Öko-Mode

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Was steckt hinter "grüner" Bekleidung?

Öko ist chic: Stars wie U2-Sänger Bono haben als Vorreiter Fairtrade-Mode auf den Markt gebracht. Gleich darauf probierten es auch die "Big Player" der Bekleidungsindustrie mit umweltverträglich und sozial verantwortungsvoll hergestellten Kollektionen. Der bereits viel besprochene Trend steckt in Wahrheit aber noch in den Kinderschuhen.

Zu wenig Info
Handel und Konsumenten seien zu wenig informiert, war sich eine Expertenrunde anlässlich der vom Umweltministerium veranstalteten Nachhaltigen Wochen 2008 einig. Die bestehenden Kennzeichnungen seien wenig bekannt.

Was steckt dahinter?
Öko-Mode, Naturtextilien, "grüne" Bekleidung: Was steckt dahinter? Naturfasern können aus kontrolliert biologischem Anbau bzw. kontrollierter Tierhaltung stammen. Derzeit kommen aber nur 0,1 Prozent der rund 25 Millionen Tonnen Baumwolle jährlich aus Bio-Produktion. Dabei gehen etwa 30 Prozent der weltweit ausgebrachten Pestizide auf das Konto von konventionell angebauter Baumwolle. Böden, Wasser und die dort arbeitenden Menschen leiden schwer darunter.

Etiketten anschauen!
Kleidung aus biologisch hergestellten Fasern erkennt man an Etiketten wie "Bio", "kbA" (kontrolliert biologischer Anbau) und "organic". Solche Zertifizierungen stellen sicher, dass die Textilien ohne chemische Dünger, ohne Pestizide und gentechnikfrei hergestellt wurden. Laut Lebensministerium sind zwei von drei T-Shirts aus China aus gentechnisch veränderter Baumwolle.

Fairtrade bedeutet geregelte Löhne
Für fair gehandelte Textilien erhalten die Arbeiter in Entwicklungsländern gerechte Löhne. Bei Baumwolle ist "Fairtrade" das größte unabhängige Zertifizierungssystem weltweit.

"Nachhaltig muss heißen: ökologisch und sozial"
"Nachhaltig muss heißen: ökologisch und sozial", sagte Michaela Königshofer von der Clean Clothes Kampagne. "Werden weniger Schadstoffe eingesetzt, nützt das den Käufern und den Arbeitern." "Bio und fair trade gehören gerade im Textilbereich zusammen", meinte Werner Müller, der das heimische Öko-Label Ainoah betreibt. Vorbild müsse der Bio-Lebensmittelbereich sein, wo die Konsumenten bereits hohes Vertrauen in die Zertifikate und deren Überwachung hätten.

Infos unter:
http://www.nachhaltigewochen.at
http://www.pan-germany.net/baumwolle
http://www.umweltberatung.at
http://fairtrade.at

Foto:(c)www.sxu.hu

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