"Sugar Man" in Wien

"Songschreiben ist doch wie Radfahren"

Musik. Sixto Rodriguez ist der Kultstar der Musikszene: jahrelang tot geglaubt, 1998 von von zwei südafrikanischen Journalisten entdeckt und Inhalt der oscargekrönten Dokumentation Searching for ­Sugar Man. Das ÖSTERREICH-Interview mit der Folk-Legende:

ÖSTERREICH: Am Mittwoch gaben Sie Ihr allererstes Österreichkonzert …
Rodriguez: Dass ich einmal in der wunderschönen Stadt Wien auftreten darf, hätte ich mir nie im Leben träumen lassen. Doch seit dem Film hat sich mein Leben komplett auf den Kopf gestellt.

ÖSTERREICH: Wie wichtig war der Film für Ihren zweiten Karrierefrühling?
Rodriguez: Ohne den Film wäre ich wohl weiter Politiker in Detroit. Dabei hatte ich mit dem Film gar nichts zu tun. Ich bin da­rin ja auch nur acht Minuten zu sehen. Doch diese Geschichte ist so emotionell, dass sie die Menschen bewegt und den Machern einen Oscar brachte.

ÖSTERREICH: Wie funktioniert die Verbindung zwischen Musik und Politik?
Rodriguez: Man hört Musikern eher zu, weil sie einen Celebrity-Status haben. Und darauf baue ich.

ÖSTERREICH: Alle Ihre Songs sind aus den 1970er-Jahren. Kommt auch wieder Neues?
Rodriguez: Ja, denn das Songschreiben verlernt ja man nicht. So wie Radfahren. Ich lasse mich dazu auch von aktuellen Pop-Trends beeinflussen.

(zet)

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