Kümmert begeistert bei Wien-Konzert

Ausverkauft

Kümmert begeistert bei Wien-Konzert

Glatzkopf statt struwweligem Haarkranz, der Wirbelbart kurz gestutzt, keine Krankenkassenbrille mehr und statt Holzfällerhemd und Kapuzenpulli ein schwarzes T-Shirt mit dem Aufdruck "Who the fuck is Mick Jagger?": Und doch war Andreas Kümmert am Donnerstagabend im ausverkauften Wiener Stadtsaal unverkennbar, als der bescheidene 29-Jährige mit der "Joe Cocker"-Stimme zum allerersten Ton ansetzte.

Blues-Abend
Es war das erste Konzert des schüchternen Oberfranken in Österreich - im Mai des Jahres hätte er die volle Wiener Stadthalle und so nebenbei rund 200 Millionen TV-Zuseher beeindrucken können. Doch der per Eigendefinition "kleine Musiker" hatte ja nach seinem bravourösen Sieg bei der deutschen Vorwahl zum Song Contest zur Überraschung aller während der Liveshow einfach der Zweitplatzierten Ann Sophie den Vortritt gelassen (mit bekanntem Ausgang...).

Kümmert ist nun seit Anfang September "Live und Akustisch" in Deutschland unterwegs, mit einem Abstecher nach Österreich eben: Er selbst an der Gitarre, Musikerkollege Sebastian Bach (der heißt wirklich so und ist großartig) an der Orgel, pardon: dem Synthesizer. Und Andreas Kümmert legte vom Start weg los: mit großartiger Stimme kniet er sich sozusagen rein in Blues und Rock. Nach der ersten Nummer meinte er verschmitzt: "Das nächste Stück ist eine Blues-Nummer - und ich fürchte, das zieht sich durch den Abend."

Diashow Andreas Kümmert in Wien

Andreas Kümmert spielt in Wien auf

Andreas Kümmert spielt in Wien auf

Andreas Kümmert spielt in Wien auf

Andreas Kümmert spielt in Wien auf

Andreas Kümmert spielt in Wien auf

Andreas Kümmert spielt in Wien auf

Andreas Kümmert spielt in Wien auf

Andreas Kümmert spielt in Wien auf

Andreas Kümmert spielt in Wien auf

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Klassiker
Natürlich kam er zur Freude des Publikums aber auch um einige Joe-Cocker-Klassiker nicht umhin. Und das kraftvolle "Feelin' Alright" war denn auch quasi das Motto des Abends. Wobei Kümmert viele eigene Songs - etwa "Simple Man" - ins Programm gemischt hat, die mit den Rock-Klassikern durchaus auf Augenhöhe daherkommen.

Der 29-Jährige präsentiert sich - nach einer Verdauungsphase des Shitstorms, der in seiner Heimat wegen des ESC-Verweigerung auf ihn eingeprasselt war - jetzt deutlich lockerer und sicherer auf der Bühne, als man ihn aus dem TV kennt. Und er bewies zudem, dass er stilsicher auch anderes als Raubein-Rock kann: Etwa mit einer feinen Version des Commodores-Hits "Easy" gleich zu Beginn oder dem Crooner-Klassiker "Fly Me To The Moon".

Auftakt für das Zugaben-Set war dann aber doch wieder seine mittlerweile legendäre Version von Elton Johns "Rocket Man", mit der Kümmert vor zwei Jahren bei der Blind Audition für die Casting Show "Voice of Germany" aus dem Nichts heraus für Furore gesorgt hatte. Und ganz am Ende: Joe Cocker again - eine grandiose, intensive und berührende Version von "You Are So Beautiful".
 

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