38-Jähriger an Schweinegrippe gestorben

2. Fall in Ö

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38-Jähriger an Schweinegrippe gestorben

Es ging alles sehr schnell: Vergangenen Donnerstag bekam ein 38-jähriger Bauarbeiter Grippesymptome. Er hatte Fieber, und er musste sich übergeben. Zwei Tage später starb der Mann im Kardinal Schwarzenbergschen Krankenhaus in Schwarzach (Pongau). An einer H1N1-Infektion, wie sich am Dienstag herausstellte, als der Labor-Befund eintraf.

Alles, was Sie über die Schweinegrippe wissen müssen

Herzinfarkt
Beim Verstorbenen handelt es sich um einen Arbeiter aus Rumänien: Er war seit März bei einer Gerüstbaufirma tätig. Als er erkrankte, blieb er einen Tag zuhause. Am zweiten Tag wurde er in sehr schlechtem Zustand ins Spital eingeliefert.

Salzburgs Landessanitätsdirektor Christoph König zu ÖSTERREICH: „Der Verlauf war ungewöhnlich. Der Patient hatte massives Erbrechen, was zu einer Austrocknung und Eindickung des Blutes geführt hat.“ Dadurch dürften sich Gefäße verstopft haben – was wiederum das akute Atemnot-Syndrom auslöste, unter dem der 38-Jährige bei der Einlieferung am 7. November litt. Zwei Stunden später starb der Mann: Seine Lunge hatte versagt, und dann sein Herz.

Weitere Fälle
Der Rumäne ist der zweite Grippe-Tote in Österreich: Am 2. November war die elfjährige Boznerin Martina in Innsbruck gestorben. Und in Salzburg liegen zwei weitere kritische Fälle (zwei Männer, 58 bzw. 41 Jahre) auf der Intensivstation.

Der positive H1N1-Befund von Schwarzach wird jetzt nochmals überprüft. „Der Verlauf war sehr dramatisch, und wie es aussieht hat keine zweite Infektion eine Rolle gespielt“, so Experte König. Die Krankheit sei „direkt auf die Lunge gegangen.“

Tödlich
Insgesamt zeige der Fall, dass (schwere) H1N1-Fälle bei uns ähnlich wie in Neuseeland und Australien verlaufen dürften: Dort starben im Süd-Winter etliche Patienten direkt an der Infektion, Zweit-Erkrankungen spielten kaum eine Rolle. Die Schweinegrippe habe in den beiden Ländern für eine 15-fach erhöhte Aufnahme auf Intensivstationen gesorgt, so König. 30 Prozent der Intensiv-Fälle waren kritisch – und 14 Prozent tödlich.

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