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Ramprecht: "Jetzt klage ich Grasser"

Die teilweise Niederlage gegen seinen früheren Chef Karl-Heinz Grasser letzte Woche vor Gericht haut Michael Ramprecht nicht um. „Ich mache weiter“, sagt er. „Alles muss ans Licht kommen.“ Im Herbst hatte Ramprecht im profil gesagt, der Buwog-Verkauf sei ein „abgekartetes Spiel“ gewesen. KHG, in dessen Finanzminister-Ära diese Privatisierung fiel, klagte wegen Übler Nachrede – und bekam in diesem Punkt Recht (Urteil ist nicht rechtskräftig).

Ramprecht wird nicht nur Berufung einlegen. Vielmehr schlägt der inzwischen als Unternehmer tätige Kärntner nun zurück und klagt seinerseits KHG wegen Übler Nachrede. „Grasser hat wiederholt gesagt, er werde von mir seit 2 Jahren erpresst. Ein Unsinn, den ich nicht auf mir sitzen lassen kann“, so Ramprecht zu ÖSTERREICH. Sein Anwalt Michael Pilz prüft die Klage jetzt und wird sie in den nächsten Tagen einbringen.

Als ehemaliger Grassers-Mitarbeiter steht Ramprecht inzwischen selbst unter Untreueverdacht in der Causa Buwog. Als „Neben-Beschuldigter“ – weil er Grasser beim Buwog-Deal geholfen hätte.

Razzia: „Fünf Leute sprangen aus Gebüsch“
Vergangenen Freitag wurde Ramprecht vom Staatsanwalt einvernommen. „Sechs Stunden hat man mich befragt“, sagt er. „Macht nichts – das dient der Wahrheit.“

Einige Tage vorher hatte es eine Hausdurchsuchung bei Ramprecht gegeben. „Ich komme in der Früh in Wien aus dem Haus, da springen fünf Leute aus dem Gebüsch und sagen, ich muss mit ihnen wieder rein.“ Zeitgleich seien seine Klagenfurter Wohnung und seine Kärntner Firma versiegelt worden. „Safe, Disketten, Computer, Handy – alles wurde mitgenommen“, sagt Ramprecht. „Ich habe gedacht, wenn sie zu mir kommen, wird erst recht bei Grasser eine Hausdurchsuchung sein – aber nix da. Der genießt wohl einzigartigen Schutz.“

Die Ermittler suchten vor allem eine Sprachdatei, die Ramprechts Vorwürfe gegen KHG untermauern könnte. „Wäre die bei mir, hätte ich sie doch längst selbst dem Staatsanwalt gegeben“, sagt Ramprecht.

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