollstoffe und Leinen sorgen für eine angenehme Luftdurchlässigkeit. Eine Kopfbedeckung sollte grundsätzlich getragen werden, um einen Sonnenstich zu vermeiden. Da insbesondere bei sandigem Untergrund Trittfestigkeit wichtig ist, sollten die Schuhe entsprechend fest sitzen. Außerdem sollten sie nicht zu flach sein, damit nicht permanent Sand eindringt und so eventuell zu unangenehmen Scheuerstellen führt.

d. Verpflegung

Insbesondere in kalten und schneereichen Regionen benötigt der Körper sehr viel Energie, um warm bleiben zu können. Unter arktischen Bedingungen sind etwa doppelt so viele Kalorien notwendig wie sonst.

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©pixabay.com (CC0 1.0)|Security

Bei Wüstentouren wird das mitgeführte Wasser den größten Teil der Vorräte ausmachen. Um das Gewicht der anderen Lebensmittel möglichst gering zu halten, empfiehlt sich hier vor allem Trockennahrung wie Datteln, Trockenfleisch oder Peronin. Letzteres eignet sich für alle körperlich besonders anstrengenden Touren, egal ob im Schnee oder Sand und wird von vielen Extremsportlern geschätzt. Weitere Informationen zu dem Nährpulver sind auf peronin.net zu finden.

e. Notapotheke

Eine Notapotheke ist auch bei kleineren Touren unerlässlich und umso mehr, je extremer die Witterungsbedingungen sind. Desinfektionsmittel, Pflaster, Kompressionsverbände und Schmerztabletten sollten mindestens mitgeführt werden. Flüssige Medikamente sind meist empfindlicher gegen Hitze und Kälte und müssen entsprechend transportiert werden. Auch Pinzette, Verbandschere und eine Notdecke sind sinnvoll.

2. An der Felswand

Unter den Füßen nichts als ein steiler Abgrund. Zelten direkt an der Felswand ist nichts für Nervenschwache. Der Nacht im Schwebezustand geht zudem noch eine körperlich fordernde Klettertour voraus, entsprechend müssen Interessierte eine gute Kondition mitbringen und vor allen Dingen schwindelfrei sein.

a. Portable ledge

Für das Zelten am Fels ist eine spezielle Ausrüstung notwendig. Das verwendete Zelt ist ein sogenanntes „Portable ledge“ - oder auch „Portaledge“ genannt - und ist sowohl leicht als auch sehr robust. Der Boden besteht in der Regel aus zusammengesetzten Aluminiumstangen, zwischen denen ein stabiler Stoff gespannt ist. Diese Konstruktion wird mit Spanngurten an zuvor montierten Felshaken befestigt. Um vor Wind und Wetter zu schützen, wird meist noch eine Zeltplane darüber befestigt, die an den Ecken eingehakt wird. Manchmal ist die schützende Plane auch schon fest am Portaledge vernäht.

Damit die Benutzer nicht im Schlaf aus dem Portaledge rollen können, werden sie mit Spanngurten gesichert.

b. Minimale Ausrüstung

Portaledges sind im Vergleich zu herkömmlichen Zelten recht klein und bieten gerade genug Platz für die Übernachtung von einer oder zwei Personen. Da zum Erreichen des „Zeltplatzes“ auch eine Klettereinlage notwendig ist, sollte die Ausrüstung entsprechend nur einen möglichst geringen Umfang haben.

c. Lohnenswerte Regionen

Besonders beliebt für das Biwakieren über dem Abgrund ist das Yosemite-Valley in Kalifornien. Die Möglichkeit wird hier vor allem beim Bigwall-Klettern genutzt, wenn das Besteigen der Felswand länger als einen Tag dauert.

Die Alpinschule Alpinstil bietet beispielsweise in der Steiermark Übernachtungen im Portaledge auch für Menschen ohne Klettererfahrung an. In Österreich wird diese Möglichkeit aber nicht nur an Felswänden angeboten, sondern auch hängend in Bäumen.

3. In der Wüste

Die Wüste übt auf viele Menschen eine große Faszination aus. Doch wer sich in die weitläufigen, sandigen Regionen wagt, sollte am besten nicht nur gut vorbereitet sein, sondern auch gemeinsam mit erfahrenen Führern aufbrechen.

