Rapid plant den nächsten Coup: Ein neues Jugend-Leistungszentrum könnte noch mehr Talente und Einnahmen bringen.
Wenn Rapid-Präsident Rudolf Edlinger künftig eine Bank betritt, muss er nicht mehr in die Kredit-Abteilung. Der ehemalige Finanzminister darf nun – wie Bayern-Manager Uli Hoeneß – die Abteilung für Vermögende besuchen. Denn Rapid hat zum Abschluss des laufenden Geschäftsjahres keine Schulden mehr, Rapid hat Geld. Viel Geld! ÖSTERREICH erfuhr: Gut vier Millionen Euro könnte der Rekordmeister auf die hohe Kante legen.
Millionen-Einnahmen
Machen wir die Milchmädchen-Rechnung: 4,5
Millionen negatives Eigenkapital (der kleine Mann sagt: Schulden) lasteten
noch vor Kurzem auf dem Rücken der Hütteldorfer. Dann kamen die Transfers
von Jimmy Hoffer und Stefan Maierhofer. Beide zusammen brachten ca. sieben
Millionen Euro, inklusive Gehaltseinsparungen. Hinzu kommt der Einzug in die
Europa-League-Gruppenphase, der etwa fünf Millionen an zusätzlichen
Einnahmen beschert (aus Zuschauer-, TV- und Sponsoren-Einnahmen sowie
UEFA-Prämien). Macht unterm Strich: ca. zwölf Millionen Euro!
Geld-Anlage
Zieht man 4,5 Millionen negatives Eigenkapital ab,
bleiben zunächst sogar 7,5 Millionen übrig. Doch ein Teil des Überschusses
(über zwei Millionen) wird durch das hohe Gehalts-Budget (ca. 15 Mio.)
aufgefressen. Auch die Nachverpflichtungen von Hamdi Salihi (ca. 600.000
Euro) und Ragnvald Soma (ca. 200.000) kosteten zusammen fast eine Million
Ablöse. Doch rund vier Millionen Plus bleiben. Die kann Rapid nun
zinsbringend anlegen. Oder vielleicht in zwei
neue Stars investieren? Oder noch besser: In ein neues
Jugend-Leistungszentrum! Damit der Klub künftig noch mehr Pehlivans, Drazans
oder Trimmels produziert.
Hoffer, Korkmaz & Co. haben gezeigt: Eine funktionierende Talentschmiede garantiert sportlichen Erfolg, totale Identifikation der Fans und finanzielle Sicherheit. Was will man mehr?
Autor: Rolf Heßbrügge
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