Biowärme-Installateur 2008

 

Biowärme-Installateur 2008

 

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(c) www.sxc.hu

 

Installateure und Rauchfangkehrer sind Schlüsselfiguren bei der Erreichung der österreichischen Klimaschutzziele in den Haushalten. Daher schult der Österreichische Biomasse-Verband seit nunmehr neun Jahren österreichische Installateure und Rauchfangkehrer in der Anwendung von Heizsystemen, die mit erneuerbaren Brennstoffen betrieben werden. Im Rahmen der Seminarreihe können sich die Teilnehmer zum "Biowärme-Installateur" oder "Biowärme-Rauchfangkehrer", geschützte Wortmarken, qualifizieren - eine Chance, die mehr als 800 Installateur- und 300 Rauchfangkehrerbetriebe genutzt haben.


Die Gewinner
Die im letzten Jahr erstmals durchgeführte Wahl zum "Biowärme-Installateur des Jahres" hat gezeigt, wie engagiert bereits viele Betriebe in Sachen Beratung und Verkauf von ökologischen Heizsystemen sind. Deshalb hat sich der Österreichische Biomasse-Verband auch heuer entschlossen, den Wettbewerb auszuschreiben. Die Beteiligung war hoch, die Wahl spannend: Über 30 Betriebe aus ganz Österreich nahmen am Wettbewerb teil. Auf den ersten Plätzen finden sich mit den siegreichen Betrieben, der Firma WILU aus Schruns/Vlbg, Gahleitner aus Kopfing/OÖ (Silber) und HSA Scharrenbroich aus Stockerau/NÖ (Bronze), durchwegs renommierte Installateurfirmen auf dem Podium. Sie konnten vor allem in ihrem Gesamtbild und Marktauftritt überzeugen und damit die Konkurrenz hinter sich lassen.


Die Kriterien

Eine siebenköpfige, unabhängige Jury ermittelte die Gewinner nach sechs Kriterien: Logoverwendung, Anzahl der installierten Biomassekessel, Aufklärung und Meinungsbildung, Marktauftritt, interessante Projekte und Gesamteindruck. Am überzeugendsten befand die Jury die Bewerbung von WILU: Als "Biowärme-Installateur" der ersten Stunde liest sich die Referenzliste des acht Mann starken Betriebes wie das "Was ist Was" der Bioenergie-Technik. "Vom Einfamilienhaus bis zum Hotel, wir installieren im Jahr bis zu 70 Biomasse-Anlagen", freut sich Peter Wieser, Geschäftsführer und Inhaber, über das schon seit Jahren boomende Geschäft mit Stückholz-, Hackschnitzel- und Pelletskessel. Er ist überzeugt, dass auch in Zukunft die Biomasse als Energieträger an Bedeutung gewinnen wird. Mit der Auszeichnung in Silber zeigt die Firma Gahleitner einmal mehr, dass sie zu den Topadressen gehört, wenn es um die Installation von Biomasse-Heizungen geht. Mehr als 100 Anlagen - von der Kleinanlage bis zur Nahwärmeversorgung - konnte in den letzten beiden Jahren die Firma installieren. Überraschung auf Platz 3: Mit der Firma HSA Scharrenbroich sichert sich eine Firma den "Platz an der Sonne", die eigentlich noch nicht sehr lange im "Biomasse-Geschäft" ist. Im Jahr 2000 wurde der erste Biomasse-Kessel installiert, seitdem wurde aber nur mehr ein einziger Ölkesseltausch durchgeführt. Überzeugen konnte die Firma die Jury mit ihrem umfangreichen Engagement in allen Ökoenergie-Bereichen. Dabei setzt die Firma vor allem auf Kombinationslösungen mit Solarenergie und Photovoltaik.

Hauptgewinn
Hauptgewinn war ein Pelletskessel. Der Gewinnerbetrieb konnte sich dabei einen Kessel von einem der elf führenden österreichischen Hersteller aussuchen. Die Wahl fiel letztendlich auf einen Pelletskessel der Firma Fröling (Marke P4, 15kW). Der Preis - symbolisch als Gewinnerscheck ausgestellt - wurde von Bundesminister Josef Pröll und Ernst Hutterer, Geschäftsführer der Firma Fröling, feierlich überreicht. Die Silber- und Bronze-Gewinner gingen freilich auch nicht leer aus: Sie durften sich über Brennstoff-Gutscheine der Firmen Stadlober und RZ-Pellets freuen.


Klimabotschafter
Pröll nannte den Installateur als Meinungsbildner und Klimabotschafter für CO2-neutrales Wohnen. In seiner Ansprache anlässlich der Zertifizierung von über 90 neuen Biowärmepartnern hob Minister Pröll die Bedeutung des Gewerbes und der Klein- und Mittelbetriebe als "Key-Player" für nachhaltiges Wohnen hervor. "Dabei kommt dem Installateur besondere Bedeutung zu. Durch seine Nähe zum Kunden kann er mit richtigen Argumenten wesentlich die Kaufentscheidung beeinflussen. Daher ist die Weiterbildung für Mitarbeiter in Praxis und Theorie wichtiger denn je. Sie schafft Vertrauen am Kunden und den notwendigen Know-how-Vorsprung. Die Biowärme-Installateure sind daher ein "Best-Practice-Beispiel", so der Bundesminister. In Vertretung der Landesinnungsmeister nahmen auch die stellvertretenden Landesinnungsmeister Thomas Sauer aus Niederösterreich und Edward Bartosek aus Vorarlberg teil. Ihr gemeinsames Resümee: "Vor allem jene Betriebe finden sich auf den ersten drei Plätzen, die in Zeiten einer sich abzeichnenden Energiewende auf die richtigen Karten gesetzt und damit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz geleistet haben", waren sich die beiden Innungsvertreter einig.

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