38.000 Hasen im Straßenverkehr verendet

Statistik 2009

© Hires

38.000 Hasen im Straßenverkehr verendet

38.199 Hasen wurden im vergangenen Jahr von Autos totgefahren. Die meisten getöteten Tiere weist Niederösterreich auf, gefährlich lebt Meister Lampe auch in Oberösterreich, dem Burgenland und in der Steiermark, berichtete am Dienstag der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Insgesamt wurden 100.000 Wildtiere im Vorjahr Opfer des Straßenverkehrs. Der Lebensraum der Tiere werde von immer mehr Straßen zerstört und eingeengt, warnte der VCÖ.

Rund um Ostern sind Hasen besonders umtriebig
"Die Paarungszeit wird für Hasen zunehmend gefährlicher. Immer mehr Straßen zerschneiden ihren Lebensraum. Das Risiko, unter die Räder zu kommen, ist in den vergangenen Jahren gestiegen", sagte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Eine aktuelle Analyse des VCÖ zeigt, dass allein im Vorjahr 38.199 Hasen und Wildkaninchen dem Straßenverkehr zum Opfer fielen. Das sind nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen. Die Dunkelziffer ist daher weit höher.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Opferzahl zwar um rund sieben Prozent zurückgegangen, im Vergleich zum Jahr 2007 gab es aber eine Zunahme um zwölf Prozent. Mehr als die Hälfte der hoppelnden Vierbeiner - 21.338 - kamen in Niederösterreich unter die Räder kamen. In Oberösterreich wurden 7.587 Hasen Opfer des Straßenverkehrs, im Burgenland 4.912, in der Steiermark 3.150, in Salzburg 692 und in Kärnten 512.

Insgesamt starben rund 100.000 Wildtiere
Nach den Hasen leben Rehe am gefährlichsten. Insgesamt wurden 36.943 Rehe niedergefahren, rund 40 Prozent davon in Niederösterreich. Zudem wurden mehr als 12.500 Fasane durch den Straßenverkehr getötet.

"Straßen zerschneiden den Lebensraum von Tieren. Im 20 Quadratkilometer großen Aktionsraum eines Feldhasen befinden sich im Durchschnitt mehr als 60 km Straßen", so Gratzer. Jede Infrastruktur greift in den Lebensraum der Tierwelt ein. Autoverkehr hat aber bei gleicher Verkehrsleistung die etwa 50-fach höhere Trennwirkung als der Bahnverkehr.

Der VCÖ forderte deshalb einen Straßenbaustopp in schützenswerten Naturgebieten. "Österreich hat bereits ein sehr dichtes Straßennetz. Viele Straßen, die in der Vergangenheit geplant wurden, werden in Zukunft aus Verkehrssicht nicht gebraucht. Jede neue Autobahn zerstört den Lebensraum vieler Tiere", sagte Gratzer.

Die Zahl der Feldhasen und Wildkaninchen, die im Jahr 2009 (in Klammer 2008) getötet wurden:

Österreich: 38.199 (41.035)
Niederösterreich: 21.338 (21.781)
Oberösterreich: 7.587 (8.591)
Burgenland: 4.912 (5.695)
Steiermark: 3.150 (3.597)
Salzburg: 692 (814)
Kärnten: 512 (473)
Vorarlberg: 7 (10)
Wien: 1 (92)
Tirol: 0 (2)

Quelle: Jagdstatistik, VCÖ 2010

VCÖ: Die meisten Opfer unter den Wildtieren sind Hasen und Rehe

Hasen: 38.199
Rehe: 36.943
Fasane: 12.586
Füchse: 2.782
Marder: 1.826
Dachse: 1.272
Rebhühner: 565
Rotwild: 549
Schwarzwild: 523
Iltisse: 488
Wiesel: 478

Quelle: Jagdstatistik, VCÖ 2010

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