Protest auf Slip gegen Guantanamo

Westwood

© Marsland/WireImage.com

Protest auf Slip gegen Guantanamo

Die Top-Designerin Vivienne Westwood hat sich auf der Londoner Modewoche mit orangefarbenen Slips für die Schließung des Gefängnisses auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo auf Kuba eingesetzt. Die Britin präsentierte auf der London Fashion  Week "Guantanamo Orange" farbene Slips - die gleiche Farbe der Kleidung, wie sie die inhaftierten Terrorverdächtigen in Guantanamo tragen.

"Fair Trial My Arse"
Die Slips waren von der Menschenrechtsorganisation "Reprieve" in Zusammenarbeit mit der Edel-Unterwäschemarke "Agent Provocateur" eigens für die Show entworfen worden und trugen den Slogan "Fair Trial My Arse" (etwa: "Ein fairer Prozess? Totale Verarschung!"). "Reprieve" setzt sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Guantanamo ein; auch zwei britische Staatsbürger werden derzeit in dem Gefangenenlager auf Kuba festgehalten.

Realer Anlass
"Es ist eine massive Verletzung der Menschenrechte auf unterster Stufe, Menschen jahrelang ohne Verfahren oder Haftbefehl festzuhalten, ohne, dass ein Ende abzusehen ist", teilte Agent Provocateur in einem Statement mit. Die Idee, Unterhosen zu entwerfen, war durch einen realen Anlass entstanden: Die US-Militärbehörden hatten "Reprieve" vorgeworfen, für einen Gefangenen Unterhosen nach Guantanamo geschmuggelt zu haben, hieß es. Später habe sich herausgestellt, dass ein Aufseher dem Häftling die Unterhosen geschenkt hatte.

Inspiriert vom London der 70er Jahre
Neben den Guantanamo-Unterhosen stellte Westwood auch ihre "Red Label"-Kollektion für den kommenden Winter vor. Sie habe sich von den 70er Jahren in London inspirieren lassen, als sie in der King's Road ihren ersten punkigen Laden "Let it Rock" eröffnete, teilte Westwood mit. Ihre Entwürfe für den kommenden Winter waren durchaus tragbar: Neben punkig-schrillen T-Shirts trugen die Models knapp sitzende Wollkleider, Overknee-Stiefel und Kleider im traditionellen Schottenmuster.

Erste Show seit neun Jahren
Mit ihrer Show stellte Westwood erstmals seit neun Jahren wieder Mode in London aus. Unter den zahlreichen Prominenten, die Westwoods Show besuchten, waren das britische Topmodel Erin O'Connor und die Sängerinnen Lily Allen und Kelly Osbourne. Entgegen den Erwartungen lief das britische Topmodel Kate Moss nicht über den Laufsteg. Die London Fashion Week endet am Freitag mit der Show des Walisers Julien Macdonald.

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