17 Prozent mehr Tote auf Österreichs Straßen

Unfall-Bilanz

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17 Prozent mehr Tote auf Österreichs Straßen

Und nicht nur das: Laut Statistik Austria gab es auch in anderen Bereichen signifikante Anstiege. So wurden mehr Verkehrstote registriert, mehr Motorradunfälle, mehr Verletzte und Tote durch alkoholisierte Lenker sowie mehr getötete Kinder. Für den Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ist diese Bilanz "katastrophal" und "alarmierend", der ÖAMTC fordert mehr Geschwindigkeitsdisziplin und defensive Fahrweise.

12 Prozent mehr Unfälle
Die Zahlen im Detail: Von Jänner bis Juli 2007 ereigneten sich auf den heimischen Straßen 19.102 Verkehrsunfälle, bei denen 24.850 Personen verletzt und 324 getötet wurden. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 bedeutet dies eine Zunahme um fast 2.100 Unfälle (plus 12 Prozent), um rund 2.500 Verletzte (plus elf Prozent) sowie 47 Tote (plus 17 Prozent).

Weniger Unfälle im Burgenland
Im Bundesländervergleich schnitt lediglich das Burgenland positiv ab (minus acht Prozent). In allen anderen Ländern stieg die Unfallzahl. Teilweise sogar dramatisch: In Niederösterreich (plus 18 Prozent mehr Unfälle) starben von Jänner bis Juli 2007 insgesamt 21 Menschen mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres, in Salzburg ereigneten sich um 20 Prozent mehr Unfälle. In Oberösterreich stieg die Zahl der Verkehrstoten um 15, in der Steiermark um zehn.

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Besonders stark angewachsen ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit einspurigen Kraftfahrzeugen. In den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres verunglückten knapp 1.400 Biker, was einem Plus von 46 Prozent bei Unfällen sowie einem Plus von 51 Prozent bei den Todesopfern bedeutet. Jeder sechste Verkehrstote war ein Motorradfahrer.

Auch Radfahrer und Moped-Lenker gefährdet
Um die 60 Prozent betrug laut Statistik Austria die Zunahme der Unfälle bei jungen Mopedfahrern im Alter von 15 und 16 Jahren. Die Zahl der verunfallten Radfahrer - nämlich 2.814 - wuchs ebenfalls um 43 Prozent.

Alkohol als häufige Ursache
Auch Unfälle mit Alkohol am Steuer häuften sich 2007: Sowohl bei den Unfällen (1.258) als auch bei den Verletzten (1.797) stieg die Zahl um 16 Prozent. 22 Menschen kamen durch alkoholisierte Autofahrer ums Leben - 47 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2006. Von Jänner bis Juli 2007 waren um 13 Prozent mehr Kinder an Unfällen beteiligt.

Konsequenzen gefordert
Für den VCÖ ist die Unfallbilanz "katastrophal" und "alarmierend". Verkehrsexperte Martin Blum fordert rasche Konsequenzen: "Die Maßnahmen müssen bei den Hauptunfallursachen ansetzen. Und diese sind Schnellfahren, Alkohol am Steuer und Ablenkung, etwa durch Telefonieren am Steuer." Der VCÖ macht sich für niedrigere Tempolimits, mehr Kontrollen und mehr Discobusse stark. Die Hauptrisikogruppe seien die 17- bis 24-jährigen Autofahrer.

Der ÖAMTC appellierte vor allem an die Vorsicht der Motorradfahrer: "Geschwindigkeitsdisziplin und defensive Fahrweise sind besonders angesagt", hieß es am Dienstag.

ARBÖ für Mopedführerschein
Angesichts der jüngsten Unfallstatistik für das erste Halbjahr 2007, die einen massiven Anstieg der Moped-Unfälle von 15-und 16-Jährigen ausweist, drängt der ARBÖ auf eine rasche Reform des Mopedführerscheins. Ähnlich wie beim bewährten Mehrphasenführerschein für Autofahrer sollten auch für Mopeds künftig zwingend Fahrsicherheitskurse in die Ausbildung eingebaut werden.

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