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©fotolia.com|anderm

a. Gemeinsam mit Nomaden

Kaum jemand kennt die Wüste so genau wie die Nomadenvölker wie Beduinen und Tuareg, die schon seit Jahrhunderten dort leben. Durch den wachsenden Wüstentourismus haben diese Nomaden für sich die Möglichkeit entdeckt, Interessierte auf die ehemaligen Karawanenrouten mitzunehmen oder sich als Guide anzubieten.

Der besondere Reiz in einer Reise mit Nomaden besteht darin, dass diese meist noch mit traditionellen Zelten reisen anstatt mit kleinen Hightech-Zelten. So können Touristen nicht nur die Wüste erleben, sondern nehmen auch ein Stück Kultur mit und können sich meist auch am Auf- und Abbau der geräumigen Zelte beteiligen oder regionale Spezialitäten probieren.

Beim Reiseveranstalter Clearskies, der sich auf außergewöhnliche Trekking-Reisen spezialisiert hat, findet sich ein Beispiel für den Ablauf einer mehrtägigen Tour durch die Sahara Marokkos.

b. Besondere Anforderungen an das Zelt

Wer nicht mit Nomaden reist, sondern ein eigenes Zelt bevorzugt, muss auf ein entsprechendes Wüstenzelt zurückgreifen. Im Sand lassen sich beispielsweise herkömmliche Heringe nur schlecht verankern, weshalb das Zelt selbststehend sein muss und spezielle Sandheringe verwendet werden müssen. Hier finden sich weitere Informationen zu den Anforderungen an ein Zelt für die Wüste. Der Wind treibt beständig Sandkörner umher und in der Wüste gibt es nur wenige geschützte Plätze, sodass das Zelt der Witterung schutzlos ausgeliefert ist. Entsprechend sollte das Oberzelt am besten aus reißfestem Polyamid bestehen.

Wüstenzelte sollten zudem über Sand-, beziehungsweise Schneelappen verfügen. Auf diese überlappenden Bereiche des Oberzeltes wird Sand geschaufelt, um zusätzliche Stabilität zu gewinnen.

c. Wichtige Ausrüstung

Neben der entsprechenden Kleidung gehören beim Wüstentrekking unbedingt noch eine Sonnenbrille und Sonnencreme ins Reisegepäck.

In diesem Forum wird ausführlich über die notwendige Ausrüstung und Verpflegungsmöglichkeiten für eine Wüstentour diskutiert.

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©fotolia.com|anzemulec

d. Transportmöglichkeiten

Die Ausrüstung für eine Reise durch die Wüste ist meist sehr umfangreich; nicht zuletzt aufgrund der notwendigen Wasservorräte. Bei mehrtätigen Touren ist es daher am besten, eine entsprechende Transportmöglichkeit zu haben. Viele Menschen schätzen auch das Reisen zu Fuß, um die Wüste hautnah erleben zu können, allerdings sind Reisende hier gänzlich auf ihre eigenen Körperkräfte angewiesen und müssen alle notwendigen Utensilien im Gepäck mitführen können.

Besonders authentisch ist natürlich die Reise mit einem Kamel; gerade hierfür sollten aber unbedingt erfahrene Führer dabei sein, die die Tiere auch fachmännisch versorgen können. Kameltouren haben meist eine besinnliche Atmosphäre an sich, da die Reisegeschwindigkeit von den Tieren vorgegeben wird und relativ gemächlich ist. Mit Fahrzeugen wie Jeep oder Motorrad können entsprechend deutlich größere Strecken pro Tag zurückgelegt werden.

4. Im Schnee

Für das Campen am Berg ist in Österreich eine besondere Genehmigung notwendig. In Niederösterreich und Tirol kann unerlaubtes Zelten im alpinen Bereich bis zu 14.500 Euro Strafe kosten. In der Steiermark, Vorarlberg und Oberösterreich ist es nicht grundsätzlich verboten, aber auch hier gilt kein Jedermannsrecht, wie der Standard schreibt.

a. Besondere Anforderungen an das Zelt

Wer im Schnee zelten möchte, braucht ein entsprechend robustes Zelt. Kuppelzelte oder geodätische Zelte eignen sich hier am besten, denn sie trotzen dem Wind und bieten eine gute Grundstabilität. Zudem sollte die Oberplane möglichst wasserdicht sein. Normale Heringe würden im Schnee einfach nur tief einsinken, ohne Halt zu geben. Hier eignen sich Sandheringe. Zudem werden die Heringe nicht wie üblich im Boden verankert, sondern quer eingegraben.

