Kopie von Preise und Preispolitik im Netz

Shoppen im Internet

Kopie von Preise und Preispolitik im Netz

Grafik1.JPG © test

Quelle: ORF

Der Onlinemarkt boomt seit der rasanten Entwicklung des Internets seit Jahren und viele Verbraucher stehen vor einer Vielzahl an Möglichkeiten, online einzukaufen, Dienstleistungen anzunehmen oder miteinander zu kommunizieren. Durch das Internet sind zahlreiche Vergleichsmöglichkeiten für Kunden entstanden, um gute Preise für die gewünschten Produkte zu erhalten. Darüber hinaus ist mit den Online-Tauschbörsen und Aktionshäusern eine neue Kultur des Warenaustausches entstanden, der über viele Grenzen hinweg möglich ist.

Durch mobile Geräte können Kunden jederzeit über die neusten Informationen und Angebote informiert werden und Unternehmen haben über die mobile Vernetzung die Gelegenheit, noch gezielter an ihre Zielgruppen heranzukommen und effektiver zu werben. Trotzdem sollten Kunden wachsam bleiben und sich vor versteckten Kostenfallen schützen, die im Internet leicht zu übersehen sind. Hilfreich ist es, nach seriösen Merkmalen zu suchen und beim Zahlungsvorgang auf sichere Verbindungen zu achten.

  1. Entwicklung der Verbreitung und der Preise für das Internet
  • Entwicklung der Einwahloptionen und Gebühren von Providern und Anbietern

In Österreich gibt es seit August 1990 die ersten fixen Standleitungen von Computern an das Internet. Durch die zentrale Lage in Europa konnte in Österreich eine Verbindung der Universität Wien mit der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN in Genf erfolgreich eingerichtet werden. Die erste Bandbreite lag bei 64 Kilobit pro Sekunde. Heutzutage sind rund 70 bis 80 Prozent der österreichischen Haushalte mit dem Internet verbunden und nutzen dieses nahezu täglich.

Grafik2.JPG

Quelle: http://austria-forum.org/

Am Anfang gab es in Europa viele kleine Provider, welche den Zugang zum Internet ermöglichten. In Österreich entwickelte sich in den 90ern der erste Provider in Wien, der Vienna Internet Exchange (VIX) und es folgte der Provider-Verband ISPA, Internet Service Providers Austria, über den die österreichischen Bürger ihren Internetzugang erhielten. Bevor es die ersten Bandbreitenverbindungen gab, musste sich jeder über ein Modem in das Internet über das Telefonnetz einwählen, oft zu zusätzlichen Telefonkosten.

 

  • Geschwindigkeit und Durchschnittspreise

Die Geschwindigkeit von 64 Kilobits pro Sekunde war anfangs nur an den Universitäten möglich. Heutzutage liegt die Downloadgeschwindigkeit im Durchschnitt bei 523 Kilobits pro Sekunde. Ein Ausbau nach oben ist allerdings möglich, denn in Rumänien liegt die durchschnittliche Downloadgeschwindigkeit bei 17,62 Megabit pro Sekunde, was dieser Artikel erläutert. Allerdings hat Österreich in den letzten Jahren deutlich zugelegt und will den Breitbandausbau weiter vorantreiben. Für das Breitbandinternet sind in Österreich je nach gewünschter Downloadgeschwindigkeit zwischen acht und 100 Megabit pro Sekunde und meist mit integrierten Telefonkosten zwischen 18 bis 70 Euro zu zahlen. Es kann jedoch vorkommen, dass die gewünschte Downloadgeschwindigkeit nicht erreicht wird, je nach Modem, Provider und Lage.

