Nicht alles ok bei der Pariser Pret-a-Porter Nicht alles ok bei der Pariser Pret-a-Porter

Krise

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Nicht alles ok bei der Pariser Pret-a-Porter

Die Mode tanzt auf dem Vulkan. Zumindest äußerlich ließen die großen Designerhäuser sich die Rezessionsängste bei den Pariser Pret-a-Porter-Schauen für Frühjahr/Sommer 2009 nicht anmerken.

Defilees und Partys trotz Krise
Die Defilees waren gerappelt voll, es gab eine Reihe von Partys, eine davon auf dem Eiffelturm, und eine Geschäftseröffnung jagte die andere: Ralph Lauren an der Avenue Montaigne, Barbara Bui mit einem neuen Flaggschiff an der ähnlich feinen Rue du Faubourg Saint Honore, Miyake an der Rue Royale und Bulgari an der Avenue George V.

Unter der Oberfläche brodelt es
Doch unter der Oberfläche brodelt es. Die Budgets wichtiger Einkäufer sind radikal gekürzt, und den Redakteuren elitärer Hochglanzmagazine ist Besorgnis anzumerken. Verkaufsgerüchte machen die Runde. So wurde über die Veräußerung eines wichtigen Aktienpakets der Marke Lanvin an einen ungenannten Investor in Quatar gemunkelt.

Schlechtes Omen
Als am Samstag dann die Nachricht bestätigt wurde, die begabte, erst seit zwei Saisons für das Modehaus Valentino arbeitende Alessandra Facchinetti werde nach ihrem sehr gelungenen Debüt das Traditionslabel verlassen, sahen dies viele als schlechtes Omen.

Nur ein Jahr Alessandra Facchinetti
Die vor knapp einem Jahr ernannte Kreativdirektorin bei Valentino, Alessandra Facchinetti, ist von der Modegruppe gefeuert worden. Mit einer Presseaussendung gab das italienische Unternehmen bekannt, dass die 36-Jährige mit den Richtlinien der Modegruppe nicht im Einklang sei. Sie teile die Unternehmensansichten nicht. Facchinetti wird von dem italienischen Designerduo Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli ersetzt.

Unbeirrte Designer
Die Designer ihrerseits haben sich glücklicherweise nicht beirren lassen. Unaufgeregte und liebevoll gemachte Kollektionen dominierten die Schauenwoche.

Hommage an Paris als Abschluß der Modewoche
Mit einer modischen Hommage an die Stadt Paris hat der Designer Marc Jacobs einen würdigen Schlusspunkt der französischen Pret-a-Porter-Woche gesetzt. Die Koketterie der Kurtisanen und die Eleganz der großen Damen kamen in seiner Schau für das Luxushaus Louis Vuitton zu einer fantasievollen, kunstvoll arrangierten Mischung zusammen.Die kurzen Röcke, bei denen Spitze und Pailletten auf steifen Taft und fließende Krawattenseide trafen, wippten wie einst Josephine Bakers Bananenrock. Dazu erklang in einem Zelt nahe dem Louvre die Stimme von Edith Piaf.

Foto:(C)AP/Getty/APA

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