07. Juli 2008 12:28
"Konservative lassen Große Koalition platzen" titelt "Spiegel-Online"
und listet in einem sehr nüchternen Beitrag die Geschehnisse am
Montag-Vormittag auf. "Stern.de"
titelt "Große Koalition in Österreich geplatzt" und
sieht die "Zukunft Gusenbauers auf der Kippe".
Regierungskrise
"welt.de "
sieht nach wie vor eine "Regierungskrise" in Österreich und
berichtet: "Große Koalition in Österreich ist geplatzt".
In dem Bericht heißt es weiter: "Nach einer monatelangen
Regierungskrise in Österreich ist die große Koalition aus SPÖ und ÖVP am
Ende."
Neuwahlen angesagt
Hingegen sieht das Web-Portal des Berliner
Nachrichten-Senders n-tv
"Österreich vor Neuwahlen", da "Rot-Schwarz gescheitert"
ist. Die Meldung ist allerdings im Auslandsressort versteckt. n-tv weiter:
Die rot-schwarze große Koalition in Österreich ist nach nur eineinhalb
Jahren am Ende. Der Vorsitzende der konservativen Volkspartei ÖVP, Wilhelm
Molterer, zog Konsequenzen aus dem Dauerkrach der Koalition und forderte
Neuwahlen.
Der Konkurrenz-Kanal N24
berichtet in seiner Aufmacher-Konsole: "Rot-Schwarz am Ende -
Vizekanzler Molterer fordert Neuwahlen". Das Online-Portal der ARD-Tagesschau
meint, über den "Streit um Europapolitik" sei es zum Ende von
Österreichs Großer Koalition gekommen.
Aus für Gusi
Auch die renommierte NZZ
macht das Scheitern der Regierungs-Koalition in Österreich zur Top-Meldung
auf ihrem Online-Portal: "Die Regierung Gusenbauer vor dem Aus - Die
konservative ÖVP verlangt sofortige Neuwahlen". Die Hamburger
Wochenzeitung Die
Zeit lanciert die Meldung "Große Koalition am Ende" auf
Platz zwei ihres Online-Portals.
Für viele internationale Medien dürfte die aktuelle Entwicklung in
Österreich allerdings sehr überraschend gekommen sein, denn vielfach wird
nur ein Agentur-Text widergegeben, Analysen und Kommentare fehlen
weitgehend.