So viel Spitze: Prada im Oma-Look

Mailand

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So viel Spitze: Prada im Oma-Look

Eines muss man Kultdesignerin Miuccia Prada lassen: Sie designt konsequent gegen vorherrschende Trends und gilt gerade deshalb als richtungsweisende Visionärin. Zuweilen entwirft sie auch gegen das, was sie gerade noch selbst ausgerufen hat. Während Prada nämlich noch für den Sommer filigrane Feenwesen aus einer Märchenwelt heraufbeschwört, treibt sie’s im nächsten Herbst im wahrsten Sinne des Wortes modisch „auf die Spitze“.

Sie fand aus Zufall ein Stück Spitzenstoff
Angeblicher Auslöser war ein Stück Spitzenstoff, den Miuccia zufällig im Atelier fand und der ihr nicht mehr aus dem Kopf wollte. Das Resultat: Kleider, Pullunder, Röcke, Mäntel und Taschen, komplett aus Schweizer Couture-Spitze. Züchtig hochgeschlossen und konsequent unter dem Knie endend. Für all jene, die’s gerne alltagstauglicher hätten, hat die katholische Miuccia auch noch protestantisch anmutende Kleider parat.

Schlicht, minimalistisch und unsinnlich
Schlicht und minimalistisch stehen sie detto in starkem Kontrast zu den bisher gezeigten, sinnlichen Entwürfen anderer Designer. Miuccia Prada: „Ich wollte einen cleanen, femininen und starken Look zeigen, der nicht zu sexy ist.“ Überhaupt ist „zu sexy“ für die Kultdesignerin ein „No No“. Erst kürzlich hatte sie in einem Interview junge Frauen vor zu aufreizender Kleidung gewarnt: „Je sexier sie sich kleiden, desto weniger sexy sind sie, und noch schlimmer: desto weniger Sex werden sie haben!“ Bleibt nur zu befürchten, dass der angesichts dieser Kollektion ebenfalls ausbleibt...

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