Achtjähriger als Feuerteufel ausgeforscht Achtjähriger als Feuerteufel ausgeforscht

Zweimal Brand gelegt

© FF Kottingbrunn

 

Achtjähriger als Feuerteufel ausgeforscht

280 Schüler, der Schulwart und 13 Lehrerinnen mussten vergangenen Donnerstag fluchtartig die Volksschule in Kottingbrunn verlassen: Es brannte!

„Da waren vier fremde Burschen in der Schule“, gab später Khalil Y. (Name geändert) als Zeuge an. Die habe er gesehen und dann habe es schon gebrannt, schilderte er der Direktorin Ingrid Maurer und den Polizeiermittlern.

Freitag früh saß der Achtjährige wieder vor der Schulleiterin und wiederholte seine Story. Da machte der Bub die Pädagogin urplötzlich auf neuerlichen Rauchgeruch aufmerksam. Maurer lief durch die Schule, um Schlimmeres zu verhindern: Und, siehe da: Am Bubenklo war wieder gezündelt worden, doch die Flammen schon erloschen.

Verplappert.
Klein-Khalil saß in der Falle: Nur der Feuerteufel konnte vom neuen Brandherd wissen. Im Direktionszimmer am anderen Ende der Schule – und einen Stock höher – war davon absolut nichts zu riechen. Maurer verständigte Polizei und die Feuerwehr. „Das waren die vier vom Vortag“, blieb der Knirps bei seiner Version, verhedderte sich aber zunehmend in Widersprüche.

Also schickten ihn die Polizisten heim – informierten aber seine Schwester über ihre Verdachtsmomente. Mit den Worten „Khalil will etwas sagen“, erschienen am Samstag Vater und Sohn gemeinsam in der Schule. Da schilderte der Kleine, wie es wirklich war. „Freunde haben mir erklärt, wenn die Schule abbrennt, muss ich nicht mehr hingehen.“ Das Feuerzeug habe er aus Papas Auto genommen. Für die Eltern wird es jetzt teuer: Sie müssen den Schaden von mehr als 30.000 Euro zahlen.Fritz Weichselbaum

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