Sonderthema:
Hoher Blutdruck erhöht Krebsrisiko

Studie zeigt

Hoher Blutdruck erhöht Krebsrisiko

Schlechte Nachricht für Hypertoniker: Mit einem höheren Blutdruck geht auch ein höheres Risiko für Krebs einher. Dadurch erhöht sich auch die Sterblichkeit, hieß es beim Europäischen Krebskongress (EMCC, 23. bis 27. September) in Stockholm. An der Studie nahmen auch Innsbrucker Wissenschafter teil.

Hoher Blutdruck: Das hilft dagegen

Krebshäufigkeit

Mieke Van Hemelriejck führte eine Studie mit 289.000 Männern und 288.000 Frauen durch. Dazu herangezogen wurden die Daten über den "mittleren Blutdruck", bei dem man den systolischen und den diastolischen Wert zusammenzählt und dann halbiert. Die in die Studie aufgenommenen Personen wurden zwölf Jahre lang auf die Krebshäufigkeit und die Sterblichkeit überwacht. In sie flossen auch die Informationen von der Abteilung für Medizinische Statistik der MedUni Innsbruck ein. Ab dem Zeitraum von einem Jahr nach Beginn der Studie erkrankten 22.184 Männer und 14.744 Frauen an Krebs. 8.724 Männer und 4.525 Frauen erlagen einer bösartigen Erkrankung.

Männer gefährdet
Bei Männern erhöhte sich die Krebshäufigkeit zwischen der Gruppe der Probanden mit dem geringsten Blutdruckwerten (die untersten 20 Prozent) und den Testpersonen mit den obersten Werten um 29 Prozent. Das wirkte sich bei Dickdarm- und Enddarmkrebs, bei Karzinomen der Mundhöhle, der Lunge, der Blase, der Nieren, beim Melanom und bei "Weißem Hautkrebs". Bei den Frauen waren die Unterschiede in der Krebshäufigkeit statistisch nicht relevant, aber es wurde ein Trend zu mehr Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Gebärmutterhalskarzinomen und Melanomen registriert.

Erhöhte Sterblichkeit
Bei beiden Geschlechtern aber erhöhte sich die Krebssterblichkeit signifikant: Bei den Männern mit den höchsten Blutdruckwerten um 49 Prozent gegenüber jenen mit den niedrigsten, bei den Frauen um bis zu 24 Prozent. So stieg die Krebsmortalität unter den Männern von fünf Prozent (niedrigste Blutdruckwerte) auf bis zu acht, bei den Frauen bloß von vier auf fünf Prozent (Unterschiede wieder zwischen den "besten" und den bezüglich der Hypertonie "schlechtesten" Werten).
 

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