Sperrmüll-Ringelspiel dreht seine Runden

Karlsplatz

Sperrmüll-Ringelspiel dreht seine Runden

"Schön is so a Ringelspiel" heißt es dieser Tage am Wiener Karlsplatz: Im Rahmen des Kunsthandwerksmarkts, der noch bis 23. Dezember stattfindet, gibt es heuer zum ersten Mal die Möglichkeit mit dem sogenannten "Karussell der Fundgegenstände" eine oder mehrere Runden zu drehen. Das besondere daran ist, dass die einzelnen Teile zur Gänze aus Sperrmüll stammen und es nur mit menschlicher Kraft, durch das Treten eines Fahrrads, betrieben wird. Dies sorgt für Begeisterung bei Groß und Klein.

Öko-Ringelspiel
"Achtung, auf die Plätze, fertig los", heißt es und schon läutet eine Glocke die erste Runde am Öko-Ringelspiel ein. Eine alte Wanne, die zu einem Schiff umgebaut wurde, eine Gasflasche als Rakete und ein Flugzeug, das aus einer Mülltonne besteht, setzen sich in Bewegung. Kinder drehen mit großen leuchtenden Augen Runden, denn so etwas sieht man nicht alle Tage: Ein Mädchen sitzt in einem Vogelkäfig, ein kleiner Bub auf einem fliegenden Ventilator, daneben die Mutter auf dem Fahrrad, das das Ringelspiel in Schwung bringt.

"Das ist ein gesundes Geschäft. Es trägt zur körperlichen Fitness bei", schwärmt Hans Mimlich vom Verein "divina art", der den Kunsthandwerksmarkt am Karlsplatz veranstaltet. Im Normalfall besteht ein Ringelspiel aus einem Motor und einer sich drehenden Scheibe mit bunten Plastikfiguren darauf. Der Künstler Stefan Novak vom Theater Mowetz hatte aber eine andere Idee und entwarf die erste umweltfreundliche Version eines Karussells, das nun in Wien steht. Es soll sogar europaweit einzigartig sein, hieß es von den Veranstaltern.

Nur aus Fundsachen

Fundgegenständen aus altem Holz, Metall oder Leder, die auf Müll-, Schrottplätzen und Flohmärkten gesammelt wurden, wurde so ein neues Leben eingehaucht. Aber nicht nur Kinder zeigen sich von den teils skurrilen Figuren begeistert, auch Erwachsene können dem Retro-Charme des Ringelspiels kaum widerstehen, noch dazu, wo es für die körperliche Fitness sorgt: "Der Gedanke ist, dass die Eltern für ihre Kinder in die Pedale treten. Wenn sie das nicht wollen, dann gibt es jemanden, der das Karussell betreibt. Aber meistens machen es die Väter und Mütter", berichtete Mimlich.

Auf dem Ringelspiel haben bis zu 15 Kinder Platz. Für ein paar Euro ist man dabei eine Runde zu fahren bzw. zu treten. "Das ist billiger als ein Fitnesscenter", so Mimlich.

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