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Tote Maus im Schnittbrot

Essensschrecken

Tote Maus im Schnittbrot

Scheibchenweise tote Maus im Schnittbrot und Schrot aus der Jägerflinte im Steak - das gehört zu den ekeligsten Entdeckungen, die Neuseeländer in ihrem Essen gemacht haben. Die Behörde für Gesundheitsschutz hat diese und andere Fälle jetzt in einem Buch zusammengetragen: "Ein Job der sich lohnt - Geschichten aus dem Gesundheitsschutz in Neuseeland." Die Anekdoten stammen aus den Annalen der Behörde, die sich seit 50 Jahren um das Wohl der Neuseeländer kümmert, sagte Autor Malcolm Walker am Dienstag.

Tote Maus im Brot

Die tote Maus im Brot war einer der eklatantesten Fälle. Eine Bäckerei in Whanganui hatte den Kammerjäger an Ort und Stelle, wie es in dem Buch heißt. Eine vergiftete Maus verendete in einer Backform, doch übersah der Bäcker das Tier. Er füllte den Brotteig in die Form, die Maus wurde mitgebacken und in der Schneidemaschine mitsamt Brot in Scheiben geschnitten.

Heuschrecke im Eis
Eine Art Heuschrecke entdeckte einer Frau unten in ihrer Eisstanitzel, nachdem sie das Eis schon aufgegessen hatte. Lebende Maden in einer Quiche wurden ebenso gemeldet wie Schrot im Steak. In den meisten Fällen wurden die Hersteller verklagt.

 "Wir haben Leute, die mit allen möglichen Fällen zu uns kommen", sagte Walker. Zum Beispiel hätten sich auch zwei Brüder gemeldet, die überzeugt waren, dass ihre Stiefmutter die Nahrungsmittel vergiftete, die sie im Supermarkt kauften. In diesem Fall brachten die Ermittlungen aber keinen Komplott ans Licht.

Diashow Diese Lebensmittel können gefährlich werden

Muskat

Muskatnüsse enthalten den gefährlichen Stoff Myristicin - dieser kann Halluzinationen auslösen. Für Kinder sind 2 Muskatnüsse bereits gefährlich.


Der beste Schutz: Nur als Gewürzprise verwenden.

Zimt

Zimt enthält Cumarin und kann bei empfindlichen Menschen schnell zu Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit führen. Bei übermäßigem Verzehr kann Cumarin sogar die Leber schädigen.



Der beste Schutz: Verwenden Sie bei der Weihnachtsbäckerei den teuren Ceylon-Zimt. Dieser enthält deutlich weniger Cumarin.

Rohe Eier

In rohen Eiern lauern Salmonellen.


Der beste Schutz: Eier kühl und nicht zu lange lagern und bei der Zubereitung über 75 Grad erhitzen.

Kartoffeln

Kartoffeln enthalten Solanin, ein Alkaloid, das ein Brennen im Hals, Übelkeit sowie Schweißausbrüche und Atemnot verursachen kann. Der Giftstoff wird bei falscher Lagerung verstärkt gebildet.


Der beste Schutz: Kartoffeln immer kühl und dunkel lagern.

Bohnen

Rohe Bohnen enthalten den Giftstoff Phasin, der zu Erbrechen, Durchfall und sogar zum Tod führen kann. Der Stoff wird beim Kochen zerstört.


Bester Schutz: Bohnen mindestens zehn Minuten lang gar kochen.

Tomaten

Grüne Tomaten enthalten das Alkaloid Solanin, das zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen kann.



Der beste Schutz: Nur reife Tomaten essen.

Rhabarber

Rhabarber enthält Oxalsäure, die im Übermaß zu Nierensteinen führen kann. Je reifer und je grüner die Stängel, desto höher der Gehalt an Oxalsäure.


Bester Schutz: Nur im Frühsommer verzehren.

Honig

In Honig können Bakterien enthalten sein, die ein für Babys tödliches Gift produzieren.



Bester Schutz: Honig ist im ersten Lebensjahr absolut tabu.

Muscheln

Fast alle Muschelarten können Nervengifte enthalten, die schwere Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen hervorrufen können.


Der beste Schutz: Frische Muscheln nicht in der Haupt-Algenzeit (Mai bis August) verzehren. Beim Kochen darauf achten, dass die rohen Muscheln geschlossen sind. Nach dem Kochen müssen Sie sich alleine öffnen.

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