Erzeugnisse aus Österreich: Diese heimischen Produkte sind weltweit bekannt

Exportschlager

Erzeugnisse aus Österreich: Diese heimischen Produkte sind weltweit bekannt

Wiener Schnitzel und schneebedeckte Berge – Das sind wohl die ersten Dinge, die als Antwort fallen, wenn anderswo auf der Welt gefragt wird, was mit unserem Land verbunden wird. Dabei gibt es noch viel mehr Produkte österreichischer Herkunft, die rund um den Globus bekannt sind. Eine kleine Reise durch die Welt unserer besonderen Erzeugnisse spiegelt die Vielfalt unserer Kultur wider und zeigt, dass wir weitaus mehr können als Sachertorte backen und Kommissar Rex schauen.

Heimische Spezialitäten – Weltweit bekannt

Vor allem was die Kulinarik anbelangt kann Österreich mit vielen verschiedenen Produkten punkten. Das Kaffeetrinken wird hierzulande zelebriert und ist oft von kleinen Leckereien und Köstlichkeiten begleitet. Wer als Tourist hierherkommt, muss einmal die Kaffeehauskultur selbst erfahren. Hinzu kommt, dass ein großer Teil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse in Bioqualität hergestellt wird. Über 20 Prozent unserer Agrarflächen zählen zur Bio-Landwirtschaft.

Auch damit liegt unser kleines Land in Europa weit vorne und die Produkte sind weltweit begehrt. Die gesamte Exportwirtschaft hat in den letzten zehn Jahren von rund 105 Milliarden Euro auf etwa 135 Milliarden Euro kräftig zugelegt.

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Exportweltkarte Österreichs
(Hintergrundbild: pixabay, ©OpenClipart-Vectors, CC0 Public Domain)

Süße Versuchung: Mozartkugeln

1890 wurde diese berühmte Praline von einem Salzburger Konditor zum ersten Mal gefertigt. Als Hommage an den ebenfalls weltweit bekannten Komponisten hat er sie mit dem Namen Mozart-Bonbon betitelt. Erst später wurden sie als Mozartkugel überall bekannt. Bis heute werden von verschiedenen traditionsreichen Häusern die leckeren Schoko-Nougat Kugeln von Hand gefertigt. Das Original stammt dabei wie vor fast 120 Jahren von der Konditorei Fürst.

Bei der Herstellung wird ein Stück feines Pistazien-Marzipan mit Nougatmasse umgeben und zu einer Kugel geformt. Diese bekommt einen Überzug aus dunkler Kuvertüre. Industriell hergestellte Mozartkugeln sind mit einer platten Seite versehen, auf der sie über die Laufbänder transportiert werden. Zu den bekanntesten Herstellern zählen folgende Unternehmen:

  • Konditorei Fürst, Salzburg: „Original Salzburger Mozartkugel“ (Auszeichnungen u.a. beim 2. Internationalen Trüffelwettbewerb 2005, Magazin „Der Feinschmecker“ 2006)
  • Konditorei Schatz, Salzburg: „Schatz-Mozartkugel“
  • Confiserie Josef Holzermayr, Salzburg: „Echte Salzburger Mozartkugel“
  • Café Habakuk, Salzburg: „Salzburgs beste Mozartkugel“
  • Konditorei Dallmann, St. Gilgen: „Handgedrehte Mozartkugeln“
  • Mirabell, Grödig (industrielle Herstellung): „Echte Salzburger Mozartkugeln“

Da der Erfinder es damals versäumte, seine Kreation patentieren zu lassen, sind bis heute zahlreiche „Plagiate“ auf dem Markt erhältlich. Ein Streit, der mit einem deutschen Hersteller sogar die politische Ebene erreichte, wurde inzwischen beigelegt. Und der wahre Feinschmecker wird am Original aus der Konditorei Fürst nicht vorbeikommen. Die verschiedenen Auszeichnungen sprechen eine eindeutige Sprache.

