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Österreicher kaufen weniger Geschenke

Weihnachten

Österreicher kaufen weniger Geschenke

Mit durchschnittlich 380 Euro geben die Österreicher heuer weniger für Weihnachtsgeschenke aus als im Vorjahr. Beim Weihnachtsessen wird aber nach wie vor auf Premium- und Markenprodukte gesetzt. Als beliebtestes Präsent gilt wieder der Gutschein, der von jedem Zweiten verschenkt wird. Das zeigt eine Umfrage der GfK Austria unter 500 Personen, die am Mittwoch in Wien präsentiert wurde.

30 Euro weniger
Obwohl der Großteil der Bevölkerung plant, in etwa gleich viel für Weihnachtsgeschenke auszugeben wie im Vorjahr, zeigte sich, dass die Ausgaben mit durchschnittlich 380 anstelle von 410 Euro um 30 Euro zurückgegangen sind. Ihren Höhepunkt erreichten die Weihnachtsumsätze im Jahr 2011 - damals wurden pro Person laut GfK 446 Euro ausgegeben - seither sind die Ausgaben stetig gesunken. "In Zeiten der Krise wollten sich die Konsumenten trotzdem etwas gönnen. Die Krise hat sich aber eher als langfristig herausgestellt, deshalb werden auch die Ausgaben heruntergeschraubt", erklärte Johannes Eckner, Leiter der Konsumgüter-, Handels- und Gesundheitsmarktforschung der GfK.

Weihnachtsmuffel

Männer liegen heuer mit einem Geschenkebudget von 430 Euro deutlich über den geplanten Ausgaben von Frauen (350 Euro). Sogenannte "Weihnachtsmuffel", also Personen, die dem Fest nicht besonders freudig entgegensehen, geben mit durchschnittlich 380 Euro sogar mehr für Geschenke aus als "Weihnachtsenthusiasten" (375 Euro).

Früher einkaufen
Auch in diesem Jahr setzt sich der Trend fort, schon früh mit den Weihnachtseinkäufen zu beginnen, um dem Trubel in den Einkaufsstraßen im Dezember zu entgehen. Knapp ein Viertel der Österreicher hat demnach bereits im Oktober die ersten Geschenke gekauft, zwei Prozent sogar schon im August oder noch früher. Vor allem in Wien gab die Mehrheit der Befragten an, dass sie die Einkäufe vor Weihnachten als sehr stressig empfinden. Die Kärntner und Steirer gehen hingegen eher entspannt mit dem Einkaufstrubel um.

Gutscheine und Co.
Unter den Christbäumen werden auch heuer am häufigsten Gutscheine (48 Prozent) zu finden sein, gefolgt von Spielwaren (43 Prozent), Büchern (42 Prozent), Parfumerieartikeln, Kleidung und Multimediaartikeln. Rund jeder Neunte kauft die Geschenke persönlich im Geschäft, 59 Prozent im Internet. 23 Prozent der Österreicher schenken selbst Gebasteltes: "Das geht mit der Tatsache einher, dass die Ausgaben für die Geschenke heuer zurückgegangen ist", sagte Eckner.

Obwohl in diesem Jahr bei den Präsenten gespart wird, ist der Dezember mit einer Steigerung von zehn bis 15 Prozent nach wie vor der stärkste Monat für den Lebensmittelhandel. "Weihnachten ist die Zeit, zu der man etwas Besonderes haben möchte", erklärte Ulf Schätzel von der GfK. Für die Weihnachtstafel setzen die Österreicher auf Premium- und Markenprodukte, beim Discounter wird kaum eingekauft. Die größten Umsätze werden bei Back- und Kochzutaten sowie bei Süßwaren und alkoholischen Getränken verzeichnet.
 

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