40.000 haben die Schweinegrippe

Zahl explodiert

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40.000 haben die Schweinegrippe

Es war die Woche der Schweinegrippe. Die Zahl der Infizierten explodiert - und das ist erst der Anfang. Mittlerweile dürften sich in Österreich 40.000 Menschen mit H1N1 angesteckt haben – Tendenz steigend.

Die meisten Neuinfektionen gab es bei Schulkindern. In über 1.000 Klassen gibt es Erkrankte, im ganzen Land sind schon über 50 Schulklassen vorübergehend geschlossen – Tausende Schüler freuen sich über „Grippe-Ferien“. Immer öfter werden ganze Schulen gesperrt – wie etwa die Privatschule der Piaristen in Wien vergangenen Montag. Direktorin Anna Draskovits: „Die von manchen als radikal empfundene Maßnahme hat ihre Wirkung erzielt. Am Montag können wir wieder aufmachen.“

Virus forderte bisher drei Todesopfer
Bei den meisten Erkrankten ist der Verlauf mild - nach ein paar Tagen Behandlung lassen die Beschwerden wie hohes Fieber, Husten, Halsweh und Übelkeit wieder nach. Laut Hubert Hrabcik, Generaldirektor für Öffentliche Gesundheit, muss aber rund ein Prozent der Opfer ins Spital. Und dann wird der stationäre Aufenthalt zum Kampf gegen den Tod.

Am Freitag hat diesen Kampf ein 26-jähriger Grazer Student verloren – der Risikopatient, er litt unter einer angeborenen Nierenerkrankung, ist das erste österreichische Opfer. Zuvor sind mit einer jungen Südtirolerin in Innsbruck und einem Rumänen in Salzburg zwei weitere Menschen in Österreich an Superinfektion und H1N1 verstorben.

100.000 geimpft
Die Schweinegrippe erfasst alle Bevölkerungsgruppen. Erstes Promi-Opfer: Rudi Klausnitzer. Dazu: Erst am Mittwoch hat das Virus das Wiener Volleyball-Team aon hotVolleys komplett flachgelegt. Auch Eishockey-Spieler der Red Bulls Salzburg sind infiziert.

Trotz Chaos und stundenlanger Wartezeiten stürmen die Österreicher die Impfzentren – auch morgen Montag wieder. Schon in der ersten Woche haben sich 100.000 immunisieren lassen. Auch der Skiverband ÖSV startete eine Impfaktion für alle Sportler. Den Sportlern, die noch nicht geimpft sind, erteilte Cheftrainer Toni Giger ein Händeschüttel-Verbot. Sogar bei der Sieger-Ehrung.

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