Kunst und Kreativität in Kleidung gegossen

Modeklasse

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Kunst und Kreativität in Kleidung gegossen

Futuristische Konstrukte kombiniert mit traditionellen Elementen, Neon, Silber und Ballonröcken: 40 Jungdesigner der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst Wien haben bei ihrer Präsentation am Donnerstagabend im Wiener MAK fantasieloser Massenkleidung getrotzt. Die Kreativen haben in einjähriger Vorbereitung Plastik, Papier, Kunst und kreativen Geist in Kleidung gegossen - und das durchwegs auch alltagstauglich.

"Save The Planet"
Mit Fingerübungen in Form von experimentellen Kleidern mit surrealistischen Ärmelaufbauten zum Thema "Save The Planet" eröffnete der erste Jahrgang der Modeklasse: viel Metall, ballonförmige Silhouetten, aber dennoch klassisch schlichte Schnitte. Mit traditionellen Elementen, Folklore und starkem europäischen Einfluss präsentierte der zweite Jahrgang Traditionelles mit modischem Aufputz.

Tragbares mit Sex-Appeal
Flotte Modelle, flott präsentiert: Jungdesigner Bernhard Gruber überraschte mit viel Tragbaren für den Mann. Kollegin Kerstin Pratter vereinte Kunst mit viel Weiblichkeit: Ihre Modelle kombinierten sportliche Eleganz mit Sex-Appeal. Einen Mix aus Materialen wie Wolle, Seide, Tüll zeigte die sinnlich verspielte Kollektion von Takahiro Inomoto in zarten Pastellfarben.

Preis für Ali Zedtwitz
Der mit 3.000 Euro dotierte Rondo-Swarovski-Modepreis wurde an die Diplomandin Ali Zedtwitz verliehen. Ihre Kollektion zeigte gerade, teils atypische Formen, klassische aber sehr weibliche Schnitte kombiniert mit Accessoires wie eckigen Taschen und schier untragbaren Schuhen, die die Models über den Catwalk staksen ließen.

Preis für Tanja Bradaric
Der Indie Magazine Award ging ebenfalls an eine Diplomandin: Tanja Bradaric. Mit sehr naturverbunden Pastellfarben, die sich durch ihre ganze Kollektion ziehen, zeigte sie eine Kombination aus Kunst und Weiblichkeit, viel Seide und sexy geschnittene Kleider.

Tolle Frisuren
Sie bekamen zwar keinen Preis, aber ebenfalls sehr überzeugend präsentierten sich die Modelle von Andrea Kollar und Manuela Baumgartner. Kollars ungewöhnliche Vereinigung von Feder und Seide oder Leder und schillernden Stoffen auf einem Modell ließen einen Hauch von Haute Couture aufkommen. Baumgartner hüllte ihre Modells in dunkle weite Stoffe, Hingucker waren nicht zuletzt die tollen Frisuren, die sie perfekt auf die Outfits abstimmte.

"8 festival for fashion & photography"
Bereits zum achten Mal zeigte die Universität für angewandte Kunst Wien mit der Show das handwerklich-kreative Geschick der Modeklasse. 40 Studierende von Gastprofessorin Veronique Branquinho präsentierten rund 250 Entwürfe in einer gut 90-minütigen Fashionshow. Die Arbeiten wurden von einer internationalen Jury bewertet. Die Modeschau bildete den Abschluss des zehntägigen Festivals "8 festival for fashion & photography".

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