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Das Original wird heute immer noch in der Konditorei Fürst in Salzburg von Hand hergestellt, wo 1890 die Mozartkugel „erfunden“ wurde.
(Bild: pixabay, ©Hans, CC0 Public Domain)

Edler Tropfen: Grüner Veltliner

Wenn es um edle Weine geht, sind Österreichs Berghänge nicht gerade an zentraler Stelle auf den Landkarten mit den wichtigsten Anbaugebieten Europas zu finden. Dabei wird hierzulande auf rund 45.000 Hektar Wein angebau, und zwar überwiegend weiße Rebsorten. 2,5 Millionen Hektoliter des köstlichen Traubenelixiers sind jährlich das Ergebnis von etwa 20.000 Winzerbetrieben. Dies sind die bedeutendsten Gebiete in Österreich:

  • Niederösterreich (ca. 27.000 Hektar)
  • Burgenland (ca. 14.000 Hektar)
  • Steiermark (ca. 4.000 Hektar)

Einige Regionen davon sind seit ein paar Jahren mit dem Gütesiegel DAC („Districtus Austriae Controllatus“) ausgezeichnet. Besondere Weine, die typisch für die Gegend sind und eine gewisse Qualität aufweisen, dürfen dann mit einem entsprechenden Siegel gekennzeichnet werden.

Grüner Veltliner und Welschriesling sind die beiden am häufigsten zu findenden Rebsorten in Österreich. Vor allem ersterer ist auch im Ausland bekannt und gilt unter Kennern mit seinem feinen Aroma als Spezialität. Der Grüne Veltliner wird manchmal auch als unsere Nationalsorte bezeichnet. Kein Wunder, denn die Rebe wird auf beinahe der Hälfte aller Anbaugebiete hierzulande kultiviert.

Wegen des intensiven aber frischen Geschmacks wird dieser Wein hin und wieder mit einem guten Chardonnay verglichen. Auch Sekt lässt sich aus der Traube keltern. „Er ist ein zeitloser Klassiker, der ausharrte, als die Moden der Zeit über ihn hinwegzogen“ – so beschrieb Gregory Dal Piaz, von der amerikanischen Internet-Weinplattform „Snooth“ den edlen Tropfen aus Österreich.       

Landwirtschaftliches Kulturgut: Steirisches Kernöl

Ein besonders gesundes und gleichzeitig köstliches Elixier kommt aus der Steiermark. Die gerösteten Samen von Kürbissen liefern ein hochwertiges Pflanzenöl, das reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen ist. Das Produkt ist geografisch geschützt. Nur tatsächlich in der Region hergestelltes Öl darf den Zusatz „g.g.A.“ (geschützte geografische Angabe) tragen.

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Das Gold der Steiermark - Kürbiskernöl - ist wegen seines intensiven Geschmacks un den gesunden Inhaltsstoffen überall beliebt.
(Bild: Fotolia, ©Herby (Herbert) Me)

Die Ölgewinnung aus dem heimischen Ölkürbis geht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als sich nach und nach der Anbau des besonders geeigneten Kürbisses durchsetzte. An dem Öl wird neben seinen gesunden Inhaltsstoffen vor allem auch der intensive Geschmack geschätzt. Er macht das Produkt nicht nur zu einer schlichten Zutat, sondern erhebt es in die Riege der Feinschmeckergewürze. Wenige Tropfen davon genügen um einer Speise einen ganz eigenen Geschmack zu verleihen. Die heimische Küche kennt dazu Rezepte um Topfen, Käse oder Rührei zu verfeinern. Aber auch Salate oder Fleischgerichte werden damit aromatisiert.

Neben der Verwendung in der Küche wird das Steirische Kernöl zudem in der Kosmetik oder der Medizin angewendet. Die zahllosen Inhaltsstoffe, welche durch die Kaltpressung erhalten bleiben, können bei den verschiedensten gesundheitlichen Beschwerden Linderung verschaffen.

Clevere Marketingstrategie: Red Bull

Ein besonderes Österreichisches Unternehmen ist innerhalb der letzten Jahre zu einem erfolgreichen internationalen Konzern gewachsen. Nicht zuletzt das durchdachte Marketing ist für die positive Entwicklung verantwortlich.