  • Ausbau von Breitband-Internet und Nutzung

Der Evaluierungsbericht der Stabstelle Informations- und Kommunikationsinfrastruktur erläutert, dass bereits 80 Prozent der Haushalte in Österreich eine Breitbandverbindung besitzen. Die Zielsetzung für 2020 sieht vor, dass eine vollständige Verfügbarkeit mit „ultraschnellen Hochleistungs-Breitband“ gegeben ist. Mit einem großflächigen Ausbau der Netze durch Glasfasernetze will Österreich die Wettbewerbsfähigkeit der Region erweitern, denn bisher haben erst 1,6 Prozent aller Breitbandzugänge die neuste Technik eingesetzt.

 

d.      Relevante Domains und ihre Reichweite

In Österreich wurden bei der Einrichtung des Internets zunächst vier Domains gesichert:

·         ac.at:                    Akademische Domains

·         gv.at:                    Regierung und Behörden

·         co.at:                    Kommerzielle Domains

·         or.at:                    Sonstige Bereiche/Non Profit

Doch gegen Ende der 90er gab es den Durchbruch zu der .at Domain, die bis heute über 1,2 Millionen Domains registriert hat. Dies ist bei der Verwaltungsfirma nic.at möglich, während der technische Betrieb immer noch über das EDV-Zentrum der Universität Wien läuft.

Von den registrierten Domains werden rund 80 Prozent aktiv genutzt und mit der Aktion „Österreich setzt auf AT“ sollen die beliebtesten und bekanntesten Domains nach Branche gekennzeichnet werden.

 

  1. Online-Auktionen und Onlineshops: Vorsicht bei der Preisangabe
  • Schnäppchen bei Online-Auktionen

Wer im Internet günstig einkaufen will, kann bei Online-Auktionen und Tauschbörsen einige Schnäppchen schlagen. Doch Käufer sollten besonders bei Auktionen darauf achten, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen, denn gewiefte Händler wissen, wie sie die Preise geschickt nach oben treiben können. Über 1,4 Millionen Österreicher nehmen regelmäßig an Auktionen im Internet teil und die Anzahl steigt.

  • Preisgrenze setzen

Wer bei einer Online-Auktion mitbieten will, sollte sich vor dem Start zwingend eine absolute Obergrenze für den zu zahlenden Preis setzen. Dabei ist es zum Beispiel sinnvoll, den Wert des Gegenstandes einzuschätzen oder sich vorher darüber zu informieren. Handelt es sich nicht um ein wertvolles Einzelstück und ist dieser im Handel noch erhältlich, sollte der Käufer nicht mehr dafür zahlen. Die Obergrenze hilft außerdem, sich selbst zu zügeln, um das eigene Budget nicht zu sehr zu strapazieren.

 

  • Mehrere Angebote einholen

Der Vorteil der Internetauktionen liegt in den vielen Angeboten, welche die Käufer für sich nutzen können. Selbst bei einer einzigen Online-Auktion-Börse kann das gewünschte Objekt mehrmals vorliegen, so dass der Käufer die Konditionen oder den Stand der Gebote verfolgen kann. Auf mehrere Gegenstände mitzubieten, ist jedoch nur für erfahrene Bieter sinnvoll, denn wer sich verzettelt, sitzt am Ende auf zwei Käufen fest, die er bezahlen muss.

Grafik3.JPG

Quelle: Nachrichten.at

 

  • Höhe, Zeitpunkt und Abschluss der Gebote beachten

Wichtig ist es, nicht als erster zu bieten, sondern die Gebote eine Weile lang zu verfolgen, um den Preis nicht zu sehr in die Höhe zu treiben. Der beste Zeitpunkt liegt in den letzten Minuten der Auktion vor, denn dort zeigt sich, wer welche Schmerzgrenze besitzt. Der Bietende sollte außerdem nicht sofort sein Höchstgebot setzen, sondern einen niedrigeren Wert eingeben, denn erst in den letzten Sekunden der Auktion kann der Bietende seinen Höchstwert nutzen. Liegt dieser zum Beispiel bei 200 Euro und der Höchstbietende hat einen Wert von 180 Euro eingegeben, so erhält der Käufer den Gegenstand für 181 Euro. Eine ausführliche Anleitung zum Mitsteigern gibt es in diesem Video:

