40.000 Schüler bleiben heuer sitzen

Teure Nachhilfe

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40.000 Schüler bleiben heuer sitzen

Frust in der Schule, schlechte Noten: Laut Experten ein Mitgrund für das zunehmende Problem der Gewalt an den Schulen.

Ein junger Lehrer aus Wien, der (auch aus Angst vor Schülern) anonym bleiben möchte, erzählt aus seinem Alltag: "Der einzige Druck, den man als Lehrer noch hat, sind die Noten. Viele sind aber so schlecht in der Schule, dass ihnen schon alles egal ist. Die Handys sind ein großes Problem. Niemand will, dass man ohne sein Wissen einfach gefilmt wird, aber man ist meistens einfach machtlos."

Jetzt ist das Thema aktuell wie nie: In Wien, Niederösterreich und dem Bur­genland sind die Notenkonferenzen schon vorbei, am Freitag ist Zeugnisverteilung. Der Westen des Landes folgt eine Woche später.

Lern-Sommer
Die Zahlen sind ernüchternd: In Wien (hier fallen laut Statistik die meisten Schüler durch) haben 7.500 von 44.000 AHS-Schülern einen Fleck im Zeugnis, in Ostösterreich gesamt sind es 33.000, die im Herbst eine Nachprüfung ablegen müssen. Rund 40.000 Schüler werden laut Schätzungen das heurige Schuljahr nicht schaffen und müssen die Klasse im nächsten Jahr wiederholen.

Teurer Sommer - Millionen für Nachhilfe
Für die Eltern heißt das: Der Sommer wird teuer. Die Arbeiterkammer hat berechnet: Fast 140 Millionen Euro im Jahr geben Eltern für private Nachhilfe aus - 70 Millionen davon allein im Sommer.

Und in Zeiten von horrenden Inflationsraten und immer neuen Preiserhöhungen zudem frustrierend für die Eltern: Private Nachhilfe kostet im Vergleich zu 2007 heuer um durchschnittlich 3,4 Prozent mehr, im Schnitt kostet eine Stunde schon 19 Euro.

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