Kutoglu - Der Schneider der Ministerin

Claudia Schmied

© Udo Schreiber

Kutoglu - Der Schneider der Ministerin

Längst hat es sich herumgesprochen, wofür Top-Designer Atil Kutoglu steht: Kunstvolle Roben für besondere Anlässe – adäquat für jeden Frauentyp. So schwört nicht nur Hollywood-Star Catherine Zeta-Jones auf die Couture des Designers mit türkischen Wurzeln, sondern seit Kurzem auch Ministerin Claudia Schmied.

Für eine Politikerin sind solche Bekenntnisse heikel. Nichts blüht in Österreich so hemmungslos wie der Neid. Und eine Ministerin, die sich nicht in Sack und Asche hüllen mag, ist per se eine Person, die man argwöhnisch beäugt.

Nur hat Claudia Schmied im Endlos-Streit mit der Lehrer-Gewerkschaft eines gelernt: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben. Deshalb bekennt sie jetzt auch ganz offen ihre Sympathie für die schicken Roben Kutoglus.

Bei den Bregenzer und den Salzburger Festspielen. Zuletzt bei der Burgtheater-Premiere von „Faust“ mit Gert Voss, Tobias Moretti & Co. Immer zeigte sich die Ministerin in Couture des Wahlwieners.

Gute Basis
„Kennengelernt haben wir uns 2008 im Rahmen des EU-Jahres der interkulturellen Verständigung und der Toleranz. Ich war einer der zehn Botschafter dieser Initiative“, erzählt Atil Kutoglu im Gespräch mit ÖSTERREICH. Schmied war in dieser Sache federführend tätig und man habe sich von Anfang an gut verstanden – letztlich auch „eine Basis für Gespräche gefunden“.

„Ich bin von ihr begeistert. Sie versteht es wie nur wenige, so klug über Kunst und Kultur zu sprechen. Darüber hinaus ist ihr Denken sehr designorientiert – das finde ich interessant!“, erklärt der Couturier weiter.

Freilich, ein paar Kleinigkeiten wollte Kutoglu in ihren Stil einfließen lassen, ohne dabei zu vergessen: „... dass die Frau Minister Wichtigeres als das zu tun hat!“

Aber: „Sie hat einen ganz feinen und intellektuellen Modeverstand. Das schätze ich eben so sehr an Österreich – der Sinn für Kunst und Geschmack!“

Besuch im Istanbul-Store
Vor knapp einem halben Jahr kam Schmied in Atil Kutoglus neu eröffnetem Mode-Geschäft in Istanbul vorbei. „Ja, sie war wegen beruflicher Agenden in der Türkei. Ich war total erstaunt, als es dann hieß, sie würde wirklich kommen – bei ihrem dicht gedrängten Zeitplan war das bestimmt nicht ganz leicht“, so der Designer.

Wer jetzt glaubt, Claudia Schmied hätte einen Kleiderschrank, prall gefüllt nur mit Kutoglu-Fashion, der irrt. Es sind vier oder fünf Kleidungsstücke. Und der Neidgesellschaft sei schon einmal vorab gesagt: „Und übrigens, sie zahlt wie jede andere Kundin auch!“

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