Hass-Attacke auf unsere Wurst

Politkampagne vor Song Contest

Hass-Attacke auf unsere Wurst

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Kein anderer der 36 Kandidaten des heurigen Eurovision Song Contest polarisiert so wie Conchita Wurst. Das schwedische Aftonbladet hat die Österreicherin mit Bart bereits zur großen Favoritin gekürt, für die deutsche taz setzt sie „neue Standards“, Berlingske, eine der größten Tageszeitung Dänemarks, prophezeit uns zumindest einen Platz unter den Top 10.

Aber gerade in den osteuropäischen Ländern wird derzeit gegen unsere Teilnahme brutalst mobil­gemacht.

Armeniens Kandidat Aram MP3 (ebenfalls ein Anwärter auf den Sieg) erklärte öffentlich: Conchitas Auftreten sei „nicht normal und nicht passend“. Nach Protesten folgte eine persönliche Entschuldigung.

Politiker wettert gegen "spirituelles Verderben"
Anders dagegen der russische Lokalpolitiker Witali Milonow. „Der Liveauftritt von Conchita Wurst auf derselben Bühne mit den russischen Künstlern ist eine unverhohlene Propaganda von Homosexualität und spirituellem Verderben“, wetterte er. Ganz Ähnliches erklärt auch der 26-jährige Weißrusse Artyom Kirashyov, der online sogar eine Petition gegen den Wurst-Auftritt veröffentlich hat.

Conchita nimmt unterdessen den Rummel um ihre Person gelassen. Ihr Ziel: „Das Finale erreichen.“ Morgen startet schon das erste Halbfinale unter anderen mit Schweden, den Niederlanden und Russland. Conchita ist erst am Donnerstag dran.

Dieser Irre will unsere Conchita stoppen

Er kämpft gegen „homosexuelle Propaganda“, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und „perverse europäische Werte“ und genau darum will er jetzt um jeden Preis Conchita Wurst stoppen. Der 26-jährige Weißrusse Artyom Kirashyov erklärt im Gespräch mit ÖSTERREICH: „Der Eurovision Song Contest hat nichts mehr mit Musik zu tun. Es ist eine Zumutung!“
„Für eine gesunde Familie“. Der Veterinärmediziner hat deshalb nun eine Online-Petition gestartet. Inhalt: „Der Transvestit Conchita Wurst ist unannehmbar für die weißrussische Gesellschaft.“ Um eine „normale und gesunde Familie zu erhalten“, soll gleich der ganze Song Contest eingestellt werden. Bis jetzt unterschrieben 4.092 Menschen.

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