 

  • Vorsicht vor Preistreibern
  • Gekaufte Mitbieter erkennen

Da viele Verkäufer mit den Angeboten Geld einnehmen wollen, setzen sie darauf, dass die Preise nach oben gehen. Scheinbieter lassen sich daran erkennen, dass sie sehr früh sehr hohe Bieterpreise einsetzen und dies in regelmäßigen Abständen. Viele Auktionshäuser unterbinden diese Betrügerei und mit einem Blick auf die letzten Bewertungen lassen sich einige unseriöse Anbieter entdecken. Auf keinen Fall sollten Käufer ihr Maximalgebot heraufsetzen, wenn sie bei einer Auktion merken, dass die Preise rasant ansteigen.

  • Seriöse Verkäufer ausfindig machen

Die Bewertungsprofile von Verkäufern sind ein gutes Indiz dafür, um seriöse Händler zu erkennen. Gibt es innerhalb einer sehr kurzen Zeit allerdings überwiegend positive Bewertungen, die alle sehr gleich klingen, sollte der Käufer vorsichtig sein. Einige Auktionshäuser geben Siegel an für Top-Verkäufer oder Käuferschutz. Seriöse gewerbliche und private Händler treten außerdem nach Auktionsende sofort in Kontakt mit dem Käufer und wickeln Versand und weitere Fragestellungen ab. Darüber hinaus nutzen vertrauenswürdige Verkäufer sichere Zahlungsmittel wie PayPal oder auch eine Barzahlung bei Abholung. Ist nur nach einer Überweisung gefragt, sollte der Käufer aufmerksam werden, denn das Geld ist bei Betrug oft schwer zurückzuerhalten.

  • Überteuerte Versandkosten und Plagiate

Vor dem Mitbieten sollten sich Nutzer die Artikelbeschreibungen genau durchlesen, denn viele Betrüger arbeiten mit zahlreichen Tricks. Zum Beispiel ist angegeben, dass der Käufer auf die Verpackung bietet, nicht jedoch auf den Inhalt. Formulierungen wie „Sie bieten nur auf…“ oder „angeboten ist nur…“ geben Hinweise auf einen vermeintlichen Betrug. Wer zum Beispiel eine andere Ware erhält, als auf dem Bild angegeben ist, kann sich nach Ende der Auktion jedoch meist nur auf die Artikelbeschreibung berufen. Darüber hinaus gibt es Verkäufer, welche sehr hohe Versandkosten angeben, obwohl die Produkte nicht besonders groß oder sehr schwer sind. Gibt es zu den Versandkosten keine Angaben, sollte der Nutzer vor dem ersten Gebot nachfragen und die Angaben mit den üblichen Versandkosten für Europa und Österreich vergleichen.

Grafik4.JPG

Quelle: Post.at

 

  • Seriöse Onlineshops und ihre Erkennungsmerkmale
  • Ausführliche AGB und Datenschutzerklärung

Einen seriösen Shop erkennen Käufer anhand von ausführlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und den Datenschutzerklärungen, welche auf der Homepage des Shops einfach zu finden sein sollten. Es ist laut österreichischem E-Commerce-Gesetz zwar nicht verpflichtend, die AGB anzugeben, allerdings helfen sie, die Bedingungen für den Kaufvertrag transparent zu machen und geben den Händlern die Möglichkeit, die Konditionen detailliert zu erklären. Das Unternehmen RAAB-Verlag erläutert in den AGB zum Beispiel, welche Mindestbestellwerte es gibt, wann der Kaufvertrag zustande kommt und bis zu welchem Zeitraum Reklamationen möglich sind. So klären sich bereits im Vorfeld eventuelle Fragen zur Bestellung oder Lieferung. Amazon erläutert in der Datenschutzerklärung, welche Daten auf der Homepage während des Einkaufs erhoben und zu welchem Zweck diese Daten im Unternehmen verwendet werden. So gibt es zum Beispiel Produktempfehlungen per E-Mail oder gezielte Werbekampagnen, die der Kunde jedoch unterbinden kann.