Der Energy-Drink der Flügel verleihen soll, ist auf fast keinem europäischen oder internationalen Sportevent mehr wegzudenken. Vom Unternehmen mit dem Firmensitz in Fuschl am See werden unter anderem verschiedene Sportclubs, aber auch einzelne Athleten gefördert, unterstützt und markenwirksam in Szene gesetzt. Zudem organisiert der Konzern auch immer wieder eigene Sportveranstaltungen, die oft von spektakulären Leistungen gekrönt sind. Nicht selten spielen neue Weltrekorde und andere Höchstleistungen dabei die zentrale Rolle:

  • Weltmeisterschaft im Wingsuit-Fliegen
  • Freestyle-Motocross Wettbewerbe
  • Red Bull Air Race World Championship (Luftrennen für einmotorige Propellermaschinen)
  • Red Bull Crashed Ice (Abfahrt mit Schlittschuhen auf einer künstlichen Eispiste) 

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Verschiedene Wettbewerbe für Extremsportler werden von dem internationalen Konzern Red Bull zur Steigerung der Bekanntheit der Marke ausgetragen.
(Bild: Fotolia, ©sindred)

Vor allem im Bereich Fußball und Eishockey tritt das Unternehmen als Sponsor von verschiedenen Vereinen auf (FC Red Bull Salzburg, EC Red Bull Salzburg, RB Leipzig, EHC Red Bull München, New York Red Bulls, Red Bull Ghana, Red Bull Brasil).

Mit einem milliardenschweren Marketingbudget wird die Bekanntheit des Unternehmens und seiner Produkte jedes Jahr aufs Neue angekurbelt. Mit Erfolg: 2016 wurden laut Angaben der Firma rund sechs Milliarden Dosen des Energy-Drinks verkauft und ein Umsatz von über sechs Milliarden Euro erzielt. Das Getränk ist inzwischen in mehr als 170 Länder der Erde erhältlich.

Lediglich in Österreich hat das Unternehmen inzwischen mit Konkurrenzprodukten aus dem eigenen Land zu kämpfen. Die günstigen Eigenmarken der Handelsketten setzen auf dem heimischen Markt inzwischen mehr Energy-Drinks um wie Red Bull.    

Edle Waren aus österreichischer Produktion

Neben den kulinarischen Spezialitäten haben auch verschiedene Produkte aus der Österreichischen Glastradition ihre Spuren in die Welt hinausgetragen. Kristallwaren – als Gebrauchsglas für die Tischkultur oder in Form von dekorativen Steinelemente aus dem Hause Swarovski – zeugen von Qualität und einer langen Geschichte der Glasherstellung. 

Nicht nur auf den internationalen Laufstegen zuhause: Swarovskis Glitzersteine

Das Familienunternehmen Swarovski wurde bereits 1895 vom damaligen Glasschleifer Daniel Swarovski gegründet. Heute genießt das österreichische Kristallimperium einen internationalen Ruf. Als alternative Schmucksteine anstelle von Edelsteinen wuchs im 19. Jahrhundert die Nachfrage nach den hochwertig geschliffenen Glassteinen rasant an.

Ein innovativer Schleifapparat, der von Swarovski zum Patent angemeldet wurde sorgte dafür, eine größere Menge der Schmucksteine fertigen zu können. Aufgrund des hohen Energiebedarfs für die Kristallschleiferei wurde sich für die Ansiedlung des Firmensitzes in Wattens in den Österreichischen Alpen entschieden. Ein kurz darauf errichtetes Wasserkraftwerk sicherte die Versorgung mit Energie. Die Gemeinde gehört inzwischen zu den reichsten im Land.

Verschiedene Unternehmensgruppen gehören heute zu Swarovski:

  • D. Swarovski: Produktion von Kristallschmucksteinen und -skulpturen aus geschliffenem Glas sowie von synthetischen Edelsteinen. 
  • Swarovski Optik: Herstellung optischer Präzisionsgeräte wie Ferngläser oder Teleskopen.
  • Tyrolit: Produktion von gebundenen Schleifmitteln für verschiedene Anwendungen (Schleif-, Abricht, Trenn- und Polierwerkzeuge).

