Burn-out! Die neue Volks-Krankheit

Massenphänomen

Burn-out! Die neue Volks-Krankheit

Schlafstörungen, fix und fertig, nichts macht Freude – so geht es jedem vierten Österreicher. Warum? Immer mehr Österreicher werden vom Burn-out-Syndrom geplagt, sie fühlen sich leer und ausgebrannt. Grund: wachsender Stress durch Termindruck, Arbeitslast oder Druck vom Vorgesetzten.

„Neun von zehn Österreichern stehen in ihrem Berufsalltag zumindest gelegentlich unter Stress, jeder Zweite arbeitet sogar häufig oder ständig unter Belastung. In knapp jedem zweiten Fall ist das Stress-Level des Betroffenen im Anstieg begriffen“, so Thomas Schwabl. Sein Umfrageinstitut Marketagent.com stellte sich die Frage: „Wie ausgebrannt ist Österreich?“

2,5 Millionen Tage Krankenstand wegen Burn-out
Das Burn-out-Syndrom bekommt auch wirtschaftliche Bedeutung. Die Krankenstände aufgrund psy­chischer Probleme steigen stark. Mittlerweise geht in Österreich jeder 16. Krankenstandstag, insgesamt fast 2,5 Millionen, darauf zurück, klagt die Sozialversicherung. Die Krankenstände beim Burn-out-Syndrom sind noch dazu dreimal so lange wie bei anderen Krankheiten, im Schnitt 37 Tage.

Dabei kommt es gar nicht darauf an, ob man mit freudiger Begeisterung arbeitet oder in einem monotonen Job mit mieser Bezahlung malocht. Denn 84 Prozent der Österreicher haben Spaß an der Arbeit, trotzdem fühlen sich 25 Prozent ausgebrannt.

Freizeit-Stress
Auch nach vollbrachtem Werk hält die Belastung bei drei von vier Lohnabhängigen weiter an. Nur jeder Vierte kann nach Verlassen des Büros sofort abschalten. Jeder Zweite benötigt eine halbe bis ganze Stunde, um sich anderen Dingen widmen zu können. Erstaunlich wenig Stress macht die Angst vor Jobverlust: Nur einem von zehn Österreichern wachsen deshalb graue Haare.

Was machen die Geplagten gegen den Stress, fragte Marketagent.com. Zwei von fünf Arbeitnehmern helfen sich, indem sie mit Kollegen ihr Leid beklagen. Besonders Frauen schwören auf die lindernde Wirkung. Ebenso viele Arbeitnehmer halten eine Kaffeepause für beruhigend. 23 Prozent rauchen, wenn die Anspannung zu groß wird, und 16 Prozent greifen zu Süßigkeiten.

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