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Wespenplage: Notfälle heuer verdoppelt

Insektenstiche

Wespenplage: Notfälle heuer verdoppelt

Die einzige Erklärung für die stark gestiegenen Zahl an Notfällen nach Insektenstichen im heurigen Sommer ist für Mediziner die derzeitige Wespenplage und nicht eine Zunahme an Allergikern. Das betonten die Vorstände der Dermatologischen Abteilungen im Krankenhaus Hietzing und dem Wiener Donauspital, Andreas Steiner und Beatrix Volc-Platzer, im Gespräch mit der APA. "Die Zunahme hat ausschließlich mit der gestiegenen Zahl der Wespen zu tun", betonte Volc-Platzer.

Erste Hilfe nach dem Wespenstich: So geht's!

Allergische Reaktion

Mehr Fälle verzeichnet nicht nur die Flugrettung, sondern auch die Ambulanz des Krankenhauses Hietzing. Hier werden viele Patienten mit Stichverletzungen behandelt, berichtete Steiner. "Die wirklich heikle Zeit bei einer Allergie ist die erste halbe Stunde nach dem Stich." Da kann noch eine Maßnahme ergriffen werden. Eine allergische Reaktion hat eine Erweiterung der Blutgefäße zur Folge, dadurch versickert das Blut im Gewebe, der Patient wird infolge bewusstlos und kann sterben, erklärte der Mediziner.

Das tückische sei nicht das Gift an sich, sondern die Reaktion des körpereigenen Immunsystems auf das Toxin. Allergiker können desensibilisiert werden und ein Medikament für eine Behandlung zu Hause bekommen. Mediziner verschreiben dafür EpiPen.

Stiche in Hals oder Mund
Für Nicht-Allergiker können Stiche in Hals oder Mund zur tödlichen Gefahr werden. "Schwillt die Zunge an, gehört man sofort ins Spital", sagte Beatrix Volc-Platzer.

Was tun im Notfall?
Bis zu 80.000 Österreicher können auf Insektenstiche allergisch reagieren. Die Folgen sind oft schwerwiegend und können bis zum Kreislaufzusammenbruch und Atemnot führen, im schlimmsten Fall kann eine solche Reaktion tödlich enden. Wichtig ist daher, in solchen Fällen unverzüglich den Notarzt zu rufen. Vor allem Eltern sollten die Reaktion ihrer Sprösslinge auf Insektenstiche beobachten, denn Kinder werden häufiger gestochen, weil sie viel im Freien aktiv sind.

Anzeichen für Allergie
Die ersten Anzeichen für eine Insektengiftallergie sind geschwollene Augen und eine geschwollene Zunge. Auch Hustenreiz und juckender Ausschlag am Körper können Anzeichen einer allergischen Reaktion sein. Wenn derartige Symptome auftreten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, der mittels Bluttest eine Allergie feststellen und entsprechend reagieren kann. Ist eine Allergie bekannt, so sollte der Betroffene immer ein Notfallset bei sich tragen, welches aus einer Adrenalinspritze und Antihistamin-Tropfen besteht.

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