 

  • Impressum und renommierte Gütesiegel vorhanden

Für einen Onlineshop ist laut E-Commerce-Gesetz verpflichtend, ein Impressum anzulegen, falls dieses fehlt, handelt es sich nicht um einen seriösen Anbieter. Im Impressum müssen folgende Daten zu finden sein:

1.       Name oder Firma

2.       Geografische Anschrift

3.       Angaben, mit denen der Nutzer direkt in Kontakt treten kann, inklusive elektronische Postadresse

4.       Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht, wenn vorhanden

5.       Zuständige Aufsichtsbehörde, falls notwendig

6.       Kammer, Berufsverband oder ähnliche Einrichtung, Berufsbezeichnung und Mitgliedsstaat

7.       Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, falls vorhanden

Quelle: http://www.internet4jurists.at/e-commerce/impressum1a.htm

Wer als Kunde auf Nummer sicher gehen will, kann sich auf den Shopseiten nach bekannten Gütesiegeln umschauen, die mittlerweile von einigen Zertifizierungsstellen vergeben werden. Das E-Commerce-Gütezeichen stammt zum Beispiel von der Wirtschaftskammer Österreich, dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Bundesarbeitskammer und wurde auf Initiative des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation in die Entwicklung gegeben. Es gehört zu einer europaweiten Kooperation mit nationalen Gütesiegeln, die gemeinsame Standards und Prüfungsverfahren aufzeigen. Zu den wichtigsten Kriterien gehören unter anderem der Datenschutz, das Verhalten dem Kunden gegenüber und die Gewährung der Rechte wie Rücktrittsrecht und Widerrufsrecht. Diese Zertifizierungen kosten je nach Aufwand und Größe der Firma ab 500 Euro aufwärts, plus einer jährlichen Nutzungsgebühr. Vorteile liegen bei den Shops in einem größeren Vertrauen der Kunden, Umsatzsteigerungen und zusätzliche Informationen zu Veränderungen der Gesetzeslage. Beschwerden und Probleme können ebenfalls neutral gelöst werden und verhelfen zu einer besseren Transparenz für Kunden.

Grafik5.JPG

Ein weiteres Siegel ist Trusted Shops, bei dem bereits mehr als 18.000 Onlineshops in Europa zertifiziert sind, inklusive unabhängiger Bewertungsmöglichkeiten und Absicherung durch einen Käuferschutz. Zum Beispiel müssen mindestens 90 Prozent der Bestellungen mit Garantie positive oder neutrale Bewertungen erhalten haben und bei Garantieanfragen sollten die Shops innerhalb von fünf Werktagen antworten. Diese Gütesiegel dürfen nicht ohne Zertifizierung auf den Shopseiten stehen und meist ist dies daran zu erkennen, dass das Siegel nicht auf die entsprechende Bewertungshomepage weiterführt.

 

  • Transparente Bestellungsdetails und Informationen für den Käufer

Für den Käufer ist es wichtig, dass er Versandkosten und Zusatzkosten vor der Bestellung erkennen kann und dass die Lieferbedingungen klar definiert sind. Wer erst bei Abschluss des Kaufes erfährt, dass Sonderkonditionen für Anlieferungen in bestimmte Stockwerke oder Abendaufschläge vorliegen, ist meist von den hohen Kosten überrascht. Laut E-Commerce-Gesetz sind Verkäufer dazu verpflichtet, diese versteckten Kosten aufzudecken oder Auskunft darüber zu geben. Sind während des Bestellvorgangs keine Informationen ersichtlich, sollte der Käufer direkt nachhaken und sich die Angebote einholen. Die Wareninformationen sollten ausführlich sein und das Produkt genau beschreiben, von Größe, Gewicht zu Inhalt, Farbe und Material. Auf Watchlist Internet gibt es weiterführende Informationen zu Fakeshops und Fallen im Internet, mit aktuellen Warnhinweisen und Schutzmöglichkeiten.

