Sonderthema:
Das erste Wiener Strohhaus

 

Das erste Wiener Strohhaus

Das erste Wiener Strohhaus steht in einem Innenhof im Wiener Bezirk Mariahilf. Beim Ausbau eines ebenerdigen Hofgebäudes, das um ein Dachgeschoss auf insgesamt 180 Quadratmeter Wohnfläche erweitert wurde, setzten die Wiener Architekten Karen Allmer und Florian Macke (www.allmermacke.at) auf Strohballen zur Wärmedämmung.

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(c) www.allmermacke.at


Preiswert und effektiv

Florian Macke: „Stroh ist ein sehr kostengünstiger und höchst effektiver Dämmstoff, den wir bei diesem Projekt vor allem zur Abdämmung der Dachflächen zum Einsatz gebracht haben.“ Wichtig war dabei, dass das Gebäude durch umstehende Bäume im Sommer genügend natürlichen Schatten erhält, denn Stroh ist auch ein ausgezeichneter Wärmespeicher. Die Begrünung des Balkons und einer umlaufenden Pergola soll der Überhitzung durch natürlichen Pflanzenschatten weiter vorbeugen.

Natürliche Klimatisierung

Die Strohballen schaffen durch ihr relativ hohes Raumgewicht Speichermasse am Dach und leisten dadurch in diesem zum Hof hin durch große Glasflächen im Dachgeschoss sehr offenen Bau einen wichtigen Beitrag zur Regulierung des Raumklimas. Macke: „Durch die Strohdämmung ist auch ein ausreichender Schallschutz gewährleistet.“ Auf den Einbau einer kontrollierten Raumlüftung, also den technisch möglichen, aber teuren Ausbau auf Passivhausstandard, haben die Bauherren aus Kostengründen verzichtet. Dadurch, dank des günstigen Dämmstoffs Stroh und durch eine Reihe von Eigenleistungen wie dem Einbringen der Strohballen in die Dachkonstruktion, konnten die Nettobaukosten mit 117.000 Euro niedrig gehalten werden.
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