Wohnen nach Funktionen Wohnen nach Funktionen

 

 

Wohnen nach Funktionen

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(c) Stadt Wien "Kabelwerk"


Die Ansprüche der Wiener an ihren Wohnraum und dessen Umgebung haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt: Zimmer, Kuchl, Kabinett, der Rest „indisch“, also jenseits des Ganges – das ist längst Schnee von gestern. Der neue Trend heißt „Themen-Wohnbau“ – etwa beim Kabelwerk in Meidling, das mit 40 Wohnbauförderungs-Millionen von der Stadt Wien mit ermöglicht wurde.

Wohnungen fürs 21. Jahrhundert
Das „Kabelwerk“ mit rund 579 geförderten Mietwohnungen wurde von sechs Architektenteams entwickelt. Und diese Teams stellten sich selbst eine anspruchsvolle Aufgabe: Es sollte eine Keimzelle neuen städtischen Lebens im 21. Jahrhundert werden – etwa durch die dichte Mischung aus Piazzen, Maisonetten- und Terrassenwohnungen sowie Home-Offices als idealer Lebensraum für die „Neuen Selbstständigen“. Dazu kommen Büros, Geschäfte Kultureinrichtungen, die mittlerweile Kult-Status haben, und auch ein eigener Bereich für „Frauen-Wohnen“. Vom Single über die Jungfamilie bis zum durchaus gut verdienenden Trendsetter reicht die Zielgruppe der Bewohner des „Kabelwerks“.
Allen gemeinsam ist das Thema „Wohnen und Arbeiten in einer neuen Stadt“. Dass da ein autofreier Grün- und Erholungsraum im Mittelpunkt der „Wrapping Around Architetcure“ steht, die diese Freizeitzone umgeben, ist – zumindest im neuen Wiener Wohnbau – fast selbstverständlich.

Multikulti mitten in Simmering
Wie Integration auch durch sozialen, von der Stadt geförderten Wohnbau vorangetrieben werden kann, beweist in der Simmeringer Hauptstraße 192 A das 112 geförderte Mietwohnungen umfassende Projekt der „Hallamasch Artists“. Zentral für dieses Projekt ist, dass es neben viel Grünraum in der großteils südostwärts orientierten Wohnanlage einen optimalen Mix an Freizeitmöglichkeiten für die Begegnung verschiedener Kulturen gibt. Zusätzlich zu privaten Balkonen oder Wintergärten gibt es nämlich jede Menge Gemeinschaftseinrichtungen von der Sauna bis zum Grillplatzl, die genau jenen friedvollen Dialog der Kulturen ermöglichen, der für die Zukunft der Stadt so entscheidend sein wird.


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(c) Stadt Wien


Die Biker City

Neben einer komplett autofreien Stadt jenseits der Donau ließen sich Bauträger Gesiba sowie die Planer von Ganahl Ifsits Larch ZT-KEG und Claudia König für die Leopoldstadt etwas völlig Neues einfallen: keine komplett autofreie Stadt, aber eine waschechte Bike City im wohl optimalsten Radler-Bezirk Wiens. In 99 geförderten Mietwohnungen finden Fahrrad-Freaks alles, was ihren speziellen Bedürfnissen entgegenkommt: Das gesamte Erdgeschoss ist vom gesicherten Fahrradabstellplatz bis zur Werkstätte und Wellnesszone dem Rad gewidmet. Die Stiegenaufgänge sind extrabreit, vor den Wohnungen gibt es eigene Fahrradabstellplätze. Kein Wunder, dass die Vergabe der Wohnungen binnen sehr kurzer Zeit abgeschlossen war.

Seniorengerechter Wohnbau
Dass es angesichts der demografischen Entwicklung längst zur Selbstverständlichkeit wurde, möglichst viele barrierefreie Wohnungen zu bauen, braucht man eigentlich nicht extra zu erwähnen. Dass aber Wien auch darauf Wert legt, dass es beim geförderten Wohnbau einen intensiven Dialog der Generationen und schönes sowie leistbares Wohnen auch für Senioren geben muss, ist im internationalen Vergleich viel, viel mehr wert als ein paar Zeilen.

Die Wohnbaubeispiele zeigen, dass die mehr als 600 Millionen Euro, die Wien jährlich für die Wohnbauförderung aufwendet, durchaus zukunftsträchtiges und gut angelegtes Steuergeld sind – denn älter werden wir alle – hoffentlich. Und schön wohnen wollen wir dann auch.


Mehr Infos finden Sie hier:

www.buwog.at
www.kabelwerk.at
www.oesw.at


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