Wie Sie die Feinstaub-Belastung reduzieren

In Innenräumen

Wie Sie die Feinstaub-Belastung reduzieren

Die aktuellen Feinstaubbelastungen der letzten Wochen in der Außenluft brachten nicht nur gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung mit sich, sondern lösten eine heftige Diskussion zur Verringerung und Vermeidung von Feinstaub aus. Besonders vom Feinstaub betroffen waren und sind dabei tiefer gelegene Ballungsräume wie zum Beispiel Graz, Wien oder Klagenfurt. Dabei kommt es in Beckenlagen zur sogenannten Temperaturinversion: Die obere Luftschicht über der Stadt ist wärmer als die darunterliegende Luftschicht, wodurch Luftschadstoffe nicht aufsteigen und sich in den oberen Schichten verteilen können.

Diskussion greift zu kurz
Dabei reduziert sich die Feinstaubdiskussion oft auf unterschiedlichste Ansätze und Maßnahmen wie beispielsweise Umweltzonen, autofreie Tage bis hin zur Reduktion der eigenen Heizintensität bzw. lässt die Frage offen, wer nun der Hauptverursacher der Belastung ist. Was allerdings kaum bekannt ist und in der Diskussion vernachlässigt wird, ist die Tatsache, dass die Luft in Innenräumen um ein Vielfaches stärker verschmutzt sein kann als die Außenluft. Einerseits kommt Feinstaub durch die Außenluft in die Innenräume. Andererseits verursachen wir einen guten Teil von Feinstaub selbst. Während Hauptverursacher für erhöhte Feinstaubwerte der Außenluft der Verkehr, der Hausbrand, die Energieversorgung, Bautätigkeit, die Landwirtschaft und die Industrie sind, wird der Innenraum durch hausgemachte Verbrennungsprozesse belastet. Dies sind vorwiegend Zigarettenrauch, brennende Kerzen und Räucherstäbchen, Gasflammen, offene Kamine etc. Aber auch Laserdrucker oder Kopierer zählen zu Emittenten von Feinstaub.

Falsche Lüftung
"Falsches Lüftungsverhalten oder fehlende Lüftungssysteme mit entsprechenden Filtern führen somit zu teils sehr hohen Belastungswerten durch Feinstaub in Innenräumen und kann für jeden eine gesundheitliche Gefahr darstellen" so Mag. Thomas Schlatte, Sprecher der unabhängigen Plattform für gesunde Luft in Innenräumen "MeineRaumluft.at". "Doch leider verschwindet die Feinstaubdiskussion zumeist mit dem erlösenden Wetterumschwung!" so Schlatte weiter.

Auswirkungen auf unsere Gesundheit
Gesundheitliche Auswirkungen und wie man sich schützen kann Zu den gesundheitlichen Auswirkungen gehören Allergiesymptome, Atemwegsbeschwerden, asthmatischen Anfälle bis hin zu Lungenkrebs. Daneben können auch Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System (z. B. bis zum Herzinfarkt) festgestellt werden. Kinder und mit Lungenerkrankung vorbelastete Personen sind dabei besonders gefährdet.

Tipp: Empfindliche oder gefährdete Personen sollten an Tagen mit starker Feinstaubbelastung der Außenluft anstrengende Tätigkeiten im Freien vermeiden. In Innenräumen ist darauf zu achten, dass nicht geraucht wird oder andere Feinstaubquellen zu stark aktiviert werden (z.B. Kerzen). Für ausreichende Luftaustauschrate ist durch regelmäßige Stoßlüftung zu sorgen und bei Einsatz von automatischen Wohnraumlüftungssystemen ist darauf zu achten, dass hochwertige Filter eingesetzt werden.

Mehr Infos: meineRaumluft.at

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