100 Jahre Haare fönen

Heiße Luft

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100 Jahre Haare fönen

Er verdankt seinen Namen dem warmen Fallwind in den Bergen, ist für Frisurstyling unabkömmlich und feiert sein hundertjähriges Jubiläum: Der Fön. Im Jahr 1908 wurde der Name für den Haartrockner erstmals in Deutschland verwendet und als Warenzeichen eingetragen. Seither hat der Beauty-Helfer einige Metamorphosen durchlaufen: Die Kilo-schweren Ventilatoren haben sich in multifunktionale Kompaktgeräte verwandelt und sind aus dem Badezimmer nicht mehr wegzudenken.

Verkohlte Haare vor 100 Jahren
Eine perfekte Haarpracht nach wenigen Minuten ist heute selbstverständlich, vor hundert Jahren musste die Damenwelt dafür einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Brennscheren wurden noch über dem Feuer erhitzt, bei einem missglückten Styling zierten verkohlte Haare statt glänzenden Locken den Kopf.

Mit 90 Grad direkt auf den Kopf
Um 1900 kam schließlich der erste elektrische Haartrockner von AEG auf den Markt - mit einem 90 Grad heißen Luftschwall wurde damals das Haupt getrocknet. Seinen Namen erhielt das Gerät erst einige Jahre später. Angelehnt ist die Bezeichnung an den trockenen, warmen Fallwind in den Bergen - den Föhn.

Fön gegen Rheuma und Gicht
Benutzt wurden die ersten Geräte nicht nur zum Trocknen der Haare, auch Rheuma oder Gicht wurden mit dem heißen Luft-Strahl behandelt. Neben der hohen Temperatur stellte zu Beginn vor allem das Halten der schweren Geräte eine Herausforderung dar. Stolze 1,8 Kilogramm wog eine der ersten "tragbaren Heißluftduschen" aus dem Jahr 1910. Zum Vergleich: Heute bringen die leichtesten Föns etwa 350 Gramm auf die Waage.

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