 

  1. Zahlungsverkehr im Internet – Risiken und sichere Optionen
  • Klassische Methoden: Nachnahme und Vorauskasse

Zu Beginn der Versandhandelsketten entstanden erste alternative Bezahlmethoden gegenüber der Barzahlung und Rechnung. Per Nachnahme bedeutet die Zahlung des Geldes bei Lieferung an den Zusteller des Paketes. Der Vorteil liegt darin, dass der Kunde seine sensiblen Kontodaten nicht an den Händler weitergeben muss. Ein Nachteil ist allerdings, dass er erst nach der Zahlung überprüfen kann, ob die Ware fehlerfrei und richtig ist und es kommen hohe Gebühren dazu. Die Vorkasse stellt den Käufer in Vorleistung und erst mit Erhalt des Geldes geht die Bestellung in Arbeit. Die Lieferung kann sich so verzögern und falls der Händler vor Lieferung insolvent geht, bleibt der Kunde auf seinen geleisteten Kosten ohne Ware sitzen.

  • Kreditkarte: Gefahren und sichere Übertragungen

Grafik6.JPG

Quelle: https://www.wko.at/

Die Kreditkarte wird als Zahlungsmittel immer beliebter, denn das Verfahren ist unkompliziert und viele Shops bieten zusätzliche Absicherungen an. Wichtig ist es allerdings, die sensiblen Daten nur über verschlüsselte Verbindungen zu übermitteln. Dies erkennen Käufer anhand von Schlüsseln im Browserfenster oder über ein Vorhängeschloss in der Beschreibungszeile. 3-D Secure Sicherheiten geben mittlerweile viele Kreditkartenanbieter an, welche ein zusätzliches Passwort zur zweifelsfreien Identifizierung des Karteninhabers verwenden.

  • Paypal und Co.: Vermittlersysteme

PayPal ist eine Vermittlung der Gelder über ein virtuelles Konto, von welchem aus die Shops bezahlt werden können. Dies ist mit einer Kreditkarte oder der Lastschrift des Kontos möglich und die Transaktion erfolgt allein über das PayPalkonto, ohne dass der Verkäufer die sensiblen Kundendaten übermittelt bekommt. Stornierungen und Rücküberweisungen sind jedoch ein wenig komplizierter und dauern meist länger, als bei anderen Bezahlungssystemen.

  • Sofortüberweisungen: Schnelle Variante der Vorkasse?

Die Sofortüberweisung nutzt kein Zwischenkonto, sondern leitet den Zahlungsweg an die Verkäufer direkt ein. Dies erfolgt über die Eingabe der Kontodaten und des Passwortes für das eigene Onlinebanking. Zusätzlich gibt es eine TAN-Nummer, welche die Überweisung absichern soll. Der Vorteil liegt darin, dass das Geld dem Verkäufer in Echtzeit zur Verfügung steht und die Verkäufe sehr schnell abgewickelt werden können. Das Unternehmen hinter der Sofortüberweisung erklärt, dass es bisher zu keinen Betrugsfällen gekommen sei, allerdings bemängelt beispielsweise DiePresse.com, dass nicht nur der Kontostand der Kunden abgefragt wird, sondern auch die Umsätze und der Dispokredit, ohne dass die Kunden ausführlich darüber in Kenntnis gesetzt wurden.

 

Am Sichersten bleibt die Überweisung und die Bezahlung auf Rechnung, denn bei der Überweisung sind Widerruf und Rückbuchung ohne Probleme möglich, besonders bei Lastschriftverfahren. Die Bezahlung auf Rechnung ist für den Kunden angenehm, denn er kann die Ware erst überprüfen und anschließend zahlen. Viele Shops bieten diese Option aus Angst vor Betrug jedoch nicht an.