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Ein Imperium aus Glas hat sich das Familienunternehmen Swarovski aufgebaut. Weltweit sind die geschliffenen Kristallsteine bekannt und begehrt.
(Bild: Fotolia, ©Nneirda)

Im Ausland sind vor allem die glitzernden Schmucksteine bekannt, die sowohl in der Modeindustrie, als auch für verschiedene Beleuchtungsobjekte eingesetzt werden. Auch hier sorgt ein ausgefeiltes Marketingkonzept dafür, dass die Figuren und besonderen Steine weltweit immer mehr Anhänger finden. Hinter Red Bull gehört die Swarovski Unternehmensgruppe heute zu den Top 10 Markenunternehmen in Österreich.

Erlesene Glaskultur: Lobmeyr und Riedel Glas

Auch im Bereich der gläsernen Tischkultur mischen zwei heimische Unternehmen auf dem Weltmarkt mit. Dabei ist die Österreichische Glastradition eng mit dem Nachbarland Tschechien verbunden. In den waldreichen Gegenden dort herrschen perfekte Bedingungen für die energieintensive Produktion von Glaswaren. Die Unternehmen Lobmeyr und die Firma Riedel prägten die Entwicklung der Glasherstellung in der Böhmischen Region nachhaltig und machten die Glaswaren zu gefragten Produkten in aller Welt.

Josef Lobmeyr hat sein Unternehmen 1823 in Wien gegründet und stieg bald zum kaiserlich‑königlichen Hoflieferanten auf. Seine beiden Söhne führten die Firma weiter und sorgten durch die Zusammenarbeit mit Künstlern und Gestaltern der Wiener Werkstätten für frischen Wind auf den Tafeln jener Zeit.

1883 wurde zusammen mit Thomas Alva Edison der erste elektrische Kristallluster entwickelt. Auch in diesem Geschäftsbereich ist das Unternehmen bis heute bekannt. Viele der traditionellen und innovativen Stücke sind in der permanenten Glassammlung des Museums für angewandte Künste in Wien (MAK) zu sehen.

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Edle Glaswaren für die gehobene Tischkultur stammen nicht selten von Österreichischen Marken wie Lobmeyr oder Riedel.
(Bild: Fotolia, © rdnzl)

Johann Christoph Riedel begann bereits im 17. Jahrhundert, Böhmisches Kristall in die Welt zu exportieren. Sein Sohn Johann Carl Riedel übernahm Mitte des 17. Jahrhunderts die Leitung der Glashütte im Böhmischen Neuwiese. Auch die nächsten Generationen waren im Glasgewerbe tätig und in den familieneigenen Manufakturen wurde vor allem Hohlglas für Gefäße oder Flakons gefertigt.

Walter Riedel – Sohn aus der achten Generation – siedelte schließlich nach dem Krieg ins Österreichische Kufstein über. Mit Hilfe der befreundeten Swarovskis gelang ein Neustart mit einer eigenen Produktion im Lande. Heute sind aus dem Familienunternehmen überwiegend hochwertige Weingläser und Dekanter bekannt. Die Produkte werden immer wieder ausgezeichnet, vor allem wegen ihrer Formgebung, welche die Aromen der edlen Tropfen besonders zur Geltung bringen sollen.

Über die frühe Glasproduktion verschiedener Hütten in Österreich informiert ein eigens angelegter Themenweg bei Weißenkirchen im Salzkammergut. An mehreren waldreichen Standorten in Österreich hatten sich bereits im 16. Und 17. Jahrhundert Glashütten angesiedelt. Das Dorf Freudenthal, welches durch die frühere Produktionsstätte vor Ort eine Blütezeit erlebte, wurde zu einem Schaudorf umfunktioniert.

Traditionelle Handwerkskunst für internationale Kunden

Das traditionelle Handwerk war neben der Landwirtschaft lange Zeit für viele die einzige alternative Arbeitsmöglichkeit. Die Kunstfertigkeit der Österreicher spiegelt sich in verschiedenen Produkten besonders wider. So sind auch Musikinstrumente und Keramikprodukte aus heimischen Werkstätten über die Grenzen hinaus bekannt geworden.