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©fotolia.com|Alexey Kozak

b. Kältetaugliche Ausrüstung

Beim Kocher eignen sich am besten solche, die mit einem Gasgemisch arbeiten. Spiritus lässt sich bei Kälte nur schwer entzünden und Butan brennt bei sehr geringen Temperaturen nicht mehr. Propan und Benzin haben einen sehr großen Heizwert und funktionieren auch noch bei Kälte und in großen Höhen.

Geschirr aus Plastik ist besonders gut geeignet, denn Metall kühlt extrem ab und kann unter Umständen an den Fingern oder Lippen festfrieren.

Für den Gebrauch von technischen Geräten sollten am besten Lithium-Batterien mitgenommen werden. Diese erleiden auch bei sehr geringen Temperaturen keinen Leistungsabfall, während Akkus dagegen bei zu großer Kälte auch den Dienst ganz verweigern können.

c. Der richtige Standort

Bevor im Schnee gezeltet wird, sollten Camper sich unbedingt über eventuelle Lawinengefahr informieren. avalanches.org gibt einen Überblick über die aktuelle Lawinenlage im europäischen Raum. Das Zelt sollte am besten nicht direkt an einem Hang oder in einer Senke aufgestellt werden. Empfehlenswerter sind Kuppen, denn hier ist die Lawinengefahr niedriger und am nächsten Morgen erwartet den Camper ein wunderbarer Ausblick.

Bevor das Zelt errichtet wird, sollte der gewählte Platz mit den Schuhen flachgetreten werden, um den Schnee zu komprimieren und ihm so mehr Stabilität zu geben. Anschließend werden die Schneelappen am Zelt mit Schnee bedeckt. Bei starkem Wind empfiehlt es sich, um das Zelt herum noch einen Wall zu errichten. Der Eingang des Zeltes sollte immer in die Richtung zeigen, die dem Wind abgewandt ist.

d. Für Wärme sorgen

Der größtmögliche Wärmeeffekt lässt sich erzielen, wenn das Zelt windgeschützt steht. Um die Nacht im Schlafsack gut zu überstehen, empfiehlt es sich, die Unterlage besonders gut zu isolieren, beispielsweise mit Kleidung oder Gepäck. Für zusätzliche Wärme in der Nacht kann eine Flasche (keine Thermosflasche!) mit aufgekochtem Wasser gefüllt und mit in den Schlafsack genommen werden. Ein Gaskocher oder eine Gaslaterne sorgen auch im Zelt für ein paar Grad mehr, allerdings muss hier unbedingt für eine ausreichende Belüftung gesorgt werden, da beides giftiges Kohlenmonoxyd abgibt.

Um im Schlafsack warm zu bleiben, sind mehrere Schichten aus Kleidung, Schlafsack und weiteren Stofflagen sinnvoll.

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e. Besonders energiereiche Verpflegung

Marzipan, Nussmischungen oder auch Schokolade sind für solche Reisen beliebte Energielieferanten. Da der Schnee einen zuverlässigen Flüssigkeitslieferanten darstellt, können viele Lebensmittel in Pulverform mitgenommen werden, die anschließend mit getautem Schnee über einem Benzinkocher zubereitet werden können. Nicht nur das Wandern selbst ist für den Körper anstrengend, auch das Aufrechterhalten der Körpertemperatur kostet viel Energie, sodass mit der Verpflegung möglichst viele Kalorien zu sich genommen werden sollten.

f. Vorbereitungen für den Notfall

Bei jedem Ausflug in Schneegebiete, sollten unbedingt ein Lawinenverschüttetensuchgerät (kurz LVS-Gerät) und eine Lawinensonde mitgeführt und eng am Körper getragen werden. Entsprechende Touren sollten außerdem niemals allein durchgeführt werden, sondern nur in Gruppen, um im Notfall gegenseitig Maßnahmen einleiten zu können.

g. Unterwegs mit Hundeschlitten

Touren mit dem Hundeschlitten durch verschneite Landschaften sind nicht nur in Alaska beliebt, auch in Kanada, Norwegen oder dem Allgäu werden inzwischen mehrtägige Fahrten angeboten. Für eine solche Tour ist ein erfahrener Musher, ein Hundeschlittenführer, notwendig. Die Musher lenken ihre Hunde allein mit Stimmkommandos und kümmern sich nach der Tagesetappe um die Versorgung der Tiere. Je nach Programm können Reisende nach einer Einführung einen eigenen Schlitten gestellt bekommen, für den sie während der Tour verantwortlich sind. Eine andere Möglichkeit ist das Reisen als Beifahrer; hier steigt der Reisende warm eingepackt mit zum Gepäck in den Schlitten, während der Musher das Gespann lenkt.

