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Arne Quinze gestaltet Swarovski-Zentrum

Mann von Babs Becker

© APA/Harald Schneider

Arne Quinze gestaltet Swarovski-Zentrum

Als "experimentelle Verschmelzung von Kaufen und Staunen" eröffnet Swarovski am 2. Dezember ein neues Geschäftslokal in der Wiener Kärntnerstraße. "Wir sind ein globales Unternehmen, das aber immer stark in Wien verwurzelt war", so der Geschäftsführer der d. swarovski tourism services gmbh Andreas Braun heute, Donnerstag, bei einem Pressegespräch. 15 Millionen Euro investiert der Konzern in die Dependance in der Hauptstadt, Installationen innerhalb von "Swarovski Wien" gestaltet der belgische Künstler Arne Quinze. "Kristalle sind wie Bücher - man reist in ihnen, man taucht in sie ein", so Quinze, dessen Arbeit sich an der Schnittstelle von Skulptur, Design und Architektur bewegt.

Den Rahmen für Quinzes Gestaltung geben vier Glaswürfel vor, die die Außenfassade als Erker durchdringen und in den Straßenraum vorgreifen. Darin platziert er seine "Stilthouses with Crystal", die sich "an der Art wie die Menschen heute wohnen", orientieren, so der Künstler. Seine bei zahlreichen Reisen gewonnen Eindrücke sowohl durch die Metropolen der Welt sowie durch einfache Lebensweisen speziell in Asien hätten ihn zu diesen "Häusern der Zukunft" inspiriert. Im Eingangsbereich des neuen Swarovski-Zentrums präsentiert Quinze außerdem eine "Crystal City". "Ich denke es wird eine sehr sinnliche erste Konfrontation der Besucher mit dem Kristall", erwartete Braun auch von der spektakulären kristallenen "Honigwabenfassade", die das Lokal auch nach Außen hin zum Leuchten bringt. Anders als in den umfangreichen "Kristallwelten" im Tiroler Hauptquartier Wattens sucht man hier "auf eher engem Raum einen effektiven Weg der Kommunikation".

Mit Arne Quinze, der in den vergangenen Wochen vor allem durch seine Hochzeit mit Barbara Becker die Society-Seiten dominierte, hat sich Swarovski eine schillernde Figur für ihre Kristallgestaltung gesucht. Seine künstlerische Karriere startete der mit einer einen Quadratmeter großen Tätowierung - "sie ist noch nicht fertig" - gezierte Künstler mit Straßenkunst und Graffiti, gründete dann das Design-Label "Quinze & Milan" und wurde mit bunten Möbel-Kunststoffdesigns bekannt. Statt Möbeldesign konzentrierte er sich in den vergangenen Jahren allerdings auf aufsehenerregende Installationen aus Holz und Kunststoff auf öffentlichen Plätzen. Mit Swarovski und dem "Rohstoff Kristall" arbeitet Quinze bereits seit einigen Jahren. "Wir respektieren die Freiheit der Arbeit des anderen", so Quinze, für den "die Freiheit den einzigen wahren Luxus" darstellt.

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