Saisonstart für Wiens Schanigärten

Frühlingserwachen

Saisonstart für Wiens Schanigärten

Traditionell mit den Worten "Schani, trag den Garten raus" hat am Mittwoch die Wiener Schanigartensaison begonnen: Bürgermeister Michael Häupl und die Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank haben trotz bewölkten Himmels, aber immerhin bei durchaus milden Temperaturen ihren Kaffee im Freien vor der Kurkonditorei Oberlaa genossen. "Nach diesem kalten Winter weiß man, dass jetzt der Frühling beginnt, weil wieder der Schanigarten draußen ist", betonte der Bürgermeister und ließ sich vom Wetter nicht beeindrucken.

Diashow Die schönsten Schani-Gärten

Zum narrischen Kastanienbaum

Buschenschank am Nussberg

Heuriger am Kahlenberg

Weingut Wolff

Weinbau Hermann

Stadtheuriger Zum Haydn

Reigl's Backhendl-Heuriger

Mayer am Pfarrplatz

Heuriger Zimmermann

Heuriger Hirt

Weingut Schilling

Weingut Hajszan

Weingut Fuhrgassl-Huber

Weingut Edlmoser

Buschenschank am Nussberg

Heuriger Frauneder

Buschenschank Christine Rath

Weinbau Leitner

Weingut Wieninger

Heuriger Wiltschko

Weinbau Grausenburger

Heuriger Wambacher

Zum Löwen von Aspern

Wieninger

Heuriger Steinklammer

Heurigen Leitner

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Süden beginnt in Wien
Gut gelaunt hob Häupl die Bedeutung des Wiener Schanigartens hervor: "Die Schanigärten müssen im Interesse des Wiener Lebensflairs erhalten bleiben." Das Aufstellen der Tische und Stühle vor den Lokalen würde zudem zeigen, dass der Süden schon in Wien beginnt. Wenn auch - wie das Stadtoberhaupt anmerkte - das Kaffeetrinken im Freien zum Ausrichten der vorbeigehenden Passanten animieren würde: "Das ist eben typisch wienerisch."

Mehr Schanigärten
Die Wiener Wirtschaftskammer rechnet für die heurige Saison mit einem Zuwachs an Schanigärten-Betreibern: "Wir hatten im Vorjahr rund 1.800 Genehmigungen, der Trend ist aber steigend. Denn immer mehr Gäste - viele davon sind Raucher - wollen auch bei nicht ganz so perfektem Wetter draußen sitzen", sagte Berndt Querfeld, Obmann der Wiener Kaffeehäuser. Einmal mehr betonte Querfeld, dass das Aufstellen von Tischen und Sesseln im Freien daher überlebensnotwendig für die Kaffeehaus-Unternehmer sei.

Neuerungen
Wichtig sei es nun, einen Kompromiss in der Diskussion rund um die geplante Neuregelung der Gebrauchsabgabe zu finden, unterstrich der Obmann. Konkret geht es dabei um eine Erhöhung der Schanigarten-Gebühr, da diese seit 20 Jahren nicht angehoben wurde. Das Aufstellen von Tischen und Sesseln auf öffentlichem Grund - im Gegensatz zu Gastgärten - ist genehmigungspflichtig, daher muss eine Abgabe entrichtet werden - abhängig von der Ortslage. Es sind mindestens 3,63 Euro pro Quadratmeter und Saison zu zahlen, an begehrten Orten wie Fußgängerzonen ist es teurer.

Saison-Verlängerung
Gleichzeitig würden sich viele Wiener Kaffeehausbetreiber eine Verlängerung der Schanigarten-Saison wünschen, da diese nur bis Mitte November läuft, hieß es. Danach dürfen bis 1. März keine Gartenmöbel auf öffentlichem Grund stehen - selbst, wenn es die Temperaturen theoretisch zulassen würden. Trotzdem zeigte sich der Obmann optimistisch, einen Kompromiss mit der Stadt zu finden:  "Wenn die Stadt mehr Geld will, dann können wir vielleicht länger offen halten", sagte Querfeld.

Die Gespräche zwischen der zuständigen Magistratsabteilung 6 (Rechnungsamt) und der Wiener Wirtschaftskammer seien im vollen Gange, wurde betont. Bis September soll eine Lösung rund um eine neue Gebrauchsabgabe gefunden werden, bevor dann das Thema im Wiener Stadtparlament behandelt werden muss. Bürgermeister Häupl versicherte, dass er bis dahin stets ein Auge auf den Verlauf der Verhandlungen haben werde: "Schlimmstenfalls muss ich mich einmischen."

Die Schanigärten dürfen bis 15. November, jeweils von 8.00 bis 23.00 Uhr geöffnet sein. Für Gastgärten und Innenhöfe ist um 22.00 Uhr Schluss. Zudem ist es in einigen Stadtteilen bzw. Straßenzügen erlaubt, bis 24.00 Uhr im Freien zu essen bzw. zu trinken.

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