 

    IV.            Preisvergleich im Internet: Fallen und Tipps

a.       Beispiel Online-Reisebüros: Topangebote als Wucher und Buchungshürden

Online-Reisebüros preisen sich oft selbst damit an, dass sie kostengünstiger sind als andere Anbieter und dass ihre Dienstleistungen viel Abwechslung für die Kunden bieten. Doch ähnlich wie bei Katalogen ist es für den Kunden manchmal schwer zu durchschauen, welche Angebote wirklich günstig sind. Wichtige Hinweise sind im Buchungssystem zu finden. Oft gibt es günstige Billigflieger und Pauschalangebote für wenig Geld und sobald der Kunde in das Buchungssystem kommt, schlägt der Anbieter zusätzliche Gebühren und Kosten auf den Endpreis. Automatisch vorausgewählte Versicherungen oder Zusatzangebote sind ebenfalls nicht zulässig, denn der Anbieter muss den zu zahlenden Endpreis angeben und darf nicht nach der Bestellung zusätzliche Kosten verlangen. Zum Beispiel bezahlen Kunden nur den günstigeren Preis, wenn sie mit bestimmten Karten zahlen und die Anbieter schlagen Buchungsgebühren und Extra-Services auf den Preis, wenn diese nicht extra abbestellt werden.

 

b.      Beispiel Abofallen: Versteckte Kosten und verbindliches Kleingedrucktes

Seit 2014 gilt in Österreich die Umsetzung der europäischen Verbraucherrechtlinien. Diese besagen, dass der Kunde bei der Bestellung sofort auf einer Schaltfläche erkennen muss, dass er eine Leistung erwirbt, die er zu zahlen hat. Weitere Informationen dazu gibt es auf folgender Homepage.

Die Button-Lösung soll außerdem das Problem der Abofallen lösen, denn oft verstecken sich hinter vermeintlich kostenfreien Angeboten kostenpflichtige, langfristig laufende Abonnements, die der Kunde nicht sofort wieder kündigen kann. Das „Kleingedruckte“ muss alle wichtigen Informationen zu Produkt und Bezahlung aufweisen und darf nicht innerhalb des Shops in Unterseiten versteckt werden.

 

c.       Beispiel Mahnungen und Inkassoforderungen: Erkennen von echten und falschen Mahnbescheiden

Eine weitere Betrugsmasche sind Mahnungen und Inkassoforderungen an Kunden, die im Prinzip keine Ware gekauft haben und die trotzdem dazu aufgefordert werden, ihren vermeintlichen Zahlungen nachzukommen. Oft kommen die Forderungen per Mail, mit Bezahlvorschlägen in Raten. Allerdings liegt die Beweispflicht bei den Inkassobüros, deshalb sollten Kunden auf keinen Fall eigene Beweise an das Büro schicken und die Mahnung ignorieren oder sich fachkundige Hilfe besorgen. Bei einem Mahnbescheid oder Einschreiben sollten die Betroffenen jedoch sofort reagieren und diese prüfen lassen, denn sonst vergehen eventuell wichtige Fristvorgaben.

 

      V.            Fazit

Im Internet einzukaufen, wird immer beliebter und unkomplizierter. Allerdings werden Betrugsversuche und Täuschungen nicht weniger, denn das Internet ist der Markt der Zukunft, in dem Daten, Transaktionen und Geschäfte abgewickelt werden und globale Netzwerke gespannt sind. Die IT-Kriminalität erhält jährlich einen großen Zulauf.

Grafik7.JPG

Quelle: http://www.bmi.gv.at/

Jeder Kunde sollte deshalb nie unüberlegt einkaufen oder Geschäfte abschließen, ohne die Unterlagen genau zu prüfen. Die Gesetzeslage wird zwar stetig erweitert, doch manchmal hängt sie den realen  Bedingungen ein wenig hinterher, weshalb der Kunde selbst aktiv werden sollte.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 9

Top Gelesen 1 / 10

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen