21. September 2010 08:33

Autofreier Tag 

Picknickstimmung am Wiener Burgring

Neun Stunden lang bleibt die Hauptverkehrsader für Autofahrer gesperrt.

Picknickstimmung am Wiener Burgring

Picknickstimmung auf der Wiener Ringstraße: Am heutigen "Autofreien Tag" hat sich der Asphalt der Wiener Ringstraße zwischen Babenbergerstraße und Burgtor zum grünen Rasen verwandelt, neun Stunden lang blieb die innerstädtische Hauptverkehrsader gesperrt. Größere Staus blieben am frühen Nachmittag vorerst aus. Fahrzeugkolonnen bildeten sich zwischen Operngasse und Johannesgasse. Österreichweit haben sich 435 Gemeinden an Aktionen rund um den "Autofreien Tag" beteiligt.

Rollrasen
Rollrasen wurde auch in einigen Stadtteilen Salzburgs ausgelegt. Vier Tage lang war ein Teil Reuttes in Tirol autofrei. In Wien, Graz, Linz, St. Pölten, Eisenstadt, Wels, Steyr und Feldkirch traten Fahrräder, Öffis und Autos zu einem Vergleichstest an. Das Fahrrad setzte sich dabei auf Kurzstrecken als das schnellste Verkehrsmittel durch.

Verkehrsministerin Doris Bures (S) kündigte in einer Aussendung an, Alternativen zum Auto forcieren zu wollen. Sie sieht die Zukunft der Mobilität vor allem im intermodalen Verkehr: "Wenn ich in St. Pölten mit dem eBike zum Bahnhof fahre, dort in den Zug steige und nach dem Westbahnausbau in nur 25 Minuten in Wien bin und danach mit der U-Bahn ins Büro fahre, dann ist das nicht nur schneller als mit dem Auto, sondern auch wesentlich umweltfreundlicher." Das Verkehrsministerium investiere so viel wie noch nie in die Bahninfrastruktur, fördere die Entwicklung für umweltschonend betriebene Fahrzeuge und unternehme große Anstrengungen, um das Verkehrssystem generell zu verbessern, hieß es.

Vorbild
Der Grüne Parlamentsklub ist am heutigen "Autofreien Tag" mit gutem Beispiel voran "geradelt". Klubchefin Eva Glawischnig und ihre Abgeordneten sind mit Fahrrädern Richtung Arbeitsplatz gestrampelt. Die Wiener Grünen forderten, dass der Ring auch künftig zwischen Burg- und Schottentor nur mehr für die Öffis offenstehen solle. "Die Sperre der Ringstraße für den Autoverkehr während der EURO 2008 hat gezeigt, dass eine autofreie Ringstraße zu keinen nennenswerten Verkehrsproblemen führt", sagte die Wiener Klubobfrau Maria Vassilakou.

Autor: bak

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2 Postings
obergscheit meint am 22.09.2010 13:17:39 ANTWORTEN >
Leute die um diese Zeit genug Zeit haben am Ring herumzulungern, können sicher auf das Auto verzichten. Gott sei Dank gibt es aber auch noch eine arbeitende Bevölkerung, welche sich diese dauernde Bevormundung und Miesmacherei leider anhören muss.
Andy323 meint am 22.09.2010 10:40:08 ANTWORTEN >
Sehr intelligent!! Den Stau den sie damit produzieren verursacht mehr Dreck als der autofreie Tag bringt. Sollen sich auf die Donauinsel hocken, da ist Platz genug!
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