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Mit dem Sommer kommt die Gelsenplage

Hausgelsen-Alarm

Mit dem Sommer kommt die Gelsenplage

Pünktlich zum Sommerbeginn machen sich verstärkt die Plagegeister aus der Gruppe der Stechmücken bemerkbar. Im Gegensatz zu einigen heftigen Invasionen der vergangenen Jahre habe man m Augenblick nicht mit den gefürchteten Überschwemmungsgelsen, sondern mit den Hausgelsen zu tun, berichtete Gelsenexperte Berhard Seidel. Hauptursache dafür ist die Witterung der vergangenen Monate.  Hausgelsen bevorzugen, wie der Name schon sagt, Siedlungsgebiete. In Kellern, Dachböden oder Scheunen überwintern einzelne Weibchen, sobald die Temperaturen im Frühling ansprechend sind, beginnen die Tiere mit dem Fortpflanzungsgeschäft, wobei die Zahl der Tiere von Generation zu Generation zunimmt.

Was tun gegen Gelsen? Die besten Tipps!

Frühe Plage
"Heuer ist es durch die warme Witterung sehr früh losgegangen, die Entwicklung ist etwa zwei Generationen weiter als in durchschnittlichen Jahren", erklärte Seidel. Nicht zuletzt durch die immer wieder auftretenden Niederschläge finden die Mückenweibchen geeignete Pfützen oder sonstige Wasseransammlungen, um ihre Eier abzulegen. Nach einigen Tagen bis spätestens zwei bis drei Wochen im Wasser ist der Nachwuchs bereit auszufliegen und seinerseits mit dem Brutgeschäft zu beginnen.

Durch diese Art der Fortpflanzung erreichen die Bestände der Hausgelsen meist erst in der fortgeschrittenen Sommersaison ihren Höhepunkt. Die sogenannten Überschwemmungsgelsen lauern dagegen als Eier in den Hochwassergebieten auf ihre Chance, sprich im Wasser. Tritt Hochwasser auf, schlüpfen Myriaden auf einmal, die anschließende Stechmückenplage ist vergleichsweise kurz, kann aber heftig ausfallen.

Nachdem im Augenblick die Hausgelsen dominieren, erwartet Seidel für das bevorstehende Donauinselfest und ähnliche Freiluftveranstaltungen keine extremen Belästigungen für die Besucher. Das Mückenaufkommen dürfte dabei nicht wesentlich größer sein als bei einem Aufenthalt im Freien in der Stadt.

Kein Wasser stehen lassen
Das Problem Hausgelsen ist bis zu einem gewissen Grad selbst gemacht. Unachtsam stehen gelassene Gießkannen oder ständig gefüllte Regentonnen werden zur Brutstätte der Plagegeister im eigenen Garten. Von vielfach propagierten Einsatz von High-Tech-Präparaten zur Bekämpfung hält Seidel wenig, zumal diese Mittel verhältnismäßig teuer sind. Im Falle der Regentonnen reiche es aus, die Behälter immer wieder einmal zu leeren und damit gleichzeitig den Blumen und Pflanzen Gutes zu tun.

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