Wiederbetätigung

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"Sieg Heil": Rosenkranz-Sohn angezeigt

Ausgerechnet für Rosenkranz-Sohn Volker (20) wird das Verbotsgesetz nun zum Verhängnis: Weil er am 24. April, am Tag vor der Präsidentenwahl, Schüler vor dem Rathaus angepöbelt und dabei zwei Mal „Heil Hitler“ geschrien haben soll, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft – das berichtet News.

Nach Ball: Rosenkranz pöbelte vier Schüler an
Die Opfer haben Rosenkranz anhand eines ÖSTERREICH-Berichts am Tag der Wahl, bei dem Volker und alle Kinder von Barbara Rosenkranz mit Foto abgebildet waren, identifiziert.

ÖSTERREICH sprach mit dem Veranstalter des Schülerballs im Rathaus, den die vier 16- und 17-jährigen Opfer kurz vor dem Eklat besucht haben. Er sagt: „Zwei Tage nach dem Ball hat mich der Schuldirektor zu sich gebeten. In Anwesenheit eines Polizisten haben die vier Schüler, zwei Mädchen und zwei Burschen, vom Vorfall erzählt.“

Die Fakten: Die Schüler aus Wien-Währing waren zu siebt auf dem Schülerball. Vier von ihnen verließen kurz nach 1.30 Uhr das Rathaus. „Gegen 1.45 Uhr haben uns zwei Typen angepöbelt. Einer von ihnen war besonders aggressiv. Er hat herumposaunt, er sei der Sohn von Barbara Rosenkranz. Und er hat rechte Parolen von sich gegeben“, so die Schüler bei der Anhörung in der Direktion ihrer Schule. „Einer von uns ist auch gestoßen worden, es war eine kleine Rempelei“, so die Aussage der Opfer.

Am Tag nach dem Vorfall identifizierten die Opfer Volker Rosenkranz anhand von ÖSTERREICH-Fotos. Nach der Anhörung in der Schule erstattete das Landeamt für Verfassungsschutz Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.

SJ-Kritik: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“
Brisant ist der Vorfall auch deshalb, weil sich Mutter Barbara Rose2kranz als FPÖ-Präsidentschaftskandidatin nicht klar für das Verbotsgesetz ausgesprochen hatte. Erst unter öffentlichem Druck rang sie sich schließlich zur Ablehnung der nationalsozialistischen Wiederbetätigung durch – ein Akt, der international als Farce bezeichnet wurde. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“, ätzte gestern auch SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi. Rosenkranz selbst zweifelt indes an den Vorwürfen gegen ihren Sohn. „Mein Sohn hat mir geschworen, dass er nichts gemacht hat.“

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