Klaviere und Flügel aus Österreich: Bösendorfer

Ignatz Bösendorfer, Sohn eines Tischlers gründete 1828 in Wien eine Klavierfabrik unter seinem Familiennamen. Er hatte unter anderem eine Ausbildung als Klaviermacher bei Joseph Brodmann, der wiederum bereits Instrumente für Ludwig van Beethoven und Carl Maria von Weber gebaut hatte.

Bösendorfer wurde durch seine hochwertigen Instrumente schnell zum Hof-Klavierbauer des Österreichischen Kaisers. Bald danach folgten auch die ersten Aufträge für ausländische Kunden. Die Brillanz und technische Ausgereiftheit der Klaviere machte den guten Ruf damals wie heute aus. Der im Jahr 1900 gebaute Imperial-Flügel beispielsweise ist bis heute das einzige Klavier mit einem Tonumfang von acht Oktaven und 97 Tasten. Auch andere Modelle weisen mehr Tasten auf als die herkömmlichen 88. Verschiedene Musikstücke können bis heute nur auf diesen Instrumenten gespielt werden.

Trotz um einiges geringerer Verkaufszahlen gehört die Österreichische Klaviermanufaktur noch heute zu den weltweit wichtigsten Herstellern hochwertiger Instrumente, etwa neben Steinway & Sons. Bis im Jahr 2013 wurden seit der Firmengründung rund 50.000 Klaviere und Flügel hergestellt.

Als Besonderheit gilt der besondere Klang, der vor allem durch die spezielle Bauweise erzielt

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Eine spezielle Bauweise macht den besonderen Klang der Bösendorfer Klaviere und Pianos aus. Seit dem frühen 18. Jahrhundert werden die Instrumente in Österreich gefertigt und sind in Konzertsälen der ganzen Welt zu finden.
(Bild: Fotolia, ©mnimage)

wird. Das gesamte Gehäuse des Instruments trägt hier zur Ausbildung der Tonfarbe bei.

Seit 1492 auf dem Markt: Gmundner Keramik

Im Salzkammergut in Gmunden findet sich noch ein weiteres erfolgreiches Unternehmen: die Gmundner Keramik Manufaktur für Kunst- und Gebrauchskeramik. Bereits seit dem 15. Jahrhundert wurde an diesem Ort Keramik hergestellt. Für das erfolgreiche Unternehmen geht das Konzept mit einer Mischung aus traditioneller Handarbeit und hoher Qualität auf.

In ganz besonderer Weise spiegeln die Produkte den Charakter der Region wider. Traditionelle Muster, Formen und Farben waren seit jeher von der lokalen Natur inspiriert. Eines der ältesten Dekore mit dem Namen „Grüngeflammt“ wurde im 17. Jahrhundert entwickelt. Es ist bis heute aktuell und wird immer noch gefertigt.

Die Region entwickelte sich zu einer Hochburg der Keramikherstellung. Neben der Produktion von Geschirr und Kunstobjekten siedelten sich auch Manufakturen für Fliesen und Kachelöfen an. Später entwickelte sich in Gmunden auch eine Künstlerkolonie. Kreative aus anderen Gegenden fühlten sich von der Atmosphäre und den Arbeitsmöglichkeiten dort angezogen.

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Die Landschaft rund um den Traunsee bei Gmunden hat viele Künstler zu den charakteristischen Dekoren der bekannten Keramikmarke inspiriert.
(Bild: pixabay, ©tpsdave, CC0 Public Domain)

Heute beschäftigt die Manufaktur rund 120 Mitarbeiter und ist der einzige Betrieb in Österreich, der auch laufend neue Keramikmaler ausbildet.  

Hierzulande sind die traditionellen Geschirre der Gmundner Keramik weit verbreitet. Sie können beinahe schon als österreichisches Kulturgut bezeichnet werden. Daneben spielt jedoch auch der Export eine große Rolle. Rund ein Viertel der Produktion wandert auf Tische und Tafeln im Ausland. Deutschland ist dabei der größte Exportmarkt. Auch in Japan, den USA und vielen weiteren europäischen Ländern ist die Keramik zu finden. 

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