Die besten Tipps zum Schulanfang

Bald geht es wieder los

Die besten Tipps zum Schulanfang

"Jetzt beginnt der Ernst des Lebens". Damit mahnen noch immer viele Eltern ihre Taferlklassler zur Disziplin. Laut der Schulpsychologin Mathilde Zeman ist das aber fehl am Platz. "Kinder können damit nichts anfangen und bekommen Angst", warnte die Leiterin der Abteilung Schulpsychologie im Wiener Stadtschulrat. Die Eltern sind gefordert.

Neugier fördern

Hilfreich sei es, den Erstklässlern Freude auf die Schule zu vermitteln und die natürliche Neugier zu fördern. "Da wirst du vieles lernen, das du mir erzählen kannst" oder "Du wirst mir dann auch etwas vorlesen können", seien die richtige Motivation.

Auf Schule vorbereiten

Für alle älteren Schüler sei es laut der Psychologin nun an der Zeit, sich wieder auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Es soll überlegt werden, welche Utensilien noch benötigt werden, und der Schreibtisch wieder hergerichtet werden. "Man könnte zum Beispiel ein Bild an die Wand hängen. Solche erfreulichen Kleinigkeiten helfen, gerne immer wieder an den Platz zurückzukehren", erklärte Zeman.

"Kann ich richtig lernen?"
Waren die Noten im vergangenen Jahr nicht wie gewünscht, sollten die 14 Tage vor Schulbeginn außerdem dazu genutzt werden, die Ursachen zu analysieren. Fragen wie "Kann ich richtig lernen?", "Brauche ich Hilfe?" oder "Gibt es Klassenkollegen oder Eltern, die mir helfen könnten?" sollen beantwortet werden. Hierbei helfen auch die Schulpsychologen gerne weiter, betonte die Expertin.

Umstellung
Jene, die in eine andere Schulform wechseln, sollten außerdem von den Eltern besonders auf die Unterschiede aufmerksam gemacht werden. "Es kommt zu einer Umstellungsphase. Mehr Fächer, mehr Lehrer, eine neue Klassengemeinschaft und die Möglichkeit, eine neue Rolle einzunehmen. Darauf sollten die Kinder vorbereitet werden", so die Psychologin. Nützlich sei es auch, dem Nachwuchs schon im Voraus zu erklären, dass eine mögliche Verschlechterung der Noten in einer Phase der Neuorientierung völlig normal sei.

Teufelskreis

Generell sei es sehr wichtig, dass Eltern immer wieder betonen, dass Leistungen nichts mit dem Wert des Sprösslings zu tun haben und er bedingungslos geliebt wird. "Sonst entsteht ein Teufelskreis: Bei schlechteren Leistungen befürchten die Kinder nichts wert zu sein oder dass sich die Eltern dann genieren. Das führt schließlich zu einer problematischen Angst, die blockiert", so Zeman.

Schulangst

Etwa zehn bis 15 Prozent der Kinder leiden in Österreich unter solch ausgeprägter Schulangst, dass sie nicht jene Leistungen erbringen können, die ihren Fähigkeiten entsprechen würden. Hier sollten laut Zeman die Eltern die Gründe herausfinden und das Problem an der Wurzel packen: Womöglich sei das Kind überfordert oder es besucht eine Schulart, die nicht den Fähigkeiten entspricht.
 

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