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©pixabay.com (CC0 1.0)|onefoxlady

5. Mittelaltercamping

Die Mittelalterszene erfreut sich in Europa immer größerer Beliebtheit. Bei vielen ist die Begeisterung so groß, dass sie nicht nur als Zuschauer die Märkte erleben, sondern auch zum Ambiente beitragen wollen. Auf vielen Veranstaltungen freuen sich die Organisatoren über eine solche Beteiligung und stellen entsprechende Flächen zur Verfügung.

a. „Spielregeln“

Um die Authentizität zu wahren, gelten während eines Mittelalter-Campings gewisse Spielregeln und es wird unterschieden zwischen offenen Schauzelten und geschlossenen Privatzelten. Meist werden diese Regeln rechtzeitig vorher in Schriftform an alle Teilnehmenden ausgegeben. Ein Beispiel für solche Lagerregeln gibt es hier. So müssen moderne Errungenschaften wie Toilettenpapier, Glasflaschen oder ähnliches zu jeder Zeit diskret verstaut werden. Die Zelte sind in der Regel geräumige Wohnzelte, die zum Teil ohne Boden auskommen, dafür aber nach oben hin mehr Platz bieten. Die Zeltplane besteht meist aus imprägnierter Baumwolle. Um größere Verschmutzungen zu vermeiden, sollte auf jeden Fall noch eine Plane am Boden verwendet werden.

Die Verpflegung erfolgt ebenfalls möglichst rustikal. Häufig wird direkt am offenen Feuer gekocht oder mitgebrachtes Essen vorher in historische Behälter umgefüllt. Geschirr und Besteck muss ebenfalls aus Ton oder Holz sein.

b. Möglichst wenig Technik

Wer sich außerhalb des Zeltes bewegt, wird meist dazu angehalten, möglichst authentische Kleidung zu tragen und auf den Gebrauch von Kamera oder Smartphone zu verzichten. Auch auf offenes Rauchen wird in der Regel verzichtet. Anstelle von Taschenlampen werden Laternen genutzt und zum Kochen wird kein Gaskocher aufgestellt, sondern ein Lagerfeuer entzündet, über dem mit einem Kessel oder einem Grill Essen zubereitet wird.

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©pixabay.com (CC0 1.0)|tassilo111

c. Besondere Ausrüstung

Je nachdem, wie intensiv das Hobby betrieben wird, fällt nach einer gewissen Zeit eine Menge an Ausrüstung an; allein das Zelt ist oft recht groß. Entsprechende Kleidung ist bei Mittelalterveranstaltungen für alle Teilnehmer absolutes Muss. Viele Menschen bemühen sich um eine möglichst getreue Darstellung des Mittelalters und verwenden authentische Materialien wie Wolle, Tierfelle, Leder oder Leinen. Wer ein Schauzelt anbietet, bringt häufig noch entsprechendes Werkzeug mit und spinnt beispielsweise Wolle oder schnitzt.

Für mehrere Tage Lagerleben muss nicht nur entsprechende Kleidung mitgebracht werden, sondern auch Möglichkeiten zur Verpflegung wie Kessel, Krüge und ähnliches. Der Reiz einer solchen Unternehmung liegt natürlich insbesondere im Eintauchen in die Atmosphäre des Mittelalters, doch häufig sind solche Veranstaltungen auch sehr gesellig und nach einem langen Markttag sitzen die Schausteller und Mittelalter-Begeisterten häufig noch gemeinsam am Feuer.

6. Fazit

Wer auf Komfort verzichten kann und das Abenteuer sucht, wird an vielerlei Orten fündig. Ob möglichst authentisch mit Mittelalter-Feeling, im Wüstensand oder Schnee, die richtige Vorbereitung ist entscheidend und je nach Art und Umfang der Tour sogar lebenswichtig. In jedem Falle wartet eine einzigartige Erfahrung und die meisten Menschen, die einmal einen solchen Camping-Ausflug gewagt haben, kommen nicht mehr davon los.

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