Der Look von Königin Silvia

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Der Look von Königin Silvia

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Zu jedem offiziellen Anlass wahrhaft königlich gekleidet – so präsentiert sich Schwedens Königin Silvia dieser Tage auch in Wien. Und auch wenn sie mit extravaganten Kopfbedeckungen, edler Kleid-Mantel-Kombination, schlichtem Schmuck oder gar großer Robe ihr Land rein äußerlich mehr als würdig repräsentiert, geht es ihr selbst vor allem um die inneren Werte. Um Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.

Sozial engagiert
Und so nützt sie auch ihren Wien-Besuch, um auf das Engagement des von ihr gegründeten Kinderhilfswerks World Childhood Foundation aufmerksam zu machen. Dieses kümmert sich um benachteiligte Kinder, die kaum Chancen auf ein geregeltes Leben haben. Alle Kinder hätten das Recht „aufzuwachsen und sich sozial und intellektuell zu entwickeln“, verkündete die schwedische Königin Silvia anlässlich einer Rede gestern im MuseumsQuartier ihr erklärtes Ziel.

Und dieses Kinderhilfswerk ist nur eines von mehr als 60 Projekten, für die sich die 63-Jährige einsetzt. „Es schnürt einem das Herz ab, wenn man erfährt, dass ein Kind einen Hund um seine Hütte beneidet, weil dieser ein Dach über dem Kopf hat. Das ist fast unerträglich“, begründet die dreifache Mutter ihr enormes soziales Engagement. Und Ehemann Carl Gustaf sagt stolz über seine Frau: „Sie ist umsichtig und weise, eine sanftmütige und großherzige Frau, deren oberstes Gebot stets der Schutz der Familie ist.“

Liebling der Schweden
Doch nicht nur deshalb gilt Königin Silvia als eine der populärsten Monarchinnen. Als die damalige deutsche Olympia-Chefhostess Silvia Sommerlath den zweieinhalb Jahre jüngeren Carl Gustaf als Kronprinz 1972 bei den Olympischen Spielen in München kennen und lieben lernte, stand es um den Ruf der schwedischen Monarchie alles andere als gut. Mit der Hochzeit 1976 änderte sich das jedoch. Frühere kräftige Forderungen nach Abschaffung des Königshauses sind so gut wie verstummt, und das liegt nach einhelliger Meinung aller Hofexperten vor allem an Silvia. „Sie hat das ganze schwedische Volk verführt!“, meint etwa Historiker Herman Lindqvist.

Die Deutsche auf dem skandinavischen Thron beurteilt die Aufgabe neun Millionen Bürgern zu gefallen, jedoch nicht immer als einfach. „Es bedarf großer Selbstdisziplin, die Hoffnungen und Erwartungen aller zu erfüllen“, erklärte sie in einem früheren Interview.

Auch mit dem Verzicht auf Privatsphäre muss sie zurecht kommen. So erzählt Silvia, dass sie stets auf der Hut ist, wenn sie offiziell auftritt. Man werde sie etwa in der Öffentlichkeit nie weinen sehen, obwohl sie durchaus dazu neige: „Natürlich weine ich auch, ich bin ja nur ein Mensch. Aber solche Bilder werden dann von den Zeitungen in einem Artikel darüber benutzt, dass der König sich angeblich von mir scheiden lassen will.“

Langes Eheglück
Dabei konnte das Königspaar letztes Jahr schon 30-jähriges Jubiläum feiern. Ein wichtiger Tag für Silvia: „Dafür hat man ja wirklich gekämpft!“ Ihr königliches Rezept für dauerhaftes Eheglück nach dem „Klick“ und der Liebe auf den ersten Blick: „Es muss dauernd Klick machen.“ Na dann hoffen wir, dass irgendwo zwischen den weiteren Wien-Stationen Hotel Imperial, Schloss Esterhazy und dem Neusiedler See sich Gelegenheit für ein „Klick“ bietet.

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