ÖSTERREICH-Interview

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Bauchweh bei Geburt des ersten Frühchens

ÖSTERREICH: Wie geht es den Babys und der Mutter?

DR. Gerhard Bogner: Wir kämpfen um die Vierlinge auf der Frühgeburten-Intensivstation. Die Mutter wurde aus dem Spital entlassen. Sie ist gesund und besucht die Babys drei Mal am Tag. Es ist ein Zittern, dass sie es schaffen.

ÖSTERREICH: Was ist das Besondere dieser Geburten?

Bogner: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand Vierlinge bekommt. Das passiert nur alle paar Jahre. In diesem Fall waren es extreme Frühgeburten an der Grenze der Lebensfähigkeit.

ÖSTERREICH: Wann haben Sie zum ersten Mal Kontakt zur Familie gehabt?

Bogner: Ich wurde von ihrem Gynäkologen gebeten, die Betreuung zu übernehmen. Das war in der 11./12. Schwangerschaftswoche. Der Frau ist es gut gegangen, sie war beschwerdefrei. Die Info, dass sie Vierlinge bekommen wird, hat sie gefasst aufgenommen.

ÖSTERREICH: Wie ist die Vorgeschichte des Paares?

Bogner: Nach einer gewissen Zeit hat sich keine Schwangerschaft eingestellt, es kam zur „Kinderwunschbehandlung“. Damit steigt aber auch das Risiko für Mehrlinge. Die meisten nehmen das in Kauf, um überhaupt ein Kind zu bekommen.

ÖSTERREICH: Wann wurde das erste Kind geboren?

Bogner: Es war in der 24. Woche, an der Überlebensgrenze. Zur Erklärung: Von der 22. bis zur 24. Woche überlebt nur die Hälfte. Ich hatte echt Bauchweh. Wir sind auf die Bremse gestiegen, konnten aber die Geburt nicht aufhalten.

ÖSTERREICH: Und dann?

Bogner: Wir wollten die anderen drei nicht demselben Risiko aussetzen. Die Mutter erhielt wehenhemmende Medikamente – damit konnten wir die Geburt eine Woche hinauszögern. Die drei sind dann per Kaiserschnitt in der 25. Schwangerschaftswoche auf die Welt gekommen.

ÖSTERREICH: Ihr Ausblick für die Zukunft?

Bogner: Es geht darum, wie die Kleinen die nächsten 15 Wochen überstehen. An sich brauchen Frühgeburten aber mehrere Monate und Jahre lang eine ständige Förderung.

ÖSTERREICH: Wie hat das Paar die Zeit gemeistert?

Bogner: Sie waren immer zuversichtlich. Die Unterstützung durch die Familie war sicher sehr wichtig.

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