19-jährige Grazerin überlebte Erdbeben in Ecuador

Angst vor Tsunami

19-jährige Grazerin überlebte Erdbeben in Ecuador

Eine 19-jährige Grazerin, die für das Don-Bosco-Hilfsprojekt für benachteiligte Kinder in Ecuador im Einsatz ist, hat am Samstag das Erdbeben unbeschadet an einem Strand an der westlichen Küste überlebt. "Der Boden hat sich bewegt, als wären wir auf einem extrem schwankenden Schiff", sagte die Volontärin in einem Erfahrungsbericht am Dienstag.

Erdbeben
Michaela Meindl saß im Dorf Canoa mit ihrer 24-jährigen Kollegin Katharina Hofmarcher auf einem Baumstumpf, als das Beben losging. "Kinder spielten um uns herum, deswegen haben wir im ersten Moment gar nicht begriffen, was passiert, sondern gedacht, dass die Kinder an unserem Baumstamm wackeln", sagte die 19-Jährige. "Wir versuchten aufzustehen, sind aber gleich wieder hingefallen und am Boden geblieben."

Sobald sich das Beben beruhigt hat, sind die Österreicherinnen vom Strand weg und zur Straße gegangen. "Diese war überall aufgerissen und da entdeckten wir auch, dass die Bar unseres Hostels eingestürzt war", erzählte Meindl.

Tsunami
Aus "Angst vor einem Tsunami" flüchteten die beiden jungen Frauen auf einen Hügel nahe Canoa. Auf dem Weg sahen sie viele eingestürzte Häuser. Aufgrund kaputter Stromkabel und wegen Gasexplosionen brannte es in dem Dorf immer wieder. Die ganze Nacht verbrachten die Frauen auf dem Hügel, ehe sie sich am nächsten Tag wieder herunterwagten.

Weil viele Straßen verschüttet waren, brauchten die Österreicherinnen einige Zeit, bis sie mit dem Bus weiter nach Tosagua und in der Folge nach Santo Domingo gelangten. "Unser tiefes Mitgefühl gilt all den Menschen, die durch das Erdbeben ihr Leben, liebe Angehörige bzw. ihre gesamte Existenz verloren haben", sagte Meindl.

 

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