Madonna irritierte 25.000 Fans

Konzert-Flop in Wien

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Madonna irritierte 25.000 Fans

69 Minuten verspätet, extrem brutal und kaum Hits. Madonnas Wien-Konzert erregt die Fans. 30.000 zürnen der Pop-Queen.

„Sie sollte nur mehr im Studio sitzen und definitiv nicht mehr live performen“, „Grottenschlecht“, „Eine Blamage“ – auf Facebook schwappen die Emotionen über. Madonna (53) enttäuschte am Sonntag mit ihrem desaströsen Wien-Konzert die Fans: 69 Minuten Verspätung, leere Ränge und eine bizarre Brutalo-Show. Fast 20 Minuten lang ballerte sie zu dissonantem Hard-Rock-Sound mit dem Maschinengewehr herum, „killte“ fünf ihrer Tänzer. Und das wenige Tage nach dem Batman-Massaker.

Viel Playback, kaum Hits
Vor nur 30.000 Besuchern (das sind um 21.000 weniger als zuletzt bei Bruce Springsteen) inszenierte die vermeintliche Pop-Queen eine aufgeblasene, sinnlose Bombast- und Lärm-Orgie.

Verarschung
Bei acht wirren Kostümwechseln und oft bis zur Unkenntlichkeit verunstalteten Hits (Open Your Heart) entglitt ihr das Wien-Konzert zur Publikums-Verarsche: Klassiker wie Ray of Light oder Holiday wurden dabei nur in Video-Einspielungen dargeboten und das oft nur für Sekunden.

Skurriler Auftritt: „Wien, könnt ihr denn Englisch?“
Dafür nervte Madonna mit neun Songs der Flop-CD MDNA (war nur 5 Wochen in den Charts) und extremer Play-back-Show.

Skurril auch ihre vierminütige Rede nach dem ebenso unbekannten wie unnötigen World-Music-Inferno Sagara Jo (ein Song, den niemand kennt). Da laberte sie über ihr Skandal-Konzert in Paris („Wer negativ darüber geschrieben hat, war nicht mit dem Herzen dort“) und beleidigte die Wiener-Fans: „Könnt ihr überhaupt Englisch?“

Strip und Pfiffe
Hunderte Fans verließen vorzeitig das Stadion. Da nützte auch der Strip bis zum Mini-String-Tanga nichts mehr. Selten gab es im Happel-Stadion so wenig Applaus, dafür viele Pfiffe.

Übrigens: Nach dem Madonna-Flop ging das Chaos erst richtig los: Da die Show erst nach Mitternacht endete – das war ein Stadion-Novum! –, kamen viele Fans nicht mehr mit den Öffis heim.

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Pop-Kritik: Die Demontage einer Pop-Ikone

Madonna 2008 auf der Donauinsel – das war eine Frechheit. Madonna 2012 im Stadion – ein Desaster! Selten hat sich eine Ikone so demontiert. 69 Minuten Verspätung, eine völlig an den Fans vorbeischmetternde Songauswahl und sinnlose Zwischenansagen. Madonna bemühte sich erst gar nicht um Publikumsnähe, sondern inszenierte sich als herablassende Musikdiktatorin.

MDNA live in Wien, das war eine sinnlose Bombast-Orgie mit viel zu viel Gewalt und viel zu wenigen Hits. Madonnas dünnes Stimmchen erklang entweder play-back oder erbärmlich schlecht (Open Your ­Heart). Die Video-Einspielungen waren meist spannender. Wirklich gut war nur der Soundcheck.

Die Tickets wurden auf eBay um einen Euro verschleudert – selbst das war noch zu teuer.

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